Der Kampf mit Schwert und Schild in wunderbaren Illustrationen: Das älteste und eines der bekanntesten Kampfbücher des Mittelalters

Das illuminierte Buch der Kämpfe

Das illuminierte Buch der Kämpfe

Das illuminierte Buch der Kämpfe

  1. Die Kunst der mittelalterlichen Schwertkunst wird in dieser berühmten Handschrift in wunderbaren Miniaturen vermittelt

  2. Der aufwändige Faltenwurf in den Kleidungsstücken und die anspruchsvolle Körperhaltung unterstreichen die hohe künstlerische Qualität der Illustrationen

  3. Der Kampfstil mit Schwert und Schild war sowohl ein höfischer Zeitvertreib als auch eine praktisch anwendbare, ja sogar tödliche Kunst

Das illuminierte Buch der Kämpfe

Alternativ-Titel:
  • Das illuminierte Buch der Kämpfe
Das illuminierte Buch der Kämpfe – Ms. I.33 – Royal Armouries (London, Großbritannien)
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  1. Kurzbeschreibung
  2. Kodikologie

Kurzbeschreibung

Eines der berühmtesten Fechtbücher des Mittelalters: das Manuskrikt I.33 der Royal Armouries in London, auch bekannt als Tower-Fechtbuch. In diesem wertvollen historischen Schatz, entstanden zu Beginn des 14. Jahrhunderts vermutlich in Franken, wird in wundervollen Miniaturen und Erklärungen in lateinischer Sprache die Kunst des mittelalterlichen Fechtkampfes gelehrt. Ein Geistlicher, vermutlich der Autor der Schrift, vermittelt seinem Schüler den Kampf mit Schwert und Buckler – eine besondere Art des Zweikampfes im Mittelalter.

Das illuminierte Buch der Kämpfe

Komplizierte Schrittstellungen, gewagte Angriffsmanöver und sichere Abwehrtechniken – all das gehörte im Mittelalter zum Grundwissen eines Schwertkämpfers. Diese Kampftechnik war sowohl als höfisches Vergnügen und adliges Standessymbol bedeutsam, als auch für die praktische Anwendung in ernsten kämpferischen Auseinandersetzungen vonnöten. Das sogenannte Tower-Fechtbuch, das berühmte Ms. I.33 der Royal Armouries in London, entstand um 1310 in im fränkischen Raum und gilt somit als das älteste bekannte Handbuch der Fechtkunst überhaupt!

Eine wechselvolle Geschichte

Erstmals erwähnt wurde dieser größte Schatz der Armouries im Jahr 1579 in Heinrich von Gunterrodts De veris principiis artis dimicatoridae (Über die wahren Ursprünge der Kampfkunst). Dort wird festgehalten, dass das Manuskript von einem gewissen Johannes Herbart von Würzburg in einem fränkischen Kloster entdeckt worden war. Dies geschah wohl bei einer Plünderung unter Markgraf Albrecht II. Alkibiades. In der Folge befand sich der Schatz lange Zeit im Besitz des Herzogtums Sachsen-Gotha, wo es bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges verzeichnet war und dann verloren ging. Im Jahr 1950 tauchte es schließlich auf einer Auktion wieder auf und wurde von den Royal Armouries erworben.

Der Kampf mit Schwert und Buckler

Die 32 Pergamentblätter des wertvollen Fechtbuches sind reich illustriert mit farbigen Federzeichnungen. Diese Schritt-für-Schritt-Darstellung der Kämpfe präsentieren einen Geistlichen, gekennzeichnet durch die Tonsur, der seinem Schüler die Kunst des Fechtkampfes vermittelt. Dabei konzentrieren sich die beiden auf den gerade für diese Zeit typischen Kampf mit Schwert und Buckler, einem besonderen, runden Faustschild. Nach einer Darstellung der sieben Huten – der Grundstellungen - werden 38 Kampffolgen präsentiert.

Ein Lehrbuch über die Kunst des Kämpfens

Die Malereien stellen auf wunderbare Weise die Körper in der Kampfhaltung dar. Aufwändig fallende Gewänder und anspruchsvolle Körperhaltungen unterstreichen die hohe künstlerische Qualität der Illustrationen. Diese eleganten bildlichen Darstellungen werden begleitet von erklärendem Text. Dieser ist verfasst auf Latein und mit einigen technischen Fachbegriffen in Deutsch versehen. Darin werden die dargestellten Kämpfe beschrieben, Alternativen aufgezeigt und hilfreiche Tipps gegeben. Außerdem wurde das Manuskript zu späterer Zeit mit Anmerkungen von Herbart und seinem Fechtschüler Friedrich Wilhelm versehen. Mit all diesen bemerkenswerten Bestandteilen präsentiert sich das Tower-Fechtbuch als einzigartiges Schatzkästchen der mittelalterlichen Kampfkunst!

Kodikologie

Alternativ-Titel
Das illuminierte Buch der Kämpfe
Illuminated Fightbook - The Royal Armouries Edition

Das illuminierte Buch der Kämpfe

Kampf mit Schwert und Schild

„Oben hat der Priester den Schüler deplatziert. Hier führt der Schüler jetzt die gleiche Aktion aus wie zuvor der Priester. Aber der, der jemanden deplatziert hat, der sollte auch zuerst hineingehen, wenn der Schüler es versäumt, wie unten. Außerdem sollte er darauf achten, dass der andere nicht seinen Kopf erreicht, was der jedoch auch kann.
Und von den oberen Handlungen tritt der Priester ein, ich habe gesagt: Er sollte daher auf seinen Kopf aufpassen.“

So lesen sich die lateinisch-deutschen Bildunterschriften für diese beiden Miniaturen, die seltsamerweise einen an seiner Tonsur zu erkennenden Priester darstellen, der die Schwertkunst lehrt. Diese wunderbaren farbigen Zeichnungen zeigen hervorragend die Haltung und die Gesten der Fechter. Zum Beispiel stehen sie auf ihren Fußballen und verteilen dabei ihr Gewicht sehr geschickt und ganz gleichmäßig.

2 verfügbare Faksimile-Ausgabe(n) von „Das illuminierte Buch der Kämpfe“

Illuminated Fightbook - The Royal Armouries Edition
Das illuminierte Buch der Kämpfe – Ms. I.33 – Royal Armouries (London, Großbritannien)
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Illuminated Fightbook - The Royal Armouries Edition

Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten)
Verlag
Extraordinary Editions – London, 2013
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Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
Illuminated Fightbook - The Exemplary Edition
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Illuminated Fightbook - The Exemplary Edition

Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten)
Verlag
Extraordinary Editions – London, 2013
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