Gewidmet der Jungfrau Maria, gemalt von Jean Bourdichon: Ein herausregendes Beispiel des französischen goldenen Zeitalters der Buchmalerei

Officium Beatae Virginis

Frankreich — 15. – 16. Jahrhundert

Officium Beatae Virginis

Officium Beatae Virginis

Frankreich — 15. – 16. Jahrhundert

  1. Dieses großartige Stundenbuch schuf Jean Bourdichon (1457/59–1521), der bei Jean Fouquet (1420–1481) in die Lehre ging

  2. Er arbeitete im Auftrag von Ludwig IX. (1423–83), Karl VIII. (1470–98), Ludwig XII. (1462–1515) und Franz I. (1494–1547)

  3. Die Handschrift gehörte Papst Pius VII. (1742–1823) und ist eines der schönsten Exemplare eines Stundenbuchs, die der Jungfrau Maria gewidmet sind

Officium Beatae Virginis

Alternativ-Titel:
  • Officium Beatae Virginis - Cod. Cavense 47
  • Codex Cavense 47
Officium Beatae Virginis – Cod. Cavense 47 – Biblioteca Statale del Monumento Nazionale della Badia (Cava de' Tirreni, Italien)
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Kurzbeschreibung

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Officium Beatae Virginis

Das Stundenbuch, ein Gebetbuch, das aus Gebeten besteht, die zu festgelegten Stunden während des Tages und der Nacht zu rezitieren sind, war die beliebteste Buchgattung des Spätmittelalters. Von keiner anderen Buchform sind heute mehr Codices erhalten als von dieser. Dieses französische Stundenbuch, das **Officium Beatae Virginis*, entstand um die Wende des 16. Jahrhunderts, als die französische Buchmalerei ein goldenes Zeitalter erlebte. Es stammt von einem der größten Künstler dieser Epoche, Jean Bourdichon (1457/59-1521), der sein Handwerk als Lehrling bei Jean Fouquet (1420-81), dem herausragenden französischen Maler des 15. Jahrhundert erlernt hatte. Beide stammten aus Tours, und beide waren beliebte Künstler am französischen Königshof, die auf Geheiß von hohen Hofbeamten und Mitgliedern der königlichen Familie Aufträge ausführten. Bourdichon konnte eine lange und produktive Karriere entfalten, erschuf Kunstwerke für die Könige Ludwig IX. (1423-83), Karl VIII. (1470-98), Ludwig XII. (1462-1515) und Franz I. (1494-1547). Diese prachtvolle Handschrift zeigt meisterhafte Miniaturen in breiten, reich verzierten Rahmen, die in einer unglaublichen Farbpalette wiedergegeben sind, und stellt eines der schönsten Exemplare eines der Jungfrau Maria gewidmeten Stundenbuchs dar.

Stundenbuch der Jungfrau Maria

Auch bekannt als das Kleine Offizium der Muttergottes, ist es ein Zyklus von Psalmen, Hymnen, Schriften und anderen Lesungen, in denen die Jungfrau Maria verehrt wird. Es entstand um die Mitte des 8. Jahrhunderts und dient als Ergänzung zum Officium Divinum, auch bekannt als das Stundengebet, das aus den offiziellen Gebetszeiten besteht, "die die Stunden eines jeden Tages markieren, um den Tag durch Gebet zu heiligen". Am Ende des ersten Jahrtausends bereits verbreitet, entstanden in den folgenden Jahren unterschiedliche Varianten. Diese Gebete wurden oft üppig verziert und in einem Stundenbuch wie dem hier vorliegenden präsentiert. Sie wurden gewöhnlich für den persönlichen Gebrauch wohlhabender Laien erstellt. Das Stundengebet der Jungfrau Maria scheint vor dem Officium Divinum oft im Hintergrund zu stehen, bildet aber hier den Mittelpunkt der vorliegenden Handschrift.

Reise zur Abtei von Cava

La Trinità della Cava ist eine Benediktinerabtei in einer Schlucht in der Provinz Salerno, Italien, die vom Heiligen Alferius (930-1050) im Jahr 1011 gegründet wurde. Die Wurzeln der Abtei reichen jedoch noch weiter zurück, sowohl historisch als auch im buchstäblichen Sinn, denn seit den 980er Jahren lebten Einsiedler in den Höhlen der Gegend. Die Gebäude der Abtei wurden Ende des 18. Jahrhunderts modernisiert und existieren noch heute in ihrem erhabenen Barockstil. Unser Officium Beatae Virginis zählt zu den wertvollsten Besitztümern der Trinità della Cava und hat seit dem 19. Jahrhundert in der Abtei seinen Platz gefunden **. Der Verbleib der Handschrift während der ersten Jahrhunderte nach ihrer Entstehung bleibt zwar unbekannt, aber zwischen 1840 und 1844 wurde der Codex von einem gewissen Abt Marincola für die **private Bibliothek von Papst Pius VII. (1742-1823) erworben. Der begehrte Codex ging danach in den Besitz der Abtei über, wo er heute als besonderes Kleinod ihrer Sammlungen aufbewahrt wird.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Officium Beatae Virginis - Cod. Cavense 47
Codex Cavense 47
Herkunft
Frankreich
Datum
15. – 16. Jahrhundert
Sprache
Künstler / Schule
Vorbesitzer

1 verfügbare Faksimile-Ausgabe(n) von „Officium Beatae Virginis“

Officium Beatae Virginis - Cod. Cavense 47
Officium Beatae Virginis – Cod. Cavense 47 – Biblioteca Statale del Monumento Nazionale della Badia (Cava de' Tirreni, Italien)
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Officium Beatae Virginis - Cod. Cavense 47

Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten)
Verlag
Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato – Rom, 2003
Limitierung
500 Exemplare
Kommentar
1 Band von Silvia Maddalo
Sprachen: Italienisch
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Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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