Atlas Karls V. und Atlas Magellans

Atlas Karls V. und Atlas Magellans Faksimile

Italien — 16. Jahrhundert

Von Battista Agnese entworfen und von Guilio Clovio meisterhaft illuminiert: Ein Geschenk des Kaisers Karl V. an seinen Sohn Philipp II.

  1. Im Auftrag des Kaisers war der Atlas Karls V. ein Geschenk an seinen Sohn und späteren spanischen König Philip II. (1527–98)

  2. In Venedig vom berühmten Kartographen Battista Agnese entworfen und von Guilio Clovio meisterhaft illuminiert

  3. Der ebenfalls von Kaiser Karl V. (1500–58) in Auftrag gegeben Magellan-Atlas dokumentiert die Reise des berühmten Seemanns

Atlas Karls V. und Atlas Magellans

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  1. Beschreibung
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Beschreibung
Atlas Karls V. und Atlas Magellans

Das Kompendium von zwei bedeutenden Atlanten des 16. Jahrhunderts bietet einen Einblick in die Pracht, mit welcher solche geographischen Hilfsmittel in der Renaissance ausgestattet wurden. Der Atlas Karls V. wurde um 1542 von dem berühmten Kartographen Battista Agnese in Venedig angefertigt und mit wunderbarem Buchschmuck von Giulio Clovio vervollständigt. Der Atlas von Magellan erzählt die Geschichte der ersten Weltumsegelung durch den Portugiesen im Auftrag des spanischen Königs Karl I. (und späteren Kaisers Karl V.). Bedeutende Namen sind mit diesen markanten und künstlerisch beeindruckenden kartographischen Werken verbunden.

Atlas Karls V. und Atlas von Magellan

Das Kompendium von zwei bedeutenden Atlanten des 16. Jahrhunderts bietet einen Einblick in die Pracht, mit welcher solche geographischen Hilfsmittel in der Renaissance ausgestattet wurden. Der Atlas Karls V. wurde um 1542 von dem berühmten Kartographen Battista Agnese in Venedig angefertigt und mit wunderbarem Buchschmuck von Giulio Clovio vervollständigt. Der Atlas von Magellan erzählt die Geschichte der ersten Weltumsegelung durch den Portugiesen im Auftrag des spanischen Königs Karl I. (und späteren Kaisers Karl V.). Bedeutende Namen sind mit diesen markanten und künstlerisch beeindruckenden kartographischen Werken verbunden.

Kartographie der Renaissance

Auf 32 bzw. 36 Seiten wird in den Karten der Atlanten das Bild der Welt um die Mitte des 16. Jahrhunderts ersichtlich. In dieser Zeit der großen Entdeckungen wandelte sich dieses Bild der Welt beständig, besonders wurde es aber durch all die neu entdeckten Erdteile immer konkreter und realistischer.
Karl V., der römisch-deutsche Kaiser, gab um 1542 den Auftrag zu einem Atlas, der seinem Sohn Philipp als luxuriöses Hilfswerkzeug beim Geographieunterricht dienen sollte. Zu seinem 16. Geburtstag schließlich erhielt der zukünftige spanische König Philipp II. den Atlas als Geschenk. Als Kartograph gewann Karl V. den aus Genua stammenden Battista Agnese, einen der Größten seiner Zunft. Mit seinem Gesamtwerk von mehr als 100 Atlanten stellte er sein Wissen und Können ausdrücklich zur Schau. Er war in Venedig tätig, wo er kartographische Werke für die europäischen Königshäuser und weitere bedeutende Auftraggeber fertigte.
Der Atlas für Kaiser Karl V. enthält eine Vielzahl von verschiedenen Karten: mehrere detaillierte Karten von einzelnen Erdteilen, etwa vom italienischen Stiefel oder der Baja California, mit zahlreichen Beschriftungen und geographischen Angaben. Außerdem gibt es verschiedene Weltkarten in größerem Maßstab, eine Karte der Sternzeichen und eine Darstellung der Armillarsphäre.

Ein Atlas als Kunstwerk

All diese geographisch genauen Darstellungen sind eingebettet in einen breiten Rahmen aus prächtigen Bordüren. In Ornamentfelder mit pflanzlichen Darstellungen oder Putten, Masken und Fabelwesen, sind Bildfelder eingebettet. Sie zeigen szenische Darstellungen und Porträts, die teilweise sehr antikisch anmutend, etwa Reiterdarstellungen und ähnliches wie aus der griechischen Vasenmalerei. In diese ganze Pracht sind viele Devisen, Wappen und die schon erwähnten Porträts - im Stil antiker Medaillen - integriert. Insgesamt ist schon am Stil dieser Buchmalereien der deutliche Einfluss der Renaissance zu erkennen. Der Künstler dieser Ausgestaltung der Karten – zum Teil sogar mit wertvollem Gold – war der Italiener Giulio Clovio. Mit seinem Hauptwerk, dem Stundenbuch des Kardinals Alessandro Farnese, gilt Clovio als der Berühmteste unter den italienischen Buchmalern der Renaissance.

