Hildegard von Bingen - Rupertsberger Riesencodex

Hildegard von Bingen - Rupertsberger Riesencodex Faksimile

Kloster von Rupertsberg (Deutschland) — Ca. 1180–1190

Musik von einer der berühmtesten und einflussreichsten Frauen des Mittelalters: Hildegard von Bingens geniale Kompositionen aus dem auf ihrem Sterbebett vollendeten Rupertsberger Riesencodex

  1. Hildegard von Bingen (ca. 1098-1179) war eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des Mittelalters

  2. Ihre gesammelten Werke werden im Rupertsberger Riesencodex aufbewahrt, der nach ihren letzten Wünschen erstellt wurde

  3. Der Abschnitt, der Hildegards musikalischen Kompositionen gewidmet ist, wird hier im Faksimile präsentiert

Hildegard von Bingen - Rupertsberger Riesencodex

Hs. 2 Hochschul- und Landesbibliothek RheinMain (Wiesbaden, Deutschland)
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  1. Beschreibung
  2. Faksimile-Editionen (1)
Beschreibung
Hildegard von Bingen - Rupertsberger Riesencodex

Der Rupertsberger Riesencodex ist eine Enzyklopädie, die die gesammelten Werke der berühmten mittelalterlichen Universalgelehrten und Visionärin Hildegard von Bingen enthält. Seinen Namen erhielt er aufgrund seiner Größe und seines Gewichts – Die 481 Folios des 30 x 45 cm großen und mit einer Eisenkette gesicherten Codex wiegen ganze 15 Kilogramm. Lediglich Hildegard von Bingens medizinische Schriften und einige ihrer Briefe fehlen in der Handschrift, deren Herstellung wahrscheinlich am Ende ihres Lebens oder kurz nach ihrem Tod im Jahr 1179 begonnen wurde. Das Manuskript wurde ursprünglich von Volmar, Hildegards erstem Sekretär, entworfen, wurde aber stark bearbeitet und dann von Guibert von Gembloux, ihrem letzten Sekretär, ausgeführt. Die Änderungen entsprechen offenbar den Wünschen Hildegards in ihren letzten Tagen. Am Text lässt sich die Arbeit mehrerer Schreiber ablesen, die mit roter und schwarzer Tinte sauber in zwei Spalten schrieben. Dieses Faksimile enthält den Abschnitt der Originalhandschrift, der Hildegards musikalischen Kompositionen gewidmet ist.

Hildegard von Bingen - Rupertsberger Riesencodex

Der gewaltige Band, der 2011 unter der Signatur Hs. 2 der Hessischen Landesbibliothek in die Bibliothek der Hochschule RheinMain eingegliedert wurde, ist das kostbarste und wertvollste Buch dieser Sammlung: Enthält er doch die gesammelten Werke der mittelalterlichen deutschen Äbtissin, Universalgelehrten und Visionärin Hildegard von Bingen, mit Ausnahme ihrer medizinischen und wissenschaftlichen Abhandlungen. Es wird vermutet, dass diese in einem zweiten Band aufgezeichnet wurden, der nicht erhalten ist oder nie vollständig war. Der Codex stammt aus dem späten 12. Jahrhundert, wurde um oder kurz nach dem Ende von Hildegards Leben begonnen und im Skriptorium des Klosters Rupertsberg bei Bingen erstellt.
Viele halten die Handschrift für eine Reliquie und Ikone des Geistes der heiligen Hildegard. Wegen ihres Aufbewahrungsortes wird sie manchmal auch als Wiesbadener Codex, wegen ihrer Größe als Riesencodex oder wegen der Eisenkette, die an ihr befestigt ist, auch als Kettencodex bezeichnet. Der 46 x 30 cm große Codex besteht aus 481 Pergamentblättern und wiegt 15 kg. Das hier vorgestellte Faksimile enthält den musikalischen Teil auf den Blättern 466-481.

Bewegte Geschichte eines Buchschatzes

Der Codex wurde von einem der letzten Sekretäre Hildegards, entweder Volmar von Disibodenberg oder Guibert von Gembloux, in Auftrag gegeben, die auch als Schreiber fungiert haben sollen. Bis zum 15. oder 16. Jahrhundert wurde er im Kloster Rupertsberg aufbewahrt, dann fand er sich im Kloster Johannisberg im Rheingau wieder und wurde mit einer Eisenkette versehen, um ihn gegen Diebstahl zu sichern, bevor er nach Rupertsberg zurückgebracht wurde. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde er vor der Zerstörung durch marodierende schwedische Truppen bewahrt, als er zusammen mit einer Sammlung von Reliquien, die Hildegard geschenkt bekommen oder gesammelt hatte, nach Eibingen, einem Tochterkloster des Rupertsbergs, gebracht wurde.
Im Zuge der Säkularisation ging die Handschrift 1814 in den Besitz des Herzogtums Nassau über und gelangte in die Nassauische Landesbibliothek, die später zur Hessischen Landesbibliothek wurde. Der Einband musste repariert werden, nachdem die Handschrift 1928 beim Transport beschädigt worden war. Sie überstand den Zweiten Weltkrieg trotz Einlagerung in Dresden unbeschadet und wurde im Gegensatz zu vielen anderen Handschriften der Sowjetischen Besatzungszone 1948 nach Wiesbaden zurückgebracht.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Riesencodex
Hildegard von Bingen: Lieder
Symphonia armonie celestium revelationum
Ordo virtutum
Wiesbaden Codex
Kodex mit der Kette
Rupertsberger Riesencodex
Umfang / Format
30 Seiten / 46,0 × 30,0 cm
Herkunft
Deutschland
Datum
Ca. 1180–1190
Stil
Sprache
Inhalt
Symphonia und Ordo virtutum
Künstler / Schule

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Hildegard von Bingen - Rupertsberger Riesencodex – Hs. 2 – Hessische Landes und Hochschulbibliothek (Darmstadt, Deutschland) Faksimile
Reichert Verlag – Wiesbaden, 1998
Faksimile-Editionen

#1 Hildegard von Bingen: Lieder

Reichert Verlag – Wiesbaden, 1998
Hildegard von Bingen - Rupertsberger Riesencodex – Hs. 2 – Hessische Landes und Hochschulbibliothek (Darmstadt, Deutschland) Faksimile
Hildegard von Bingen - Rupertsberger Riesencodex – Hs. 2 – Hessische Landes und Hochschulbibliothek (Darmstadt, Deutschland) Faksimile Copyright Bildmaterial: Ziereis Faksimiles

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Reichert Verlag – Wiesbaden, 1998
Kommentar: 1 Band von Michael Klaper
Sprachen: Deutsch, Englisch
Faksimile: 1 Band Möglichst detailgetreue Reproduktion der Folios 466-481 (Symphonia und Ordo virtutum) des Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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