Obres o trobes en laors de la Verge Maria

Obres o trobes en laors de la Verge Maria – Vicent Garcia Editores – Biblioteca Històrica de la Universitat de València (Valencia, Spanien)

Valencia (Spanien) — 1474

Das Resultat eines Poesiewettbewerbs und ein Meilenstein der iberischen Literaturgeschichte: 45 Gedichte zum Lob der Jungfrau Maria als erstes spanisches literarisches Werk, das auf der Iberischen Halbinsel gedruckt wurde

  1. 1474 wurde in Valencia vom Priester und Dichter Bernat Fenollar (1438–1516) ein Dichtungswettbewerb organisiert

  2. 45 Gedichte zum Lob der Jungfrau Maria wurden am 25. März 1474 von Lambert Palmart (geb. 1440) in Valencia verÜffentlicht

  3. Vierzig sind auf Valencianisch geschrieben, vier auf Spanisch, eines auf Italienisch, und ein lateinischer Prolog fĂźhrt in den Band ein

Obres o trobes en laors de la Verge Maria

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Beschreibung
Obres o trobes en laors de la Verge Maria

Das erste gedruckte Exemplar spanischer Literatur entstand 1474 in Valencia. Die Obres o trobes en laors de la Verge Maria sind das Resultat eines von Lluís Despuig (ca. 1410–1482) ausgerufenen Gedichtwettbewerbs. Die fünfundvierzig im Codex enthaltenen Gedichte preisen die Jungfrau Maria. Dieser Band ist eine der ältesten spanischen Inkunabeln – also Bücher, die vor 1501 gedruckt wurden – und ein großartiges Artefakt der valenzianischen Kultur in einer Zeit, als die Stadt eines der wichtigsten Handelszentren der mediterranen Welt und der wertvollste Besitz der Krone von Aragon war.

Obres o trobes en laors de la Verge Maria

Dieses Buch ist von einzigartiger Bedeutung fßr die spanische Literaturgeschichte, es ist nämlich das erste Werk der spanischen Literatur, das auf der Iberischen Halbinsel gedruckt wurde. Obres o trobes en laors de la Verge Maria entstand am 25. März 1474 in der valencianischen Druckerei von Lambert Palmart (geb. 1440). Palmart wurde in KÜln geboren und ging, wie viele deutsche Drucker dieser Zeit, ins Ausland, wo seine Fähigkeiten sehr gefragt waren. Bei dem Werk handelt es sich um eine der ältesten spanischen Inkunabeln, gedruckte Bßcher, die bereits aus der Zeit vor 1501 stammen. Zum Zeitpunkt seiner VerÜffentlichung gehÜrte Valencia zusammen mit Marseille, Neapel und Genua zu den wichtigsten Handelsstädten im Mittelmeerraum. Als solche war die Krone Aragoniens wichtigstes Handelszentrum und zog einige der ersten spanischen Verleger an. Abgesehen davon, dass das Werk ein literarischer Meilenstein ist, hat es eine faszinierende Entstehungsgeschichte, die uns einen Einblick in die Dynamik und den Geist der Renaissance dieser spanischen Hafenstadt gibt.

Der Preis eines Poesiewettbewerbs

Durch seinen Dienst für die Krone von Aragonien als Soldat, Berater und Diplomat stieg der kleine valencianische Adlige Lluís Despuig (ca. 1410-1482) zum Meister des Ordens von Montesa und schließlich zum Generalleutnant des Königreichs Valencia auf das er im Wesentlichen für den König regierte. Er soll auch einem Dichterwettbewerb vorgestanden haben, insbesondere für Gedichte, die die Jungfrau Maria preisen. Der Wettbewerb von 1474 wurde von dem Priester und Dichter Bernat Fenollar (1438-1516), einem der prominentesten Mitglieder der literarischen Kreise der Stadt, organisiert. Abgesehen von ihrem vorgegebenen Thema mussten die Gedichte auch aus fünf Strophen mit einer Widmung und einem Refrain bestehen, aber die Teilnehmer waren in Bezug auf Sprache und Stil frei. Interessanterweise werden die Teilnehmer als Troubadoure bezeichnet, weil sie in der Volkssprache schrieben und Dichter – nach der zeitgenössischen Definition – in Latein zu schreiben hatten. Der Codex besteht aus fünfundvierzig Gedichten, die aus diesem Wettbewerb ausgewählt wurden: vierzig auf Valencianisch, vier auf Spanisch, eines auf Italienisch und ein lateinischer Prolog - alle in einer eleganten und leicht lesbaren humanistischen Schrift gedruckt. Heute ist der literarische Meilenstein stolzer Besitz der Universität von Valencia.

Kodikologie

Umfang / Format
130 Seiten / 22,0 × 14,7 cm
Herkunft
Spanien
Datum
1474
Sprache
Inhalt
45 Gedichte zum Lob der Jungfrau Maria
Auftraggeber
Lluis Despuig
KĂźnstler / Schule

VerfĂźgbare Faksimile-Editionen:
Obres o trobes en laors de la Verge Maria – Vicent Garcia Editores – Biblioteca Històrica de la Universitat de València (Valencia, Spanien)
Vicent Garcia Editores – Valencia, 1979
Limitierung: 3000 Exemplare
Faksimile-Editionen

#1 Obres o trobes en laors de la Verge Maria

Vicent Garcia Editores – Valencia, 1979

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Vicent Garcia Editores – Valencia, 1979
Limitierung: 3000 Exemplare
Einband: Die Faksimile-Ausgabe wird in einer leinenbespannten Kassette mit goldgraviertem LederrĂźcken geliefert.
Kommentar: 1 Band
Sprache: Spanisch
Faksimile: 1 Band Detailnahe Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht mĂśglicherweise nicht dem ursprĂźnglichen oder aktuellen Dokumenteneinband. Die Faksimile-Ausgabe wurde auf Spezialpapier mit Original-Wasserzeichen gedruckt.
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