Chronicon Casauriense

Chronicon Casauriense – Amministrazione Provinciale dell'Aquila – Latin 5411 – Bibliothèque nationale de France (Paris, Frankreich)

Abteikirche San Clemente a Casauria (Italien) — Ende des 12. Jahrhunderts

Urkunden und Klostergeschichte: Johannes Berardus‘ illuminierte Chartularchronik der Abtei San Clemente a Casauria mit etwa 40 bemerkenswerten Federzeichnungen von Kaisern, Königen, Äbten und Mönchen

  1. Die Handschrift wurde Ende des 12. Jahrhunderts von Abt Leonas beauftragt und von Johannes Berardus inhaltlich zusammengestellt

  2. Die Chartularchronik vereint Urkunden der Abtei San Clemente a Casauria mit einer erzählerischen Chronik ihrer Geschichte

  3. Die Texte werden von etwa 40 feinen Federzeichnungen begleitet, die die darin erwähnten Kaiser, Könige, Bischöfe, Äbte und Mönche zeigen

Chronicon Casauriense

  1. Beschreibung
  2. Faksimile-Editionen (1)
Beschreibung
Chronicon Casauriense

Chartularchroniken gehören zu den spannendsten und seltensten Quellen des europäischen Mittelalters. Sie vereinen Abschriften von Urkunden über juristische Fragen und Besitztümer mit erzählenden, historiografischen Abschnitten. Eines der bedeutendsten, erhaltenen Exemplare dieser speziellen Handschriften-Gattung ist das Chronicon Casauriense. Diese illuminierte Chartularchronik der Abtei San Clemente a Casauria wurde Ende des 12. Jahrhunderts von Abt Leonas beauftragt und erzählt die Geschichte des in den Abruzzen gelegenen Klosters von seiner Gründung bis zum Jahr 1182, dem Todesjahr Leonas‘. Dabei wird die Bedeutsamkeit des Klosters als kaiserliche Stiftung besonders hervorgehoben. San Clemente a Casauria wurde 871 von keinem geringen als dem Karolinger und römischen Kaiser Ludwig II. (825–875) gestiftet. Den Chroniktext schrieb Magister Rusticus, der sich mit diesem Namen selbst im Kolophon verewigte, in schmalen Spalten auf den Innenrand der Seiten, die er mit filigranen, roten Rahmungen hervorhob, während die Urkundentexte den üblichen Schriftraum der Seiten einnehmen. Bemerkenswerterweise wurde die Handschrift darüber hinaus mit etwa 40 Federzeichnungen ausgestattet, die vor allem die früheren Äbte der Abtei, aber auch Mönche, Bischöfe, Könige und Kaiser darstellen.

Kodikologie

Alternativ-Titel
La storia dell'abbazia di San Clemente a Casauria
Iohannis Berardi Liber instrumentorum
Chronicorum Monasterii Casauriensis
Johannes Berardi: Chartularium monasterii Casauriensis
Chronik von S. Clemente
Chronicle of San Clemente
Liber instrumentorum seu chronicorum monasterii Casauriensis
Chartularium Monasterii Casauriensis
Umfang / Format
544 Seiten / 40,5 × 26,0 cm
Herkunft
Italien
Datum
Ende des 12. Jahrhunderts
Stil
Sprache
Schrift
Frühgotische Minuskel
Buchschmuck
Etwa 40 feine Federzeichnungen und zahlreiche große Zierinitialen
Inhalt
Chartularchronik der Abtei San Clemente a Casauria für die Jahre 871 bis 1182
Auftraggeber
Abt Leonas von Casauria
Künstler / Schule
Vorbesitzer
Antonello Petrucci
Ferdinand I.
Karl VIII.
Faksimile-Editionen

#1 Chronicon Casauriense. Liber instrumentorum seu chronicorum Monasterii Casauriensis.

Details zur Faksimile-Edition:

Einband: Brauner Ledereinband
Kommentar: 1 Band (26 S.) von Alessandro Pratesi
Sprache: Italienisch
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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