Ein Zeugnis vom Beginn der modernen Musik: Mit der Uraufführung von Wagners berühmter Oper im Jahr 1865 begann eine neue musikalische Epoche

Tristan und Isolde WWV 90

1859

Tristan und Isolde WWV 90

Tristan und Isolde WWV 90

— 1859

  1. Wilhelm Richard Wagner (1813-83) war ein revolutionärer Komponist und eine maßgebliche Figur der Romantik

  2. Diese Originalhandschrift ist ein Zeugnis von Wagners kreativem Prozess, mit der die Entwicklung der beliebten Oper nachgezeichnet werden kann

  3. Die Oper wurde am 10. Juni 1865 in Bayreuth mit großzügiger Förderung von König Ludwig II. von Bayern (1845-86) uraufgeführt

Tristan und Isolde WWV 90

Alternativ-Titel:
  • Tristan and Isolde WWV 90
Tristan und Isolde WWV 90 – National Archive of the Richard-Wagner-Stiftung (Bayreuth, Deutschland)
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  1. Kurzbeschreibung
  2. Kodikologie

Kurzbeschreibung

Tristan und Isolde WWV 90

Wilhelm Richard Wagner (1813-83) zählt zweifelsohne zu den einflussreichsten Komponisten der Neuzeit. Er gilt als bedeutendster Erneuerer der Oper, der nicht nur die Musik, sondern auch die dazugehörigen Libretti und Regieanweisungen selbst schrieb und so sein Konzept eines Gesamtkunstwerks entwickelte. Dies bedeutete, dass die verschiedenen involvierten Kunstformen von Dichtung, Musik und dramatischer Handlung nicht einfach kombiniert wurden, sondern zu einer untrennbaren Einheit verschmolzen, wodurch schillernde und atemberaubende Bühnenwerke entstanden. Inhaltliche Inspiration fand Wagner in der nordischen Mythologie und im Sagenkreis um König Artus und Tristan. Wagners opulente Werkschöpfungen bestechen einerseits durch eine hohe Komplexität und Ausgereiftheit, andererseits entfalten sie ihre Wirkung auch durch eine unverhohlene und bedingungslose Emotionalität, die das Publikum in den Sog der künstlerischen Illusion zu reißen imstande ist. Wagner ist eine herausragende Figur in der Musikgeschichte der Romantik, seine Neuerungen waren wegbereitend für die Entwicklung zur Moderne. In diesem Zusammenhang gilt besonders die Oper Tristan und Isolde als Beginn der modernen Musik. Er selbst klagte über die Unzulänglichkeiten und Schwierigkeiten, mit denen er sich bei der Aufführung dieses opulenten Werks konfrontiert sah und befürchtete gar, es würde verboten werden. In einem Brief an Mathilde Wesendonck klagt er: „Kind! Dieser Tristan wird was furchtbares! Dieser letzte Akt!!!“ Doch fand er in König Ludwig II. von Bayern (1845-86) schließlich einen enthusiastischen Förderer, der ihm die aufwendige Unterstützung allzu bereitwillig gewährte, die seine Produktion erforderte. So konnte am 10. Juni 1865 die Uraufführung in München stattfinden. Bis heute erweckt das Werk seit über 150 Jahren eine ungebrochene Faszination. Die Originalpartitur in Wagners ebenmäßiger, beinahe kalligraphischer Handschrift, auf die er selbst zeitlebens stolz war, wird heute unter der Signatur WWV 90 im Nationalarchiv der Richard- Wagner-Stiftung Bayreuth aufbewahrt. Die Partitur zeigt deutlicher als andere seiner Partituren die Spuren des kreativen Arbeitsprozesses. Gerade diese Aspekte des Autographs machen seine Einzigartigkeit aus. Der Betrachter glaubt Zeuge einer hochkonzentrierten, druckvollen und rastlosen Niederschrift zu werden. Neben der Gesamtpartitur enthält die Ausgabe den autographen Konzertschluss des Vorspiels sowie drei Blätter, die Wagner während der Niederschrift aussonderte und für Skizzen weiterverwendete.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Tristan and Isolde WWV 90
Datum
1859
Genre
Sprache
Künstler / Schule

1 verfügbare Faksimile-Ausgabe(n) von „Tristan und Isolde WWV 90“

Tristan and Isolde WWV 90
Tristan und Isolde WWV 90 – National Archive of the Richard-Wagner-Stiftung (Bayreuth, Deutschland)
Bildvon

Tristan and Isolde WWV 90

Verlag
Bärenreiter-Verlag – Kassel, 2012
Kommentar
1 Band von Ulrich Konrad
Sprache: Deutsch
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