Der Seeatlas des Francesco Ghisolfo

Der Seeatlas des Francesco Ghisolfo – Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato – Ricc. 3615-3616 – Biblioteca Riccardiana (Florenz, Italien)

Genua (Italien) — Ca. 1550

Vom Großherzog der Toskana beim Schüler des großen Battista Agnese beauftragt: Spektakuläre kartografische Aquarelle zum Stand den Stand der europäischen Kartografie Mitte des 16. Jahrhunderts

  1. Ein großer Atlas, den Francesco I. de' Medici (1541–1587), der Großherzog der Toskana, um das Jahr 1550 in Auftrag gegeben hat

  2. Es ist das Werk von Francesco Ghisolfo, einem Schüler des berühmten Kartographen Battista Agnese (ca. 1500–1564)

  3. Eine Armillarsphäre und eine Darstellung des Universums nach dem ptolemäischen Weltbild sind ebenfalls enthalten

Der Seeatlas des Francesco Ghisolfo

Ricc. 3615-3616 Biblioteca Riccardiana (Florenz, Italien)
  1. Beschreibung
  2. Faksimile-Editionen (1)
Beschreibung
Der Seeatlas des Francesco Ghisolfo

Das Zeitalter der Entdeckungen ermöglichte und beflügelte auch zahlreiche Fortschritte in der Navigation und Kartografie. Dieser spektakuläre Atlas aus der Mitte des 16. Jahrhunderts spiegelt den zeitgenössischen Stand des geografischen Wissens, das Können des Kartografen und den raffinierten Geschmack des wohlhabenden Auftraggebers wider - Francesco I. de' Medici.

Der Seeatlas des Francesco Ghisolfo

Diese fünf spektakulären, detailreichen kartographischen Aquarelle stammen aus einem Auftragswerk von Francesco I. de' Medici (1541-1587), Großherzog der Toskana von etwa 1550. Sie spiegeln den damaligen Stand des europäischen geographischen Wissens wider, indem sie die Routen in die Neue Welt, in den Osten und das Mittelmeer darstellen. Ebenfalls enthalten sind eine Armillarsphäre und eine Darstellung des Universums nach dem ptolemäischen Modell, demzufolge die Erdkugel von den Sphären der Planeten und den Tierkreiszeichen umgeben ist. All dies ist das Werk von Francesco Ghisolfo, einem Schüler des berühmten Kartographen Battista Agnese (ca. 1500-64), der im Dienste von Herrschern in ganz Europa und in diesem besonderen Fall der Medici stand. Er arbeitete in einer Zeit, in der das Zeitalter der Entdeckungen das Interesse des Volkes an wunderschönen Karten anregte. Dies traf insbesondere auf die mächtigen Männer jener Zeit zu, die den Besitz einer solchen Karte mit der Fähigkeit gleichsetzten, das darin dargestellte Gebiet zu erobern. Solche Karten waren eher dekorativ als praktisch, sie sollten Reichtum und Bildung demonstrieren, besaßen aber auch einen hohen Grad an Detailgenauigkeit. Die präzisen kartographischen Darstellungen dieses genuesischen Atlas sind in leuchtenden Farben wiedergegeben und zusätzlich mit Blattgold verziert.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Gli Atlanti Nautici di Francesco Ghisolfo
Francesco Ghisolfo Nautical Atlas
Carte di Mare Codici Riccardiani 3615 - 3616
Atlanti Nautici di Francesco Ghisolfo
Nautical Atlases of Francesco Ghisolfo
Herkunft
Italien
Datum
Ca. 1550
Buchschmuck
5 aquarellierte Tafeln mit Darstellungen der Armillarsphäre, von Planisphären, der Erdkugel, des Tierkreises sowie Seekarten
Auftraggeber
Francesco I. de' Medici, Großherzog der Toskana
Künstler / Schule

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Der Seeatlas des Francesco Ghisolfo – Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato – Ricc. 3615-3616 – Biblioteca Riccardiana (Florenz, Italien)
Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato – Rom, 2008
Limitierung: 750 Exemplare
Faksimile-Editionen

#1 Gli Atlanti Nautici di Francesco Ghisolfo

Details zur Faksimile-Edition:

Limitierung: 750 Exemplare
Einband: Das Faksimile von Ricc. 3615 ist in rotes Marokko-Leder mit architektonisch und ornamental anmutenden Goldprägungen gebunden, während das Faksimile von Ricc. 3616 in gelbes Marokko-Leder mit Goldprägung gebunden ist.
Kommentar: 1 Band von Giovanna Lazzi
Sprachen: Italienisch
Faksimile: 2 Bände Detailnahe Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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(1.000€ - 3.000€)
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