Zeichnungen von Michelangelo - Ashmolean Museum (Sammlung)

Zeichnungen von Michelangelo - Ashmolean Museum (Sammlung) – Istituto dell'Enciclopedia Italiana - Treccani – Ashmolean Museum (Oxford, Vereinigtes Königreich)

Italien — Vor 1564

Aus einer der weltweit bedeutendsten Michelangelo-Sammlungen: 40 Blätter mit 67 Zeichnungsansichten – von der Sixtinischen Kapelle über den Petersdom bis zur Pietà Rondanini

  1. Ideenskizzen, Figurenstudien und Entwürfe machen den schöpferischen Weg zu seinen Meisterwerken unmittelbar sichtbar

  2. Studien für das Jüngste Gericht, die Peterskuppel, die Biblioteca Laurenziana und die Pietà Rondanini

  3. 67 reproduzierte Vorder- und Rückseiten aus der weltweit drittgrößten Sammlung autographischer Michelangelo-Zeichnungen

Zeichnungen von Michelangelo - Ashmolean Museum (Sammlung)

  1. Beschreibung
  2. Faksimile-Editionen (1)
Beschreibung
Zeichnungen von Michelangelo - Ashmolean Museum (Sammlung)

Die Zeichnungen Michelangelos im Ashmolean Museum eröffnen einen unmittelbaren Blick in die Werkstatt eines der größten Künstler der Renaissance. Das Oxforder Museum bewahrt mit 57 ganz oder teilweise eigenhändigen Blättern die weltweit drittgrößte Sammlung autographischer Zeichnungen Michelangelos. Die Faksimileausgabe vereint 40 Blätter mit 67 reproduzierten Vorder- und Rückseiten und dokumentiert sein Schaffen als Maler, Bildhauer und Architekt. Zu sehen sind Studien für die Decke der Sixtinischen Kapelle und das Jüngste Gericht, Entwürfe zur Kuppel von St. Peter und zur Biblioteca Laurenziana sowie eine Pietà-Studie als Vorstufe zur Pietà Rondanini. Rasche Ideenskizzen stehen neben sorgfältig ausgearbeiteten Figurenstudien und machen Michelangelos Ringen um Körper, Bewegung und Ausdruck sichtbar. Die originalgetreue Wiedergabe auf unterschiedlich großen Einzelblättern vermittelt den besonderen Charakter dieser lichtempfindlichen, nur selten ausgestellten Meisterwerke.

Die Zeichnungen Michelangelos im Ashmolean Museum gehören zu den unmittelbarsten Zeugnissen eines künstlerischen Schaffensprozesses, der die Renaissance grundlegend prägte. Anders als vollendete Gemälde, Skulpturen oder Bauwerke zeigen Zeichnungen den Augenblick des Suchens: die erste Idee, eine verworfene Lösung, die Prüfung einer Bewegung oder die schrittweise Verdichtung einer Komposition. Gerade bei Michelangelo besitzen solche Blätter eine außergewöhnliche Aussagekraft. Mit wenigen Linien erfasste er Volumen, Spannung und körperliche Energie; sorgfältiger ausgearbeitete Studien lassen erkennen, wie intensiv er Anatomie, Haltung und Ausdruck durchdachte.

Das Ashmolean Museum in Oxford bewahrt eine der bedeutendsten Michelangelo-Sammlungen weltweit. Ihr Kern geht auf den englischen Maler und Sammler Sir Thomas Lawrence zurück, dessen Bestand 1846 für die Universität Oxford erworben wurde. Mit 57 ganz oder teilweise eigenhändigen Blättern verfügt das Museum nach der Casa Buonarroti in Florenz und dem British Museum in London über die drittgrößte Sammlung autographischer Zeichnungen Michelangelos.

Die von Treccani herausgegebene Faksimileedition präsentiert 40 Blätter mit 67 reproduzierten Vorder- und Rückseiten. Sie führt durch unterschiedliche Phasen und Aufgabenfelder von Michelangelos Laufbahn und zeigt ihn als Maler, Bildhauer und Architekten. Rasche Ideenskizzen stehen neben sorgfältig modellierten Figurenstudien; kräftige Konturen wechseln mit feinen Schraffuren, Korrekturen und Überlagerungen. Diese Spuren des Arbeitens zeigen einen Künstler, der beobachtet, prüft, verwirft und neu ansetzt.

