Sammlung der Alchemie

Sammlung der Alchemie – Ediciones Grial – MS Ashburnham 1166 – Biblioteca Medicea Laurenziana (Florenz, Italien)

Padua (Italien) — Ca. 1470

Allumfassendes Wissen zur Veredelung von Metallen und der menschlichen Seele: Eine bezaubernde alchemistische Sammelhandschrift auf der Suche dem "Stein der Weisen"

  1. Alchemisten interessierten sich nicht nur für die Verwandlung von Substanzen, sondern auch für die Veredelung der Seele

  2. Es wurde angenommen, dass dieselbe Substanz, die ein unedles Metall in Gold verwandeln könnte, auch Unsterblichkeit gewähren könnte

  3. Dies ist eine seltene alchemistische Handschrift, da Praktiken dieser esoterischen Kunst von Natur aus geheim waren

Sammlung der Alchemie

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  1. Beschreibung
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Beschreibung
Sammlung der Alchemie

Das Schlüsselwort der Alchemie ist "Transmutation": Die Alchemisten des Mittelalters und der Renaissance beschäftigten sich mit der Umwandlung von Substanzen, etwa von unedlen Metallen in Gold oder der Vervollkommnung des menschlichen Körpers und Geistes. Eine legendäre Substanz, die beides konnte, wurde als "Stein der Weisen" bezeichnet und galt als Symbol für Vollkommenheit und universelle Wahrheit. Die Suche der Alchemisten nach Weisheit und sogar Unsterblichkeit und ihre Bestrebungen zur Transmutation legten zudem einen Grundstein für die modernen Wissenschaften, insbesondere für die Chemie. Diese umfassende gotische Alchemie-Handschrift ist ein wunderschönes Zeugnis dieser Geschichte und wurde von Francesco da Barberino mit geheimnisvollen Aquarellen geschmückt.

Sammlung der Alchemie

Unter der mittelalterlichen Wissenschaft der Alchemie verstand man allgemein die Lehre von den Eigenschaften der Stoffe und ihren Reaktionen, doch kreisen die gängigen Vorstellungen meist um den Mythos der Umwandelbarkeit von unedlen in edle Metalle, wie zum Beispiel von Bleib in Silber oder Gold. Obgleich heute vieles davon überholt und widerlegt ist, legten die Alchemisten den Grundstein für die Entwicklung der modernen Chemie und anderer Naturwissenschaften. Sie befassten sie sich mit dem Makrokosmos des Himmels und Universums und dessen Spiegelbild im Mikrokosmos des Menschen, indem sie beide in Einklang miteinander zu bringen versuchten. Sie suchten nach einem Elixier der Unsterblichkeit, ein Allheilmittel gegen Krankheiten jedweder Art und andere Substanzen um den menschlichen Körper und Geist zu vervollkommnen. Ihr Glaube an ein umfassendes Wissen, eine universelle Wahrheit, drückt sich vielleicht am besten in der Suche nach dem Stein der Weisen aus, einer legendären Substanz, die die Umwandlung von unedlen Metallen in Edelmetall wie Gold oder Silber vermochte oder mit deren Hilfe ein Lebenselixier für die Erlangung der Unsterblichkeit gebraut werden konnte. Der Stein der Weisen wurde geradezu zum Symbol der Vollkommenheit, Erleuchtung und himmlischen Glückseligkeit. Das vorliegende Manuskript, das unter der Signatur MS Ashburnham 1166 in der Bibliothek Laurenziana in Florenz beherbergt ist, wird Johannes von Teschen oder Ticinensis zugeschrieben und auf das Jahr ca. 1470 datiert. Bekanntheit erlangte es vor allem durch die Darstellung eines sterbenden Mannes, der durch einen Pfeilschuss zu Tode kam und nun einem Baum als Boden dient, der aus seinem Genitalbereich erwächst. Die Handschrift ist nach ihrem letzten Besitzer, dem Sammler Betram Ashburnham, benannt, dessen gesamte Handschriftensammlung sich heute in der Bibliothek Laurenziana in Florenz befindet. Das Buch ist mit wunderschönen, rätselhaften Aquarellzeichnungen ausgeschmückt, die Francesco da Barberino (1264–1348) zugeschrieben werden.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Miscellany of Alchemy
Miscelánea De Alquimia
Umfang / Format
60 Seiten / 21,2 × 16,0 cm
Herkunft
Italien
Datum
Ca. 1470
Sprache
Schrift
Gotisch
Buchschmuck
Auquarellzeichnungen
Künstler / Schule

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Sammlung der Alchemie – Ediciones Grial – MS Ashburnham 1166 – Biblioteca Medicea Laurenziana (Florenz, Italien)
Ediciones Grial – Valencia, 2004
Limitierung: 821 Exemplare
Detailbild

Sammlung der Alchemie

Abū Mūsā Jābir ibn Ḥayyān

Jābir ibn Ḥayyān war ein Universalgelehrter aus dem 8. Jahrhundert, dessen überlieferte arabische Texte sich mit Alchemie, Chemie, Magie und schiitischer Religionsphilosophie befassen. Es wird jedoch angenommen, dass er auch über zahlreiche andere Themen schrieb. Allerdings streiten sich die Historiker immer noch darüber, ob Jābir jemals eine historische Person war oder ein von einem oder mehreren Autoren verwendetes Pseudonym, da er in keiner historischen Quelle vor 900 erwähnt wird. Nichtsdestotrotz wurde er Jahrhunderte später als Pionier der Verwendung pflanzlicher und tierischer Substanzen in der Alchemie gepriesen.

Miscelánea De Alquimia
Einzelseite

Sammlung der Alchemie

Baum, der aus einem sterbenden Mann wächst

Kunsthistoriker sind sich allgemein einig über die malerische Präzision und Harmonie der Miniaturen dieser Handschrift, die mit Sicherheit von der Hand eines großen Malers des Quattrocento stammen dürften, wahrscheinlich aus der Bellini-Schule, vielleicht sogar von Giovanni Bellini selbst. Die unglaubliche Zartheit und Kreativität der Aquarelle und die Liebe zum Detail weisen auf einen wahren Meister hin.

Die berühmteste Miniatur des Manuskripts stellt einen Mann dar, der durch einen Pfeil tödlich verwundet wurde und dem ein Baum aus seinem Unterleib wächst. Sie erinnert stark an die archetypische Darstellung Evas, die aus der Seite des schlafenden Adam entspringt, und ist auch eine Erinnerung daran, dass alle Menschen aus Erde gemacht sind und eines Tages zu ihr zurückkehren werden. Auch die menschlichen Körper werden dann verwandelt, um neues Leben zu nähren.

Miscelánea De Alquimia
Faksimile-Editionen

#1 Miscelánea De Alquimia

Ediciones Grial – Valencia, 2004

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Ediciones Grial – Valencia, 2004
Limitierung: 821 Exemplare
Kommentar: 1 Band von Demetrio Santos und Ida Giovanna Rao
Sprache: Spanisch
Faksimile: 1 Band Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
€€ (1.000€ - 3.000€)
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