Von einem Kämpfer für die Ökumene: Eine unglaublich beliebte Sammlung religiöser Musik, wie sie noch heute gesungen wird

William Byrd: Messen für 3, 4 und 5 Stimmen

William Byrd: Messen für 3, 4 und 5 Stimmen

William Byrd: Messen für 3, 4 und 5 Stimmen

  1. Diese polyphonen Lieder von William Byrd (ca. 1539/40–1623) sind auch heute noch bei Protestanten und Katholiken beliebt

  2. Ihre heutige Popularität zeigt, wie sehr Byrd recht hatte, als er sich beim Verfassen der Act of Uniformity widersetzte, die das gottesdienstliche Leben streng regulieren wollte

  3. Seine Kombination der katholischen und der protestantischen Liturgie brachte Byrd Geld- und Haftstrafen ein

William Byrd: Messen für 3, 4 und 5 Stimmen

William Byrd: Messen für 3, 4 und 5 Stimmen – Mus. 489-493 – Christ Church Library (Oxford, Großbritannien)
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  1. Kurzbeschreibung
  2. Kodikologie

Kurzbeschreibung

William Byrd ist als bedeutendster Komponist zu Zeiten Shakespears bekannt und seine drei Messen gehören wohl zu den großartigsten Beispielen der lateinischen Vokalpolyphonie aus dem England des späten 16. Jahrhunderts. Mit der Vertonung dieser Komposition ging der Engländer ein Wagnis ein, zu dem sich seit 30 Jahren kein Anderer getraut hatte. Seit dem Uniformitätsakt von 1559 war die Ausübung der alten katholischen Liturgie streng verboten und bei Verstoß drohten hohe Geld- und Gefängnisstrafen, in Ausnahmefällen sogar der Tod. Heute erfreuen sich die Messen mit ihren klaren Linien und ausdrucksstarken Wortvertonungen sowohl in der katholischen und protestantischen Liturgie als auch in Konzertprogrammen großer Beliebtheit.

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William Byrd: Messen für 3, 4 und 5 Stimmen

Mit seinen Messen für 3, 4 und 5 Stimmen ging William Byrd (wohl 1543–1623) Ende des 16. Jahrhunderts ein ganz besonderes Wagnis ein, denn seit 1559 verbot der Uniformitätsakt die Ausübung der alten katholischen Liturgie in England. Als der englische Komponist und Organist circa 1590 die Stücke in fünf Büchern veröffentlichte, traute er sich damit etwas, was seit 30 Jahren kein englischer Komponist gewagt hatteund es drohten ihm Geld- und Gefängnisstrafen. Bei den Werken handelt es sich um je eine Messe im drei-, vier- und fünfstimmigen Satz, was den gängigen Satzarten für die Vokalpolyphonie des 16. Jahrhunderts entsprach. Heute genießen die drei Messen große Popularität sowohl in der katholischen und protestantischen Liturgie als auch in Konzertprogrammen.

Spannende Geschichte hinter kreativen Kompositionen

Nach seinem 20-jährigem Dienst in der königlichen Kapelle als Hofkomponist von Königin Elisabeth I. entschloss sich Byrd nach Essex zu ziehen, um sich in die schützenden Hände der katholischen Familie Petre of Writtle zu begeben. In deren Schloss, Ingatestone Hall, fanden hinter verschlossenen Türen katholische Messen statt. Für eben diese schrieb Byrd seine drei Stücke, zu deren Veröffentlichung er sich erst traute, als sich das Klima unter James I. toleranter gestaltete. Bei ihnen handelt es sich wohl um die großartigsten Beispiele lateinischer Vokalpolyphonie aus dem England des späten 16. Jahrhunderts, die sich durch klare Linien und ausdrucksstarke Wortvertonungen auszeichnen.

1 verfügbare Faksimile-Ausgabe(n) von „William Byrd: Messen für 3, 4 und 5 Stimmen“

William Byrd: Masses for 3, 4 and 5 voices
William Byrd: Messen für 3, 4 und 5 Stimmen – Mus. 489-493 – Christ Church Library (Oxford, Großbritannien)
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William Byrd: Masses for 3, 4 and 5 voices

Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten)
Verlag
DIAMM – London, 2010
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