Zu den bedeutendsten Blättern gehören Studien für die Decke der Sixtinischen Kapelle. In ihnen wird sichtbar, wie aus einzelnen Körperstudien jene kraftvollen Propheten, Sibyllen, Jünglinge und biblischen Gestalten hervorgingen, die das monumentale Bildprogramm bestimmen. Weitere Zeichnungen beziehen sich auf das Jüngste Gericht an der Altarwand. Hier richtet sich das Interesse auf Drehung, Fall, Aufstieg und die Verbindung zahlreicher Körper zu einer dramatischen Gesamtkomposition.

Auch Michelangelos Architektur ist vertreten. Skizzen zur Kuppel von St. Peter führen in eines der bedeutendsten Bauprojekte Europas, während Entwürfe zur Biblioteca Laurenziana in Florenz zeigen, wie er Proportionen, Raumwirkung und konstruktive Lösungen auf dem Papier entwickelte. Seine Architektur besitzt eine beinahe körperliche Kraft, die seine Herkunft aus der Bildhauerei erkennen lässt.

Besonders berührend ist eine Pietà-Studie, die als Vorstufe zur späten Pietà Rondanini gilt. Das Thema der trauernden Maria mit dem toten Christus beschäftigte Michelangelo über Jahrzehnte. In der Zeichnung verdichten sich Körper, Schmerz und innige Verbundenheit zu einer konzentrierten Form, die den Weg von der klassischen Geschlossenheit seiner frühen Werke zur geistigen Reduktion des Alters erahnen lässt.

Da Arbeiten auf Papier äußerst lichtempfindlich sind, können die Originale nicht dauerhaft ausgestellt werden. Die Faksimileausgabe ermöglicht deshalb eine Nähe, die im Museum nur selten erreichbar ist. Treccani reproduzierte die Blätter vierfarbig und unter zusätzlicher Verwendung von Deckweiß auf Freelife Vellum White. 13 Blätter sind nur recto, 27 recto und verso bedruckt und einzeln in Mappen aus Merida-Cream-Karton eingelegt.

Der Kommentarband von Angelamaria Aceto erschließt die Zeichnungen kunsthistorisch und technisch, erläutert Michelangelos Werkzeuge und Verfahren und rekonstruiert die Geschichte der Oxforder Sammlung. Faksimiles, Kommentar und notarielles Zertifikat liegen in einer lederbezogenen Kassette mit Bünden und Goldprägung. Ein Blatt mit Pferdestudien und einer Kampfszene ist zusätzlich gerahmt.

Die auf 999 handnummerierte Exemplare sowie sechs römisch nummerierte Exemplare begrenzte Edition verbindet wissenschaftliche Erschließung mit anspruchsvoller Reproduktion. Sie macht nicht nur berühmte Projekte Michelangelos greifbar, sondern vor allem den schöpferischen Weg zu ihnen. In den Studien für Sixtinische Kapelle, Petersdom, Biblioteca Laurenziana und Pietà Rondanini begegnet man dem arbeitenden Künstler selbst – konzentriert, experimentierend und stets auf der Suche nach der überzeugendsten Form.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Drawings by Michelangelo in the Ashmolean (Collection)
Michelangelo Buonarroti. I disegni dell'Ashmolean Museum di Oxford
Herkunft
Italien
Datum
Vor 1564
Inhalt
67 Zeichnungen, teils beidseitig auf die Blätter aufgebracht; darunter Studien für die Fresken in der Sixtinische Kapelle, dem Petersdom und der Biblioteca Laurenziana sowie für die Pietà Rondanini.
Künstler / Schule

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Zeichnungen von Michelangelo - Ashmolean Museum (Sammlung) – Istituto dell'Enciclopedia Italiana - Treccani – Ashmolean Museum (Oxford, Vereinigtes Königreich)
Istituto dell'Enciclopedia Italiana - Treccani – Rom, 2023
Limitierung: 999 Exemplare
Faksimile-Editionen

#1 Michelangelo Buonarroti. I disegni dell'Ashmolean Museum di Oxford

Details zur Faksimile-Edition:

Limitierung: 999 Exemplare
Einband: Die Faksimiles und der Kommentarband kommen in einer dekorativen, mit rotem Leder bezogenen Box mit Goldprägung
Kommentar: 1 Band (100 S.) von Angelamaria Aceto
Sprache: Italienisch
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
Ausgabe bei uns verfügbar!
Preiskategorie: €€
(1.000€ - 3.000€)
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