Discorsi di P. A. Mattioli illustiert von Gherardo Cibo

Discorsi di P. A. Mattioli illustiert von Gherardo Cibo

Venedig (Italien) — 1568

Beeindruckend und realistisch illuminiert von Gherardo Cibo: Wunderschöne Pflanzendarstellungen zur bahnbrechenden Arbeit des berühmten Botanikers Pietro Andrea Mattioli

  1. Der Text von Pietro Andrea Mattioli (1501–77) ist ein Meilenstein der frühen Naturwissenschaften und insbesondere der Botanik

  2. Dieses seltene Exemplar wurde vom großartigen Gherardo Cibo (1512–1600) mit farbigen Miniaturen ausgestattet

  3. Sogar der Autor war beeindruckt von den botanischen Darstellungen inmitten wunderschöner ländlicher Gegenden

Discorsi di P. A. Mattioli illustiert von Gherardo Cibo

  1. Beschreibung
  2. Detailbild
  3. Einzelseite
  4. Faksimile-Editionen (1)
Beschreibung
Discorsi di P. A. Mattioli illustiert von Gherardo Cibo

Die Discorsi des Pietro Andrea Mattioli sind ein Meilenstein in der damals erstmalig aufkommenden Kunst der Botanik. Mattiolis Text basiert auf der Tradition des antiken botanisch-pharmazeutischen Werks des Dioskurides und erweitert dieses um die Beschreibungen von 100 neuen Pflanzenarten. Diese besonders schöne Ausgabe des richtungsweisenden Werks wurde mit Miniaturen und anderem Dekor des großen Künstlers Gherardo Cibo ausgeschmückt, von dessen Leistung Mattioli selbst sehr beeindruckt war. Das Werk wurde im Jahr 1568 von dem venezianischen Verleger Vincenzo Valgrisi gedruckt und ist sowohl für die Kunst- als auch für die Wissenschaftsgeschichte von großer Bedeutung.

Discorsi di P. A. Mattioli mit Illustrationen von Gherardo Cibo

Ein Meisterwerk der medizinisch-botanischen Literatur, ausgeschmückt mit Kolorierungen und Handzeichnungen eines großen Meisters: die Discorsi von Pietro Andrea Mattioli (1501–1577) in der berühmten großen Druckausgabe des in Venedig ansässigen Verlegers Vincenzo Valgrisi aus dem Jahr 1568. Das Original zu dieser Faksimile-Ausgabe befindet sich heute in der Biblioteca Universitaria Alessandria in Rom und ist bekannt für seine prachtvolle Ausgestaltung durch Gherardo Cibo, der im Jahr 1580 sämtliche Kupferstiche dieser Kopie kolorierte und mit selbstgestalteten Hintergründen – oft stimmungsvolle Landschaften, die seiner Vorstellung entsprangen – versah.

Ein prachtvolles Exemplar eines wichtigen wissenschaftlichen Texts

Neben seiner großartigen bildreichen Präsentation, beeindruckt dieses Exemplar auch durch den Inhalt des Textes, der den Fortschritt des wissenschaftlichen Denkens in einer Zeit dokumentiert, in der sich die moderne Wissenschaft herauskristallisierte. Mattiolis Discorsi sind nicht nur eine Übersetzung und Kommentierung des Hauptwerkes des griechischen Arztes Dioskurides, die Perí hýlēs iatrikḗs (dt. „Über Heilmittel“), lateinisch De Materia Medica, sondern auch eine Erweiterung der Vorlage um 100 neue Pflanzenarten. Da diese nicht alle notwendigerweise eine medizinische Anwendung hatten, gilt Mattiolis Werk als eines der ersten, in dem die Botanik per se und außerhalb des Rahmens der Medizin untersucht wurde. Die große Anzahl von Kopien, die von dem Werk in der Folge gedruckt wurden, und die besondere Qualität der vorliegenden, individuell gestalteten Ausgabe, verdeutlichen die Bedeutsamkeit des Werks. Dieses Einzelexemplar vereint die Leistung eines großen Botanikers mit der eines großen Künstlers, vermutlich auf Geheiß des Herzogs von Urbino, eines hochrangingen Bibliophilen und Gartenliebhabers. Somit stellt es gleichzeitig ein bedeutendes Exemplar der Kunst wie auch der Wissenschaft der Renaissance dar.

