Chorbuch von Eton

Chorbuch von Eton

24 Komponisten aufgeführt: Die größte Sammlung der lateinischen Chortradition des vorreformatorischen Englands

  1. Diese Handschrift stellt die größte Sammlung der lateinischen Chortradition im vorreformatorischen England dar

  2. Die wertvolle Musikhandschrift entstand wahrscheinlich zwischen 1490 und 1501 am Eton College

  3. Es sind 24 Komponisten aufgeführt, darunter Robert Wylkynson, John Browne, Gilbert Banastre und William Cornysne

Chorbuch von Eton

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Beschreibung
Chorbuch von Eton

In England entstand zwischen1490 und 1501 am Eton College eine der größten Ansammlungen von lateinischen Chorwerken, die die Reformation in England überlebt haben. Das Chorbuch von Eton enthält auf 260 erhaltenen Seiten 64 Kompositionen, zu denen neun Magnifikate, eine Passion und 54 Motetten gehören, die vor allem am Abend nach dem Gebet zu Ehren der Jungfrau Maria gesungen wurden. Stücke von 24 Komponisten versammelt das kulturelle Artefakt, wobei der Engländer John Browne (1453-ca. 1500) am häufigsten vertreten ist. Über die ganze Handschrift verteilt lassen sich reizende Initialen finden, die das ansonsten schlichte Chorbuch aufwerten.

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Das Chorbuch von Eton

Das Chorbuch von Eton ist ein bedeutendes Stück der englischen Chortradition vor der Kirchenreform Henrichs VIII. Von den ursprünglichen 428 Seiten sind heute noch 260 erhalten, die geistliche englische Vokalmusik versammeln. Zu den 64 erhaltenen Kompositionen gehören neun Magnifikate, die im Stundengebet gesungen werden, eine Passion, bei der es sich um eine Vertonung des biblischen Passionstextes handelt sowie 54 Motetten unter denen man seit dem 13. Jahrhundert mehrstimmige Vokalmusik versteht. Vor allem am Abend sang man Motetten nach dem Gebet zu Ehren der Jungfrau Maria. Das wertvolle Musikmanuskript entstand wohl zwischen 1490 und 1501 im College von Eton, das eine wohltätige Gründung von Heinrich VI. war. Dekorative Initialen erstrecken sich über die gesamte Handschrift und verleihen ihr einen prachtvollen Charakter.

Musikmanuskript von besonderer Bedeutung

Gleich aus zweierlei Hinsicht ist das Stundenbuch von Eton von besonderer Bedeutung. Zum Einen ist es als ein kulturelles Artefakt anzusehen und zum Anderen ist es eine Quelle der Chorpolyphonie Englands, die im späten 15. Jahrhundert und frühen 16. Jahrhundert komponiert wurde. Neben dem Lambeth/Arundel Chorbuch und dem Caius Chorbuch enthält es zudem die größte Ansammlung von lateinischen Chorwerken, die die Reformation England überlebt hat. Der Großteil der Kompositionen lässt sich sogar nur in dieser Handschrift finden.

Eine lange Liste Beteiligter

Mit stolzen 24 Namen ist die Liste der Komponisten, die in dem Chorbuch von Eton vertreten sind, außerordentlich lang. Viele von ihnen standen in enger Verbindung mit dem Eton College. So auch Robert Wylkynson (ca. 1450–1515), der ab 1500 Chorleiter des Colleges war. Mit den meisten Stücken ist der Engländer John Browne (1453-ca. 1500) vertreten, dessen Musik sich durch seine ungewöhnlich langen Melodien auszeichnete. Weiterhin sind Kompositionen von Gilbert Banastre, William Cornysne, Richard Davy, Robert Fayrfax, Richard Hygons, Walter Lambe und vielen anderen in dem erstklassigen Musikmanuskript enthalten.

Kodikologie

Alternativ-Titel
The Eton Choirbook
Genre

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Chorbuch von Eton – Ms 178 – Eton College Library (Eton, Großbritannien)
DIAMM – London, 2010
Faksimile-Editionen

#1 The Eton Choirbook

DIAMM – London, 2010
Chorbuch von Eton – Ms 178 – Eton College Library (Eton, Großbritannien)
Chorbuch von Eton – Ms 178 – Eton College Library (Eton, Großbritannien) Copyright Bildmaterial: Ziereis Faksimiles

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: DIAMM – London, 2010
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Farbigkeit). Das Format ist reduziert. Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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