Vita der Mathilde von Canossa

Vita der Mathilde von Canossa

Kloster von Saint Apollonius in Canossa (Italien) — 1115

Auf ihrer Burg wurde der berühmte Investiturstreit beigelegt: Das Leben der Mathilda von Canossa in leuchtenden Miniaturen

  1. Die Markgrafen der Toskana und Lombardei wurden im 11. Jahrhundert zu einer der mächtigsten Familien Italiens

  2. Es war Mathilda von Canossa (1046–1115), die letzte Markgräfin der Dynastie, die im Investiturstreit zwischen Heinrich IV. und Papst Gregor VII. vermittelte

  3. Das Leben und Wirken dieser tief gläubigen Dame ist in leuchtenden und goldgeschmückten Miniaturen aufgezeichnet

Vita der Mathilde von Canossa

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  1. Beschreibung
  2. Detailbild
  3. Einzelseite
  4. Faksimile-Editionen (1)
Beschreibung
Vita der Mathilde von Canossa

Die Vita der Mathilde von Canossa wurde zwischen 1111 und 1115 vom Benediktinermönch Donzio angefertigt. Das Werk beschäftigt sich mit dem mächtigen italienischen Fürstengeschlecht Canossa und stellt dabei die Markgräfin Mathilde von Canossa in den Mittelpunkt. Es wurde mit acht prächtigen, goldgeschmückten Miniaturen und zahlreichen verzierten Initialen ausgestattet.

Die Vita der Mathilde von Canossa

Mathilde von Canossa (1046–1115) war die letzte Vertreterin der großen Dynastie der Markgrafen von Tuszien. Diese hatten in weniger als hundert Jahren einen Herrschaftsbereich in Italien aufgebaut. Ihr Leben stand im Bann der großen Politik, die durch den Machtkampf zwischen dem Papst und dem Kaisertum gekennzeichnet war. Durch ihre Unterstützung des Papsttums, die in der Übergabe ihres gesamten Besitzes an den Kirchenstaat gipfelte, opferte sie den Machtanspruch ihres Hauses. Die Vita der Mathilde von Canossa lässt nicht nur diese illustre Persönlichkeit wieder lebendig werden, sondern liefert auch Ansätze für die Bewertung heute umstrittener historischer Ereignisse und Gestalten.

Aufteilung in zwei Werke

Die Vita der Mathilde von Canossa wurde zwischen 1111 und 1115 vom Benediktinermönch Donzio angefertigt, welcher die Markgräfin persönlich kannte und wertschätzte. Sein Werk ist in zwei Bücher unterteilt. Das erste Buch preist den Aufstieg des Hauses Canossa zum mächtigsten italienischen Fürstengeschlecht des elften Jahrhunderts. Das zweite Buch widmet sich ganz der Markgräfin Mathilde. Im Vordergrund stehen ihre tiefe Frömmigkeit, ihre Treue zum Papsttum und ihr Bestreben, zwischen Heinrich IV. und Papst Gregor VII. vermitteln zu wollen. Das Werk wurde erst nach Mathildes Tod vollendet, deshalb fügte Donzio eine Totenklage hinzu.

Romanischer Buchschmuck

Das Werk enthält acht prachtvolle Miniaturen im romanischen Stil. Die Illustrationen bestechen durch leuchtende Farben und großzügigen Goldauftrag. Der Meister verwendete hier pures Gold von 23 Karat. Neben den entzückenden Miniaturen wird der Text des Codex durch viele verzierte Initialen geschmückt. Die Vita der Mathilde von Canossa mit ihren hochwertigen Illustrationen ist ein eindrucksvolles Zeugnis der Entwicklung einer Dynastie im Spannungsfeld der Zeitgeschichte.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Vita Mathildis
Life of Matilda of Tuscany
Acta Comitissae Mathildis
Life of Mathilda of Canossa
Umfang / Format
180 Seiten / 21,0 × 16,0 cm
Datum
1115
Stil
Sprache
Buchschmuck
8 Miniaturen und viele Initialen
Künstler / Schule

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Vita der Mathilde von Canossa – Vat. lat. 4922 – Biblioteca Apostolica Vaticana (Vaticanstadt, Vaticanstadt)
Belser Verlag – Zürich, 1984
Limitierung: 2000 Exemplare
Detailbild

Vita der Mathilde von Canossa

Bonifatius von Canossa, Markgraf der Toskana

Als mächtigster Fürst Norditaliens im frühen 11. Jahrhundert und Vater der Mathilde von Canossa ist Bonifatius in dieser frühromanischen Miniatur wortwörtlich von Kopf bis Fuß in Blattgold gehüllt. Als bedeutender, politischer Akteur war er ein wichtiger Verbündeter des Kaiserreichs und seine Intrigen führten letztlich zu seiner Tötung. Die Beschriftung am linken Seitenrand besagt: „Te redimat Sothér Bonifaci marchio duxque“ – „Möge der Erlöser dich erlösen, Bonifatius, Herzog und Markgraf.“

Vita der Mathilde von Canossa
Einzelseite

Vita der Mathilde von Canossa

Präsentationsminiatur

Diese Miniatur zeigt die Markgräfin Mathilde von Canossa (1046–1115) auf ihrem Thronsitz in üppigen, mit Hermelin besetzten Roben, die wie ihre Schuhe mit Blattgold verziert sind. Sie sieht den Betrachter mit einem kühlen, gebieterischen Ausdruck direkt an, den man von einer mächtigen, unabhängigen Adligen auch erwarten kann. Die Inschrift lautet: Mathildis lucens, precor hoc cape cara volumen oder „Prächtige Mathilde, bitte nimm dieses Buch an, du Teure.“

Umrahmt von königlichem Purpur, wird Mathilde von einem Geistlichen mit Tonsur und einem Mann mit goldenem Helm flankiert. Der Geistliche zu ihrer Linken ist Donzio, der das Manuskript erstellt hat und nun Mathilde überreicht. Rechts steht ihr Waffenknecht mit dem Schwert in der Hand, gekleidet in eine rote Tunika, einen blauen Umhang und kniehohe Lederstiefel.

Vita der Mathilde von Canossa
Faksimile-Editionen

#1 Vita der Mathilde von Canossa

Belser Verlag – Zürich, 1984
Vita der Mathilde von Canossa – Vat. lat. 4922 – Biblioteca Apostolica Vaticana (Vaticanstadt, Vaticanstadt)
Vita der Mathilde von Canossa – Vat. lat. 4922 – Biblioteca Apostolica Vaticana (Vaticanstadt, Vaticanstadt) Copyright Bildmaterial: Ziereis Faksimiles

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Belser Verlag – Zürich, 1984
Limitierung: 2000 Exemplare
Einband: Rotes Leder
Kommentar: 1 Band (221 Seiten) von Carlo Golinelli und Axel Janeck
Sprache: Deutsch
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
Preiskategorie: € (unter 1.000€)
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