Franz Schubert: Schäfers Klagelied, D 121

Franz Schubert: Schäfers Klagelied, D 121 Faksimile

Wien (Österreich) — 1814

Da droben auf jenem Berge, da steh ich tausendmal: Franz Schuberts erste Auftritt als Liedkomponist im Jahr 1819 mit Goethes Volksgedicht

  1. Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) schrieb 1804 ein Gedicht über einen Hirten mit Liebeskummer

  2. 1814 vertonte Franz Schubert (1797-1828) das Gedicht ergreifend

  3. Das melancholische Lied war ein sofortiger Erfolg, der die Karriere des jungen Komponisten beförderte

Franz Schubert: Schäfers Klagelied, D 121

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Beschreibung
Franz Schubert: Schäfers Klagelied, D 121

Die musikalische Komposition Schäfers Klagelied wurde von Franz Schubert erstmals 1814 veröffentlicht, als er erst 17 Jahre alt war. Er vertonte darin das 1804 von Johann Wolfgang von Goethe verfasste Gedicht Da droben auf jenem Berg, das die Klage eines Hirten über seine verlorene Liebe zum Inhalt hat. Es muss ein sofortiger Erfolg gewesen sein und verhalf dem jungen Komponisten, seine Karriere voranzutreiben. Schäfers Klagelied schafft eine pastorale, melancholische Szene, die dem Publikum des frühen 19. Jahrhunderts vertraut war.

Franz Schubert: Schäfers Klagelied, D 121

Im Laufe seines kurzen Lebens vertonte Franz Schubert (1797-1828) 62 Texte von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), einige sogar mehrfach, und heute sind fast 80 Kompositionen erhalten. Allerdings scheint es Schubert nie gelungen zu sein, Goethes Beifall zu erlangen, vielleicht weil sein neuer Musikstil für die Ohren des alten Autors zu fremd war. Auch wenn Goethe die Bewunderung des jungen Komponisten nicht erwiderte, stimmte das Publikum mit Goethes Urteil über Schubert nicht überein: Schäfers Klagelied, Schuberts Bearbeitung von Da droben auf jenem Berg, erfreute sich sofortiger Beliebtheit. Otto Deutsch bezeichnete es sogar als Schuberts erstes öffentlich aufgeführtes Lied. *Schäfers Klagelied ist ein kleines Meisterwerk im Gewand eines Arbeitsliedes oder einer einfachen pastoralen Komposition und wurde als ein "unbezahlbares kleines Objekt der Virtuosität" bezeichnet.

Schubert und Goethe

Das Verhältnis zwischen Johann Wolfgang von Goethe und Franz Schubert war ein einseitiges: Der junge Komponist liebte und vertonte die Gedichte des fast 50 Jahre älteren Genies und schickte ihm 1816 seine Vertonungen von Wien nach Weimar. Goethe war allerdings gar nicht angetan: Seine Gedichte könnten doch gut alleine stehen und vor allem wäre keine den Text übermalende Vertonung von nöten, durch die „der allgemeine lyrische Charakter ganz aufgehoben und eine falsche Teilnahme am Einzelnen gefordert und erregt wird.“ Nun muss man sich dem deutschen Dichterfürst musikalisch nicht anschließen, sondern kann mit dem hier vorliegenden Autograph von „Schäfers Klagelied“ aus der Österreichischen Nationalbibliothek Franz Schubert so nahe kommen, wie es nach seinem Tod eben noch möglich ist.

Kodikologie

Umfang / Format
4 Seiten / 30,0 × 22,0 cm
Herkunft
Österreich
Datum
1814
Genre
Künstler / Schule

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Franz Schubert: Schäfers Klagelied, D 121 – Mus. Hs. 3267 – Österreichische Nationalbibliothek (Wien, Österreich) Faksimile
Akademische Druck- u. Verlagsanstalt (ADEVA) – Graz, 1978
Faksimile-Editionen

#1 Franz Schubert: Schäfers Klagelied, D 121

Details zur Faksimile-Edition:

Kommentar: 1 Band (16 Seiten) von Franz Grasberger
Sprache: Deutsch
Faksimile: 1 Band Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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