Benediktsregel aus St. Gallen

Benediktsregel aus St. Gallen

St. Gallen (Schweiz) — Ca. 820

Benediktsregel aus St. Gallen

  1. Beschreibung
  2. Faksimile-Editionen (1)
Beschreibung
Benediktsregel aus St. Gallen

Benedikt von Nursia gilt als Begründer des abendländischen christlichen Mönchtums und ist vor allem als Verfasser der Regula Benedicti bekannt. Die textgeschichtlich bedeutendste Abschrift dieser Ordensregel aus der Zeit nach 810 wird heute in der Abtei St. Gallen unter der Signatur Cod. Sang. 914 aufbewahrt. Der Text umfasst 18 Zeilen pro Seite und ist zum größten Teil in einer schweren alemannischen und zu einem Viertel in karolingischer Minuskel geschrieben. Neben der Regel des heiligen Benedikt enthält der Codex auch verschiedene Briefe, die von Benedikt geschrieben wurden. Der Text geht in gerader Linie auf die Handschrift zurück, die der Heilige gegen Ende des 8. Jahrhunderts in der Abtei Monte Cassino geschrieben hat, und gilt daher als verlässlich. Zwei Reichenauer Mönche namens Grimald und Tatto stießen um 817 in einem Kloster bei Aachen auf die Regel, die sie daraufhin auf Geheiß des Reichenauer Bibliothekars Reginbert silben- und buchstabengetreu abschrieben. Die vorliegende Handschrift wurde kurz danach im Skriptorium von St. Gallen kopiert. In den folgenden Jahrhunderten wurden weitere biblische Texte sowie Glossen vor allem in Latein und Deutsch zwischen die Zeilen geschrieben sowie Zeichnungen von ungelernter Hand an den Rändern hinzugefügt. Trotzdem ist die Handschrift ein wertvolles Zeugnis für die prägenden Jahre der Benediktiner.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Saint Benedict's Rule from St. Gall
Saint Benedict's Rule
Codex Sangallensis 914
Regula Benedicti de codice Sangallensi 914
Regula Benedicti
Umfang / Format
172 Seiten / 23,9 × 17,0 cm
Herkunft
Schweiz
Datum
Ca. 820
Sprache
Faksimile-Editionen

#1 Regula Benedicti: de codice 914 in bibliotheca monasterii S. Galli servato (fol. 1r-86v[85v] = pp.1-172; saec. IX )

Eos-Verlag – St. Ottilien, 1983

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Eos-Verlag – St. Ottilien, 1983
Kommentar: 1 Band von Bernard Bischoff, Germain Morin, Ambrogio Amelli und Benedikt Probst
Sprache: Deutsch
Faksimile: 1 Band Teilfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Schwarz-Weiß-Reproduktion der ff. 1-86v des Originaldokuments (Umfang, Format). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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