Liber Vitae der Abtei Corvey

Liber Vitae der Abtei Corvey – Reichert Verlag – Ms. I, n. 133 – Landesarchiv NRW, Abteilung Westfalen (Münster, Deutschland)

Kloster Bursfelde oder Kloster Helmarshausen (Deutschland) — 1160–1302

Goldgeschmückte Miniaturen und wunderbar illuminierte Textseiten zum Gedenken von Ordensbrüdern und generösen Stiftern: Ein herausragendes Zeugnis der Klostergeschichte und Memorialkultur im Deutschland des frühen und hohen Mittelalters

  1. Das Reichskloster Corvey wurde im 9. Jahrhundert zum Zweck der Christianisierung Sachsens unter Ludwig dem Frommen (778–840) gegründet

  2. Zur Zeit Abt Wibalds (gest. 1158) wurde eine faszinierende Handschrift angelegt, die das bedeutende Verbrüderungsbuch des Klosters enthält

  3. Es ist prächtig illuminiert und listet die Mitglieder und Wohltäter des Klosters sowie Mitglieder verbrüderter Klöster auf, für die regelmäßig gebetet wurde

Liber Vitae der Abtei Corvey

  1. Beschreibung
  2. Faksimile-Editionen (1)
Beschreibung
Liber Vitae der Abtei Corvey

Der Liber Vitae der Abtei Corvey gehört nicht nur zu den bedeutendsten mittelalterlichen Geschichtsquellen des deutschsprachigen Raums, sondern ist zugleich ein prachtvoll illuminierter Schatz romanischer Buchmalerei. Libri Vitae bzw. Verbrüderungsbücher enthalten Verzeichnisse sogenannter Gebetsbruderschaften und sind damit faszinierende Zeugnisse der Gedenkkultur sowie der Sozial- und Kirchengeschichte ihrer Entstehungszeit. Der wohl um 1160 angelegte Liber Vitae der Abtei Corvey listet zunächst auf fünf Seiten die Mitglieder des Klosters sowie Wohltäter der Abtei auf, für die regelmäßig gebetet wurde. Darauf folgt das Verzeichnis der Klöster und ihrer Mitglieder, die mit Corvey in Gebetsverbrüderung standen. Dabei sind die Listen im Stil von Kanontafeln wunderschön illuminiert. Sie werden zudem von einem goldgeschmückten, ganzseitigen Widmungsbild eingeleitet. Das Verbrüderungsbuch ist Teil einer faszinierenden Anthologie, die darüber hinaus eine Aufzählung der Äbte des Klosters und den unter ihnen eingetretenen Mönchen für die Zeit zwischen 822–1200, ein Totenregister, Notizen zu Einkünften und Urkundenabschriften sowie ein Pontifikale umfasst.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Liber Vitae of Corvey Abbey
Umfang / Format
384 Seiten / 30,0 × 23,0 cm
Herkunft
Deutschland
Datum
1160–1302
Sprache
Buchschmuck
2 ganzseitige Miniaturen, 81 illuminierte Textseiten, 1 große Zierinitiale, diverse rote Lombarden, Auszeichnungsschrift in rot
Inhalt
Liste der Äbte Corveys und der unter ihnen eingetretenen Brüder (822–1146); Totenregister; Notizen zu Einkünften; Urkundenabschriften (1225–1302); Namen von Klöstern und ihrer Mitglieder, die mit Corvey in Gebetsverbrüderung stehen; Wohltäter der Abtei; R
Vorbesitzer
Kloster Helmarshausen
Kloster Corvey

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Liber Vitae der Abtei Corvey – Reichert Verlag – Ms. I, n. 133 – Landesarchiv NRW, Abteilung Westfalen (Münster, Deutschland)
Reichert Verlag – Wiesbaden, 1983
Faksimile-Editionen

#1 Der Liber vitae der Abtei Corvey

Reichert Verlag – Wiesbaden, 1983

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Reichert Verlag – Wiesbaden, 1983
Kommentar: 1 Band von Karl Schmid und Joachim Wollasch
Sprache: Deutsch
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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