Banderia Prutenorum

Banderia Prutenorum – Orbis Pictus – Biblioteka Jagiellońska (Krakau, Polen)

Krakau (Polen) — 1448

Von Deutschland und Polen, von Preußen und dem Deutschen Orden: Die Geschichte von Tannenberg 1410 oder der größten Schlacht des Mittelalters

  1. Eine wichtige historische Quelle zur Schlacht bei Tannenberg von 1410, der größten Schlacht des Mittelalters

  2. Mit Abbildungen von 51 Bannern des Deutschen Ordens, die im Kampf von den polnischen Streitmächten erbeutet wurden

  3. Ein Dokument über die Geschichte des Königreichs Preußen und die Zeit vor dem heutigen Deutschland und Polen

Banderia Prutenorum

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  1. Beschreibung
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Beschreibung
Banderia Prutenorum

Die „Banderia Prutenorum“ ist ein illuminiertes Manuskript, das im Jahr 1448 von den polnischen Intellektuellen Jan Długosz und Stanisław Durink angefertigt wurde. Es ist die wohl wichtigste historische Quelle zur Schlacht bei Grunwald im Jahre 1410 und dokumentiert eines der wichtigsten Ereignisse in der Geschichte Europas.

Banderia Prutenorum

Im Jahre 1448 schuf der polnische Gelehrte Jan Długosz eine illuminierte Handschrift, die für die Nationalgeschichte Polens eine bedeutende Rolle spielt. Seine „Banderia Prutenorum“ ist eine der wichtigsten zeitnahen Quellen zur Schlacht bei Grunwald im Jahre 1410 und stellt die dort erbeuteten Deutschordensbanner der Schlacht bei Tannenberg dar. Das kriegerische Gefecht, in dem das Heer des Deutschen Ordens dem Heer des Königreiches Polen-Litauen deutlich unterlag, wird heute als die größte Schlacht des Mittelalters bewertet. In der Banderia Prutenorum sind 51 Banner des Deutschen Ordens abgebildet, die im Kampf von der polnischen Streitmacht erbeutet wurden. Das Manuskript wurde angefertigt, um die Bürger der Nation Polen für immer an diesen historischen Sieg zu erinnern.

Die Schlacht von Grunwald

Am 15. Juli des Jahres 1410 wurde im Ordensland Preußen unweit der Orte Tannenberg und Grünfelde die Schlacht bei Grunwald ausgefochten. Es handelte sich bei dieser Schlacht um den Höhepunkt der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen dem Deutschen Orden und dem Königreich Polen-Litauen, zwischen welchen seit Jahrhunderten um die höchste Machtposition in Europa gestritten wurde. Die schwere Niederlage der Streitmacht des Deutschen Ordens kennzeichnet den Beginn des Niedergangs der Ordensherrschaft in Preußen sowie den Aufstieg Polen-Litauens zur europäischen Großmacht. Die Auseinandersetzung gilt als eine der größten Schlachten zwischen mittelalterlichen Ritterheeren und gehört seit dem 19. Jahrhundert zum Nationalmythos Polens und Litauens. Bedeutsam ist die Banderia Prutenorum auch für die Geschichte Deutschlands. 180 Jahre vor der Schlacht eroberten Deutschordensritter das Gebiet der Pruzzen, eines baltischen Volksstammes, auf den der geografische Name Preußen zurückgeht. In der Banderia Prutenorum werden jene Ritter selbst als Preußen bezeichnet. Das Manuskript dokumentiert die Geschichte des Reiches Preußen und die Zeit vor dem uns heute bekannten Deutschland.

Ein historisches Dokument

Das einzigartige Manuskript „Banderia Prutenorum“ entstand in einer hervorragenden Zusammenarbeit der polnischen Intellektuellen Jan Długosz und Stanisław Durink. Der Diplomat, Geograph und Historiker Długosz verfasste den Text des Werkes, während der Buchkünstler Durink sich um die Illustration der historischen Handschrift kümmerte. Das Manuskript entstand in drei Arbeitsschritten. Im ersten Schritt wurden originalgetreue Abbildungen der erbeuteten Flaggen angefertigt und mit Kommentaren versehen, die ihre Größen und ursprünglichen Besitzer angaben. Im zweiten Schritt verfasste der Autor Długosz kurze Beschreibungen zu den Abbildungen, die der erstaunlich genauen Forschungsarbeit des Historikers zu verdanken sind. Im dritten Schritt wurde die Handschrift abschließend bearbeitet, erweitert und korrigiert, und erhielt zum Schluss ihren Titel. Die wissenschaftliche und historische Arbeit, die diesem Werk zugrunde liegt, macht es zur Pflichtlektüre für jeden historisch interessierten Leser.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Blazons of the Prussians
Umfang / Format
188 Seiten / 30,3 × 19,5 cm
Herkunft
Polen
Datum
1448
Stil
Sprache
Buchschmuck
51 Banner
Künstler / Schule
Vorbesitzer
Universitätsbibliothek Krakau
Stadbibliothek Krakau
Hans Frank
Stadt Malbork

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Banderia Prutenorum – Orbis Pictus – Biblioteka Jagiellońska (Krakau, Polen)
Orbis Pictus – Pelplin, 2009
Limitierung: 299 Exemplare
Detailbild

Banderia Prutenorum

Flagge des Bistums Pomesania

Im Mittelalter übten Bischöfe auch die weltliche Herrschaft über viele Menschen in ihrer Diözese aus. Infolgedessen waren diese Kirchenfürsten auch für militärische Angelegenheiten zuständig und stellten Armeen auf. Das preußische Bistum Pomesania war seit den 1280er Jahren dem Deutschen Orden unterstellt und schickte Truppen zu dessen Unterstützung in die Schlacht von Gunwald, wenn auch vergeblich. Dieses Banner erinnert an die von den Legionen des spätrömischen Reiches getragene Fahne mit einem Adler, der von zwei Bischofsstäben flankiert wird.

Banderia Prutenorum
Einzelseite

Banderia Prutenorum

Fahne des Hochmeisters des Deutschen Ordens

Die Schlacht bei Grunwald war eine der größten und wichtigsten in der Geschichte des mittelalterlichen Europas und stellt den Wendepunkt der Macht und des Einflusses des Deutschen Ordens im Ostbaltikum dar. Sie wurde 1410 von einem Zusammenschluss des Königreichs Polen und des Großfürstentums Litauen geschlagen, wobei die meisten Deutschordensritter bereits auf dem Feld starben, darunter auch Hochmeister Ulrich von Jungingen.

51 Banner des Deutschen Ordens wurden an diesem Tag erbeutet. Von allen Trophäen, die das siegreiche polnisch-litauische Bündnis erbeutete, war das Banner des Hochmeisters das symbolisch wichtigste. Es ist fast identisch mit der Standarte des Deutschen Ordens, mit Ausnahme des blauen Streifens oben und der beiden Punkte am Fuß.

Banderia Prutenorum
Faksimile-Editionen

#1 Banderia Prutenorum

Orbis Pictus – Pelplin, 2009

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Orbis Pictus – Pelplin, 2009
Limitierung: 299 Exemplare
Einband: Handgefärbtes Leder mit Blindprägung im Schuber
Faksimile: 1 Band Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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