De Divina Proportione - Genfer Codex

De Divina Proportione - Genfer Codex

Mailand (Italien) — 1496–1498

Das Genie Leonardo da Vinci: Die wohl erste Darstellung von Skelettkörpern und die Anwendung des Goldenen Schnitts auf Kunst und Architektur

  1. Mathematisches Meisterwerk, beauftragt von Ludovico Sforza (1452–1508), dem Herzog von Mailand und berühmter Kunstmäzen

  2. Gedruckte Grafiken zum Goldenen Schnitt von Leonardo da Vinci und farbige Initialen zieren den erläuternden Text

  3. Leonardos Zeichnungen komponiert vom italienischen Mathematiker Luca Pacioli und vom berühmten Paganino de Paganini gedruckt

De Divina Proportione - Genfer Codex

  1. Beschreibung
  2. Faksimile-Editionen (2)
Beschreibung
De Divina Proportione - Genfer Codex

Diese wunderschöne Handschrift des berühmten Traktats über den Goldenen Schnitt ist ein kostbares Zeugnis der Zusammenarbeit zweier bedeutender Persönlichkeiten der italienischen Renaissance: Luca Pacioli und Leonardo da Vinci. Pacioli, ein berühmter Mathematiker, legte mit seiner Schrift De divina proportione den Grundstein für die Faszination des Prinzips des Goldenen Schnittes. Und Leonardo da Vinci, größtes Universalgenie der Geschichte, versah dieses mathematische Werk mit faszinierenden und technisch meisterhaften Illustrationen der vorgestellten polyedrischen Formen.

De Divina Proportione

Der Goldene Schnitt: dieser Begriff eines mathematischen Prinzips hat bis heute einen magischen Beiklang. Besonders für die Kunst hatte – und hat - dieses Prinzip große Bedeutung, ja wurde fast wie ein Kult verehrt. Die Gleichheit der Proportionen nach dem Goldenen Schnitt erzeugt Schönheit. Und diese seit der Antike bekannte, sowohl für Wissenschaft als auch Kunst einflussreiche Beobachtung wurde zur Zeit der Renaissance besonders durch ein Werk verbreitet: De divina proportione des Luca Pacioli.

Ein Mathematiker und ein Universalgenie

Luca Pacioli (um 1445–1514), ein italienischer Franziskanerpater, ist bis heute berühmt als wegweisender Mathematiker. Er verfasste unter anderem ein berühmtes mathematisches Lehrbuch und gilt außerdem als einer der Wegbereiter der doppelten Buchführung. Doch sein Hauptwerk ist wohl das geometrische Standardwerk De Divina Proportione, gegen Ende des 15. Jahrhunderts entstanden. Pacioli arbeitete eng zusammen mit Leonardo da Vinci (1452–1519), seit beide in den Jahren 1496–99 in den Diensten des Herzogs von Mailand standen. Und in diese Jahre fällt auch die Entstehung der Schrift über den Goldenen Schnitt.

Die göttliche Proportion

De divina proportione ist eine Schrift, die auf den Werken des Euklid und anderer berühmter Mathematiker wie Fibonacci und auch Piero della Francesca basiert. Die göttliche Proportion wird anhand von dreidimensionalen Figuren vorgestellt: das Göttliche in der Geometrie. Doch findet der Goldene Schnitt auch und vor allem im menschlichen Körper seinen Ausdruck, der als Inbegriff der göttlichen Proportion gilt. Dies inspirierte Leonardo sicherlich zu seinen berühmten Proportionsstudien des menschlichen Körpers.

Die einzigartige Genfer Handschrift

Heute ist dieses bedeutende Werk noch in drei Handschriften erhalten: in Mailand, Genf und Oxford. Die Handschrift der Divina proportione, die heute in der Universitätsbibliothek von Genf in der Schweiz aufbewahrt wird, entstand wohl in den Jahren 1497–1498 in Mailand. Sie enthält als Besonderheit 60 Illustrationen von Leonardo da Vinci. In meisterhaften Konstruktionen, wunderschön koloriert und schattiert, werden die verschiedenen Polyeder vorgestellt. Die geometrischen Figuren hängen jeweils an einer Kartusche mit einer Beschreibung der Darstellung. Außerdem zeigt eine wunderbare Miniatur die Szene der Übergabe der Handschrift an Ludovico il Moro, den Herzog von Mailand, zusammen mit dem Wappen desselben.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Über den Goldenen Schnitt
On the Divine Proportion
Umfang / Format
252 Seiten / 30,5 × 21,5 cm
Datum
1496–1498
Buchschmuck
23 Großbuchstaben gezogen mit einem Lineal und Zirkel von Pacioli und 60 Holzschnitt-Abbildungen nach Zeichnungen von Leonardo da Vinci
Auftraggeber
Ludovico Sforza, Herzog von Mailand (1452–1508)
Künstler / Schule

Verfügbare Faksimile-Editionen:
De Divina Proportione - Genfer Codex – ms. Langues Etrangères 210 – Bibliothèque de Genève (Genf, Schweiz)
Aboca Museum – Sansepolcro, 2009
Limitierung: 500 Exemplare

De Divina Proportione (Studienausgabe)
Aboca Museum – Sansepolcro, 2009
Limitierung: Nicht limitiert
Faksimile-Editionen

#1 De Divina Proportione (Vorzugsausgabe)

Aboca Museum – Sansepolcro, 2009

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Aboca Museum – Sansepolcro, 2009
Limitierung: 500 Exemplare
Einband: Handgenähtes, pflanzlich gegerbtem Kalbsleder auf Holzdeckeln, mit Messingplatten und vergoldeten Bronze-Elementen
Kommentar: 1 Band von Piergiorgio Odifreddi, Duilio Contin und Antonio Pieretti
Sprache: Italienisch
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
Preiskategorie: € (unter 1.000€)
Ausgabe bei uns verfügbar
Preis: Hier anmelden!

#2 De Divina Proportione (Studienausgabe)

Aboca Museum – Sansepolcro, 2009

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Aboca Museum – Sansepolcro, 2009
Limitierung: Nicht limitiert
Einband: Stoffeinband, gedruckt auf Papier.
Kommentar: 1 Band von Piergiorgio Odifreddi, Duilio Contin und Antonio Pieretti
Sprache: Italienisch
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
Preiskategorie: € (unter 1.000€)
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