Beschreibung und Contrafactur der Vornehmbster Stät der Welt – 1590

Beschreibung und Contrafactur der Vornehmbster Stät der Welt - 1590 – Müller & Schindler – Diverse Bibltioheken

Köln (Deutschland) — 1590

Ein letzter Blick auf die Städte Europas kurz vor den Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges: Der 1590 erschienene Band von Braun und Hogenbergs berühmter Sammlung von Stadtansichten aus aller Welt

  1. Der vierte Band der deutschen Erstausgabe des populären Städteatlas, den Georg Braun zwischen 1574 und 1618 in sechs Bänden druckte

  2. Die 79 beeindruckenden und realistischen Stadtansichten und -pläne wurden von Frans Hogenberg und Georg Hoefnagel geschaffen

  3. Sie zeigen nicht nur Gebäude, Straßen und Topografie, sondern sind auch voller Details zur Kleidung und zum Alltagsleben der Bürger*innen

Beschreibung und Contrafactur der Vornehmbster Stät der Welt – 1590

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Preiskategorie: €
(unter 1.000€)
  1. Beschreibung
  2. Detailbild
  3. Einzelseite
  4. Faksimile-Editionen (1)
Beschreibung
Beschreibung und Contrafactur der Vornehmbster Stät der Welt – 1590
Beschreibung und Contrafactur der Vornehmbster Stät der Welt – 1590

Georg Brauns (1541–1622) beeindruckende Sammlung von Stadtansichten bedeutender Städte in Europa, Asien, Afrika und Amerika, gilt als das älteste Werk seiner Art. Die lateinische Erstausgabe erschein unter dem Titel Civitates Orbis Terrarum in sechs Bänden zwischen 1572 und 1618 und wurde nur wenig später in deutscher Übersetzung herausgegeben. Ihr dritter Band wurde 1590 gedruckt und enthält 79 kolorierte Stadtansichten, darunter Rom, Ostia, Jerusalem, Bergen, Soest und Stockholm.

Eine bedeutende historische Quelle

Die meisterlichen Kupferstiche, die eigenständigen Tafelbildern ähneln, regen nicht nur den Geist an, sondern bieten auch dem Auge durch die liebevolle Gestaltung und künstlerische Ausführung einen grenzenlosen Genuss, wobei die zahlreichen Staffage- und Genreszenen ein besonders charmantes Detail sind. Seine herausragende historische Bedeutung erhält das Werk deshalb, weil es eine systematische Kartierung der Strukturen vieler mittelalterlicher Städte liefert, die nur kurz nach seinem Erscheinen im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) entweder zerstört oder schwer beschädigt und anschließend im barocken Stil wiederaufgebaut wurden.

Kunstvolle Teamarbeit

Der Kölner Theologe, Domherr und Dekan Georg Braun unternahm als Verfasser und Herausgeber des Civitatis Orbis Terrarum nur wenige Reisen selbst. Stattdessen konnte er durch seine zahlreichen Kontakte viele Vorlagen beschaffen, die dann zunächst von dem Kupferstecher und Radierer Franz Hogenberg (1535–1590) in meist doppelseitige Kupferstiche umgesetzt wurden. Während er für die Bände I-IV zuständig war, übernahmen sein Sohn Abraham und Simon Neuvelt die Bände V und VI. An der Gestaltung aller Bänder war zudem Georg Hoefnagel (1542–1590) beteiligt. Jede der wunderbaren Stadtansichten ist mit Beschreibungen der Geografie, Geschichte und Wirtschaft des jeweiligen Ortes versehen. Darüber hinaus gibt es Informationen zu den Ortswappen sowie zu den Höhenmarkierungen.

Momentaufnahmen

Die Stadtansichten enthalten auch kleine Genreszenen, die das Leben der Einwohner:innen dieser Städte bei ihren alltäglichen Tätigkeiten zeigen und der Leserschaft Aufschluss darüber geben, womit die jeweilige lokale Bevölkerung im Allgemeinen ihren Lebensunterhalt verdiente. Die Bauern und Bäuerinnen bearbeiten die Felder außerhalb der Städte, während die Fischer in den Flüssen angeln **, an denen sie liegen. Weitere Details wie **Kutschen, Schiffe und zeitgenössische Trachten beleben die exquisiten Bilder und vermitteln einen realistischen Eindruck vom Alltagsleben um 1600**. So erhalten wir heute einen einmaligen Einblick in die lokalen Bräuche und lernen die zeitgenössische Mode kennen.

Beschreibung und Contrafactur der Vornehmbster Stät der Welt – 1590

Georg Brauns (1541–1622) beeindruckende Sammlung von Stadtansichten bedeutender Städte in Europa, Asien, Afrika und Amerika, gilt als das älteste Werk seiner Art. Die lateinische Erstausgabe erschein unter dem Titel Civitates Orbis Terrarum in sechs Bänden zwischen 1572 und 1617 und wurde nur wenig später in deutscher Übersetzung herausgegeben. Ihr vierter Band wurde 1590 gedruckt und enthält 79 kolorierte Stadtansichten und -karten, darunter Rom, Ostia, Jerusalem, Bergen, Soest und Stockholm.