Der Eindruck des Autors vom Künstler

In einem Brief vom 24. Juni 1565 äußerte sich Mattioli zu Cibos Kunst und seinen botanischen Illustrationen: „Es scheint mir wahrhaftig, dass sie so lebendig und natürlich sind, dass man sich nichts Besseres wünschen kann; und vor allem, dass eine Eleganz wahrnehmbar ist, die ihnen durch die Ausschmückung mit angenehmen Dorflandschaften verliehen wird, wie sie in Gegenwart natürlicher Bilder allein nicht zu spüren ist. Aus diesem Grund kann ich Ihnen versichern, dass, obgleich ich Farbzeichnungen von Pflanzen von vielen verschiedenen Orten erhalten habe, so ein Unterschied zwischen diesen und ersteren festzustellen ist, wie man ihn zwischen Blei und Silber, oder besser noch zwischen Blei und Gold sehen kann.“ (Stadtbibliothek Siena, cod. miscell. D, vii, 2. c. 15r).

Kodikologie

Alternativ-Titel
Discorsi di P. A. Mattioli Illustrated by Gherardo Cibo
Pietro Andrea Mattioli's Discorsi
Discourses by Pietro Andrea Mattioli
Umfang / Format
1.728 Seiten / 35,8 × 25,0 cm
Herkunft
Italien
Datum
1568
Stil
Buchschmuck
Große, teils nahezu ganzseitige, kolorierte Kupferstiche zu fast jedem Lemma
Künstler / Schule

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Discorsi di P. A. Mattioli illustiert von Gherardo Cibo – Rari 278 – Biblioteca Alessandrina (Rom, Italien)
Aboca Museum – Sansepolcro, 2015
Detailbild

Discorsi di P. A. Mattioli illustiert von Gherardo Cibo

Schafschur

Diese anmutige pastorale Szene zeigt einen wohlhabenden Bauern mit einer roten Mütze mit Feder, der in Gesellschaft seiner Frau in einem fließenden orangefarbenen Kleid und seines Hundes, der auf dem Boden liegt und zusieht, Wolle schert. Seine Gebäude sind von einem Flechtwerkzaun umgeben und im Hintergrund sind die Hügel zu sehen, auf denen er seine Schafe weiden lässt. Die anderen Schafe wandern umher und fressen Gras, während ein großer Schafbock mit langen Hörnern den Betrachter aus dem Bild heraus anzuschauen scheint.

I Discorsi di P.A. Mattioli
Einzelseite

Discorsi di P. A. Mattioli illustiert von Gherardo Cibo

Lavendel

Lavandula ist eine Gattung mit 47 verschiedenen Unterarten blühender Pflanzen, die eigentlich zur Familie der Minzen gehören und als Zierpflanze, Küchenkraut und zur Herstellung ätherischer Öle verwendet werden. Die am weitesten verbreitete Sorte ist Lavandula angustifolia, deren Blüten aufgrund ihrer ausgeprägten violetten Farbe auch als Lavendel bezeichnet werden, auch wenn sie hier blau dargestellt sind.

Lavendel wird seit der griechischen Antike in der traditionellen Medizin und Kosmetik verwendet, insbesondere als Seife - sein spätlateinischer Name lavandārius stammt von dem Verb lavāre ab, das "waschen" bedeutet. In der Kräutermedizin wurde Lavendel zur Behandlung von Darmbeschwerden, Unruhe, Schlaflosigkeit und Angstzuständen eingesetzt und hat möglicherweise noch weitere Anwendungsgebiete.

I Discorsi di P.A. Mattioli
Faksimile-Editionen

#1 I Discorsi di P.A. Mattioli

Aboca Museum – Sansepolcro, 2015

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Aboca Museum – Sansepolcro, 2015
Einband: Kunstleder mit Golddruck
Kommentar: 1 Band von Duilio Contin, Lucia Tongiorgi Tomasi und Flavia Cristiano
Sprache: Italienisch
Faksimile: 1 Band Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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