Der Tod auf dem Feld, mit einem Sarg unter den Armen: Eine Anleitung zum Sterben und dem Leben nach dem Tod in einer spanischen Inkunabel

Vier freundliche Dinge danach

Vier freundliche Dinge danach

Vier freundliche Dinge danach

  1. Die einzige erhaltene Kopie dieses Textes sollte Anweisungen dazu geben, wie man gut stirbt und wie man sich dem Leben nach dem Tod stellen kann

  2. Gonzalo García de Santa María (1447–1521) übersetzte die Arbeit des anonymen Autors ins Spanische

  3. Es wurde am 7. Mai 1494 in Zaragoza in der Druckerei des deutschen Pablo Hurus (aktiv 1484–99) veröffentlicht

Vier freundliche Dinge danach

Vier freundliche Dinge danach – I/522 – Biblioteca Nacional de España (Madrid, Spanien)
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  1. Kurzbeschreibung
  2. Kodikologie
Kurzbeschreibung

Eine mittelalterliche Anleitung im Stil der Ars moriendi in einer kastilischen Übersetzung ist das Cordial de las Cuatro Cosas Postrimeras. Das Werk war eine Zusammenarbeit zwischen spanischen Humanisten wie Gonzalo García de Santa María (1447-1521) mit deutschen Druckern wie Pablo Hurus (tätig 1484-99) und wurde am 7. Mai 1494 in Saragossa veröffentlicht. Der Text ist mit meisterhaften, aus Deutschland importierten Holzschnitten geschmückt, die allegorisch die Begriffe Tod, Jüngster Tag, Hölle und Himmel abbilden. Hierbei handelt es sich um das einzige heute noch erhaltene Exemplar dieser Ausgabe. Die Beliebtheit des Textes, der in ganz Europa auch unter dem Titel Cordiale quattuor novissimorum verbreitet wurde, zeigt sich zusätzlich an seinen Übersetzungen ins Niederländische, Französische und Englische.

Vier freundliche Dinge danach

Der Originaltext dieses gedruckten Codex wurde im Laufe des 15. und 16. Jahrhunderts wiederholt ediert, oft unter dem Titel Cordiale quattuor novissimorum. Wenn auch der ursprüngliche Autor anonym blieb, wurde diese spanische Übersetzung von dem Humanisten, Latinisten, Historiker und Autor Gonzalo García de Santa María (1447-1521) besorgt. Im Wesentlichen handelt es sich um einen Text, der dazu anzuleiten möchte, wie man gut sterben und dem Jenseits ins Auge blicken kann. Die Beliebtheit des Textes in ganz Europa wird durch seine Übersetzungen ins Niederländische, Französische und Englische belegt. Dass es sich um das einzige bekannte erhaltene Exemplar auf der Welt handelt, erhöht den Reiz dieses begehrten Werkes zusätzlich.

Ein mittelalterliches Handbuch zum Sterben

Obwohl unvollständig aufgrund des Fehlens von zwei Folios, steht die Qualität des Werks dennoch für sich allein. Es erschien am 7. Mai 1494 in der Druckerei des deutschen Druckers und Herausgebers Pablo Hurus (tätig 1484-99), der seit 1480 in Saragossa tätig war und von einem großartigen Team aragonischer Humanisten unterstützt wurde. Das Werk ist in vier Teile gegliedert, denen jeweils ein ganzseitiger Stich vorangestellt ist: Der Tod wird mit einem Sarg unter einem Arm und einem Pfeil in der anderen Hand dargestellt, wobei er in einem Feld steht, das mit Schädeln und Diademen, Mitren, Kronen und anderen Machtsymbolen bedeckt ist; der Jüngste Tag zeigt die Toten, wie sie beim Klang der Posaunen aus ihren Gräbern steigen; die Hölle nimmt die Gestalt eines Dämons an, wo gefallene Engel die Verdammten quälen; der Himmel zeigt einen thronenden Christus, der von Heiligen umgeben ist. Die Qualität und der Stil der Holzschnitte deuten darauf hin, dass sie aus Deutschland stammen, was deshalb zu vermuten ist, weil der spanische Druck noch in den Kinderschuhen steckte und noch nicht genügend geschickte Stecher hervorgebracht hatte, um solch kreative, ausdrucksstarke und detaillierte Bilder zu erschaffen.

1 verfügbare Faksimile-Ausgabe(n) von „Vier freundliche Dinge danach“

Cordial de las Cuatro Cosas Postrimeras Faksimile

Vier freundliche Dinge danach – I/522 – Biblioteca Nacional de España (Madrid, Spanien)
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Cordial de las Cuatro Cosas Postrimeras Faksimile

Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten)
Verlag
Vicent Garcia Editores – Valencia, 2006
Limitierung
3160 Exemplare
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