Eine bedeutende historische Quelle

Die meisterlichen Kupferstiche, die eigenständigen Tafelbildern ähneln, regen nicht nur den Geist an, sondern bieten auch dem Auge durch die liebevolle Gestaltung und künstlerische Ausführung einen grenzenlosen Genuss, wobei die zahlreichen Staffage- und Genreszenen ein besonders charmantes Detail sind. Seine herausragende historische Bedeutung erhält das Werk deshalb, weil es eine systematische Kartierung der Strukturen vieler mittelalterlicher Städte liefert, die nur kurz nach seinem Erscheinen im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) entweder zerstört oder schwer beschädigt und anschließend im barocken Stil wiederaufgebaut wurden.

Kunstvolle Teamarbeit

Der Kölner Theologe, Domherr und Dekan Georg Braun unternahm als Verfasser und Herausgeber des Civitatis Orbis Terrarum nur wenige Reisen selbst. Stattdessen konnte er durch seine zahlreichen Kontakte viele Vorlagen beschaffen, die dann zunächst von dem Kupferstecher und Radierer Frans Hogenberg (1535–1590) in meist doppelseitige Kupferstiche umgesetzt wurden, wobei der flämische Buchmaler Georg Hoefnagel (1542–1590) regelmäßig beteiligt war. Während die beiden für die Bände I-IV zuständig waren, übernahmen Frans' Sohn Abraham und Simon Neuvelt die Bände V und VI. Jede der wunderbaren Stadtansichten ist mit Beschreibungen der Geografie, Geschichte und Wirtschaft des jeweiligen Ortes versehen. Darüber hinaus gibt es Informationen zu den Ortswappen sowie zu den Höhenmarkierungen.

Momentaufnahmen

Die Stadtansichten enthalten auch kleine Genreszenen, die das Leben der Einwohner:innen dieser Städte bei ihren alltäglichen Tätigkeiten zeigen und der Leserschaft Aufschluss darüber geben, womit die jeweilige lokale Bevölkerung im Allgemeinen ihren Lebensunterhalt verdiente. Die Bauern und Bäuerinnen bearbeiten die Felder außerhalb der Städte, während die Fischer in den Flüssen angeln **, an denen sie liegen. Weitere Details wie **Kutschen, Schiffe und zeitgenössische Trachten beleben die exquisiten Bilder und vermitteln einen realistischen Eindruck vom Alltagsleben um 1600**. So erhalten wir heute einen einmaligen Einblick in die lokalen Bräuche und lernen die zeitgenössische Mode kennen.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Civitates Orbis Terrarum
Beschreibung und Contrafactur der vornembster Stät der Welt
Städteansichten
Umfang / Format
1 Band - ca. 270 Seiten / 41,0 × 28,0 cm
Herkunft
Deutschland
Datum
1590
Sprache
Buchschmuck
79 kolorierte, meist doppelseitige Stadtansichten und -pläne
Inhalt
Band 4 der deutschen Ausgabe der Civitates Orbis Terrarum: Atlas bedeutender Städte Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas
Künstler / Schule

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Beschreibung und Contrafactur der Vornehmbster Stät der Welt - 1590 – Müller & Schindler – Diverse Bibltioheken
Müller & Schindler – Simbach am Inn, 2020
Limitierung: Nicht limitiert
Detailbild

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Sant'Angelo und Umgebung

Die Engelsburg am Nordufer des Tibers, östlich des Vatikans in einem Gebiet, das heute als Parco Adriano bezeichnet wird, war einst das höchste Gebäude in Rom. Ursprünglich als Mausoleum für Kaiser Hadrian zwischen 134 und 139 n. Chr. errichtet, wurde das Bauwerk zu Beginn des 14. Jahrhunderts in eine päpstliche Festung umgewandelt und später als Gefängnis und Hinrichtungsstätte genutzt. Sie befindet sich neben zwei weiteren Bauprojekten Hadrians, dem Hippodromus Haderiani und der Aelianischen Brücke, die die Engelsburg mit dem Zentrum von Rom verbindet.

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Einzelseite

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Jerusalem

Die heilige Stadt Jerusalem, deren Darstellung hier an ein Bild von Google Earth erinnert, ist sehr detailliert und mit einer leuchtenden Farbpalette gezeigt, und zwar nicht so, wie sie im 16. Jahrhundert aussah, sondern zu den Lebzeiten Christi, als sie wohlhabend war. Die verschiedenen Orte des Kreuzwegs und andere Märtyrergeschichten sind ebenfalls abgebildet und die kleine Beischrift am oberen Rand besagt, dass diese Orte von den Christen ehrfürchtig bewahrt und noch heute verehrt werden.

Dieser doppelseitige Stich der Stadt war bereits Ende des 16. Jahrhunderts eine Rarität, und die Originalplatte ist auch nicht erhalten geblieben. Es wird vermutet, dass Braun und Hogenberg das Original besaßen, weil sie es bereits für die Ausgabe von 1574 verwendet hatten. Gerhard de Jode hat den Stich später in zwei Blättern neu aufgelegt, die nach den Aufzeichnungen bereits 1587 existierten.

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Faksimile-Editionen

#1 Beschreibung und Contrafactur der Vornehmbster Stät der Welt - 1590

Müller & Schindler – Simbach am Inn, 2020

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Müller & Schindler – Simbach am Inn, 2020
Limitierung: Nicht limitiert
Einband: Braunes Leder mit reicher Goldprägung
Kommentar: 1 Band von Max Schefold
Sprache: Deutsch
Faksimile: 1 Band Detailnahe Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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Preiskategorie: €
(unter 1.000€)
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