Die Geschichte der ersten Weltumsegelung

Der zweite Atlas, 1544 entstanden, wird als Atlas von Magellan bezeichnet. Er enthält Karten mit Bezug zu Ferdinand Magellan (1480–1521), der für seine erste Weltumsegelung Berühmtheit erlangte. Im Dienste des spanischen Königs Karl I., dem späteren Kaiser Karl V., segelte der Portugiese am 20. September 1519 mit einer Flotte von fünf Schiffen nach Westen, um die sogenannte Westpassage zum Pazifik zu entdecken. Dieses Vorhaben war erfolgreich – die sogenannte Magellanstraße wurde sogar nach ihm benannt – doch starb Magellan vor der Heimkehr auf den Philippinen.
Die Karten in diesem Atlas sind ebenso detailliert ausgearbeitet wie im Atlas Karls V. Sie enthalten genaue Angaben besonders für die Gewässer und Meere, da sie hauptsächlich für die Seefahrt dienen sollten.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Charles V Atlas & Magellan Atlas
Colección: Atlas de Carlos V y Atlas de Magallanes
Set of Atlases: the Charles V and Magellan Atlases
Collection: Atlas de Charles Quint et Atlas de Magellan
Collezione Atlante di Carlo V e Atlante di Magellano
Colecção Atlas de Carlos V e Atlas de Magalhães
Umfang / Format
32 Seiten 36 Seiten / 22,0 × 15,0 cm 20,0 × 14,0 cm
Herkunft
Italien
Datum
16. Jahrhundert
Sprache
Schrift
Gotische Textualis Quadrata
Buchschmuck
68 Gold- und Silberminiaturen
Inhalt
Zwei Luxusatlanten mit Darstellungen verschiedener Regionen der Welt von Battissta Agnese
Auftraggeber
Karl V., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und König von Spanien (1500-58) oder möglicherweise Martin von Aragon (1525-81)
Künstler / Schule
Vorbesitzer
König Philipp II. von Spanien (1527 – 1598)

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Atlas Karls V. und Atlas Magellans – John Carter Brown Library (Providence, USA) / Biblioteca Nacional de España (Madrid, Spanien) Faksimile
Patrimonio Ediciones – Valencia, 2005-2007
Limitierung: 999 Exemplare
Detailbild

Atlas Karls V. und Atlas Magellans

Die Neue Welt

Diese Portolankarte zeigt Mittelamerika und die angrenzenden Regionen mit besonders wichtigen und wertvollen karibischen Inseln wie Kuba und Hispaniola, die mit Goldtinte eingezeichnet sind. Im Pazifischen Ozean ist Baja California korrekt als Halbinsel eingetragen. 60 Jahre später begannen Kartographen, sie fälschlicherweise als Insel darzustellen. Aber diese Karte war ein Geschenk Karls an seinen Sohn Philipp II., der das überseeische Reich seines Vaters erben sollte, und so wurde deshalb mit besonderer Sorgfalt und Liebe zum Detail erstellt.

Colección: Atlas de Carlos V y Atlas de Magallanes
Einzelseite

Atlas Karls V. und Atlas Magellans

Die nördliche Hemisphäre

Diese ungewöhnliche Karte ist so ausgerichtet, dass der Westen oben liegt und der Polarkreis in der Mitte, so dass wir den Globus von oben betrachten können. Nordamerika ist für moderne Augen nicht zu erkennen, da der größte Teil davon noch nicht von Europäern erkundet war, was auch für Ostasien gilt. Die lange gesuchte Nordwestpassage fehlt, stattdessen sind Asien und Europa im Verbund mit Nordamerika verzeichnet.

Die Karte wurde mit einer leuchtenden Farbpalette und goldener Tinte erstellt, wobei Europa ein spezielles orangerotes Kolorit erhielt, um es vom Rest der Alten Welt zu unterscheiden. Vier der Anemoi, der Windgötter, die jeweils einer Himmelsrichtung zugeordnet sind, umgeben den roten Rahmen, der vier verschiedene Muster in Gold für die vier Viertel der nördlichen Hemisphäre aufweist.

Colección: Atlas de Carlos V y Atlas de Magallanes
Faksimile-Editionen

#1 Colección: Atlas de Carlos V y Atlas de Magallanes

Patrimonio Ediciones – Valencia, 2005-2007
Atlas Karls V. und Atlas Magellans – John Carter Brown Library (Providence, USA) / Biblioteca Nacional de España (Madrid, Spanien) Faksimile
Atlas Karls V. und Atlas Magellans – John Carter Brown Library (Providence, USA) / Biblioteca Nacional de España (Madrid, Spanien) Faksimile Copyright Bildmaterial: Ziereis Faksimiles

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Patrimonio Ediciones – Valencia, 2005-2007
Limitierung: 999 Exemplare
Einband: Mit rotem Leder bezogene Deckel mit feuervergoldetem Aufdruck
Kommentar: 1 Band von Carmen Líter Mayayo, Amadeo Serra Desfilis und Francisca Sanchis Ballester
Faksimile: 1 Band Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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