Die Reisen des Ritters John Mandeville aus der British Library

Add MS 24189 - British Library (London, Großbritannien)

Alternativ-Titel:

I Viaggi di Sir John Mandeville , Los Viajes de Sir John Mandeville, Travels of Sir John of Mandeville

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Kodiologie

Alternativ-Titel

I Viaggi di Sir John Mandeville
Los Viajes de Sir John Mandeville
Travels of Sir John of Mandeville

Art
Umfang / Format

32 Seiten / 22.5 x 18.0 cm

Herkunft
Datum
ca. 1410 - 1420
Stil
Genre
Sprache
Buchschmuck

28 ganzseitige Miniaturen

Kurzbeschreibung

Eine königliche Handschrift des frühen 15. Jahrhunderts mit einem der spannendsten Texte des Mittelalters: der Reiseschilderung des geheimnisvollen Jean de Mandeville ins Heilige Land und in die entferntesten und exotischsten Gefilde der damals noch unbekannten Welt. Entstanden für Johann Ohnefurcht, gelangte dieser Schatz schon kurz nach seiner Vollendung in den Besitz des berühmten Sammlers Jean de Berry und verblieb fortan in königlich-französischen Besitz. Der herrliche Miniaturenschmuck der Handschrift stammt selbstverständlich von den größten Meistern ihrer Zeit!

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Die Reisen des Ritters Jean de Mandeville

Über die Pilgerwege nach Jerusalem und zu den Heiligen Stätten gelangte der geheimnisvolle Jean de Mandeville, Autor einer der berühmtesten Reiseschilderungen des Mittelalters, zunächst bis nach Ägypten. Von dort soll ihn seine Expedition weitergeführt haben in den Mittleren Osten, nach Indien, China und Afrika, in die Inselwelt des Indischen Ozeans und schließlich in immer exotischere Gefilde der Welt. Über 30 Jahre lang, von 1322 bis 1356, will er unterwegs gewesen sein und dabei Gegenden, Kulturen und Wunder gesehen haben, die noch kein westlicher Besucher vor ihm zu sehen bekam. Und so werden die Beschreibungen der Länder, je weiter sie sich von der bekannten Welt entfernen, immer phantastischer.

Die Faszination des Fremden

So phantastisch diese Reise des Jean de Mandeville klingt, so erfolgreich war auch sein Bericht darüber. Wer sich wirklich hinter dem geheimnisvollen Pseudonym Jean de Mandeville, der sich selbst als englischer Ritter präsentiert, verbirgt, ist bis heute ein umstrittenes Geheimnis. Als Verfasser einer zwischen 1357 und 1371 in französischer Sprache verfassten und zusammengestellten Reiseschilderung wurde er jedenfalls weltberühmt. Dabei bediente er sich nicht nur eigener, wohl realistischer Erfahrungen, sondern auch bei zahlreichen Quellen aus der Geschichtsschreibung und Literatur, etwa der Legenda Aurea des Jacobus de Voragine, des Rhabanus Maurus und der Artussage.

Eine einmalige Handschrift

In der Handschrift Français 2810 der Bibliothèque Nationale de France befindet sich im berühmten Buch der Wunder eben diese romanhafte Reiseschilderung des geheimnisvollen Ich-Erzählers Jean de Mandeville. Dabei ist auf 168 Seiten der Text in zwei Spalten mit wunderschönen Miniaturen ganz im Stil des frühen 15. Jahrhunderts illustriert. Ein herausragendes Zeugnis dieser großen Zeit der französischen Buchmalerei, an dessen Gestaltung bedeutende Miniaturisten beteiligt waren: der Mazarine- (49 Miniaturen), der Cité-des-Dames- und der Egerton-Meister (19 Miniaturen). Sie schufen phantastische Szenerien aus neuen Bilderfindungen, umgeben von feinem gotischem Rankenornament und mit prächtigem Gold auf allen Seiten.

Von Beginn an in adligem und königlichem Besitz

Dieses Schmuckstück erinnert in seiner Pracht an eine wahrlich königliche Handschrift. Sie entstand zwischen Januar 1410 und Ende 1412 in Paris für Johann Ohnefurcht. Dieser schenkte die Handschrift 1413 an seinen Onkel Jean de Berry, dessen Wappen sich in der Handschrift findet. Über einige weitere berühmte Besitzer gelangte die prachtvolle Ausgabe der Reisen des Jean de Mandeville bis zu König Franz I., wodurch sie ihren Platz fortan in der königlichen Bibliothek in Fontainebleau fand.

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