Vatikanisches Stundenbuch Jean Bourdichons

Vatikanisches Stundenbuch Jean Bourdichons

Frankreich — 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts

Als Malergenie am Hofe gleich dreier französischer Könige tätig: Jean Bourdichon und sein Meisterwerk des gotischen Stils aus dem Vatikan

  1. Dieses Meisterwerk von Jean Bourdichon (1457/59–1521) ist eines der schönsten Handschriften der Welt

  2. Bourdichon, einer der größten Künstler der Renaissance, arbeitete am Hof dreier französischer Könige

  3. Sein Meisterwerk ist eine der technisch perfektesten Ausführungen des gotischen Stils

Vatikanisches Stundenbuch Jean Bourdichons

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Beschreibung
Vatikanisches Stundenbuch Jean Bourdichons

Das Vatikanische Stundenbuch entstand in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts in Frankreich und wurde vom begabten Meister Jean Bourdichon angefertigt. Das Werk zählt neben Bourdichons Offizium der Madonna zu den besten Arbeiten des Künstlers. Es ist mit 17 ganzseitigen Miniaturen und über 1200 Schmuckinitialen dekoriert.

Das Vatikanische Stundenbuch des Jean Bourdichon

Stundenbücher sind private Gebets- und Andachtsbücher, die seit dem 13. Jahrhundert weit verbreitet waren. Ihre Blütezeit erlebten die Stundenbücher im späten 14. und im 15. Jahrhundert in Frankreich und Flandern. Hier entstanden einige der schönsten handgeschriebenen Codices der Welt. Noch heute schaffen es die illuminierten Manuskripte der talentierten französischen und belgischen Meister, ihre Betrachter zu begeistern. Das Vatikanische Stundenbuch des Jean Bourdichon ist eines dieser besonderen Meisterwerke. Es ist mit 17 ganzseitige Miniaturen und über 1200 dekorierten Initialen geschmückt.

Französische Schule

Das Vatikanische Stundenbuch wurde vom französischen Illuminator Jean Bourdichon gestaltet. Bourdichon fertigte einige der bedeutendsten Handschriften der französischen Frührenaissance an, beispielsweise das herausragende Offizium der Madonna. Er arbeitete als Maler am Hofe dreier französische Könige, unter anderem bei Karl VII. Als einer der einflussreichsten Maler der frühen Renaissance leitete er Schule von Tours. Die Buchmalerei Bourdichons besticht durch unglaubliche technische Perfektion.

Bezaubernder Buchschmuck

Am Beginn des Stundenbuches steht ein Kalendarium mit originellen Darstellungen der 12 Tierkreiszeichen. Vier Evangelistenbilder und weitere 13 ganzseitige Miniaturen sind eindrucksvolle Beispiele der hochentwickelten Feinmalerei Bourdichons. Das Werk ist in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts entstanden und die Bilder sind im gotischen Stil gehalten. Das Vatikanische Stundenbuch stellt auf vorzügliche Art und Weise das Talent und die Kunstfertigkeit Bourdichons unter Beweis.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Das Vatikanische Stundenbuch des Jean Bourdichon
Office of the Blessed Virgin
Vatican Book of Hours from the Circle of Jean Bourdichon
Offzium der Madonna
Umfang / Format
236 Seiten / 15,5 × 9,5 cm
Herkunft
Frankreich
Datum
2. Hälfte des 15. Jahrhunderts
Stil
Sprache
Buchschmuck
17 ganzseitige Miniaturen und über 1200 Initialen
Künstler / Schule

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Detailbild

Vatikanisches Stundenbuch Jean Bourdichons

Evangelistenportrait

Markus sitzt mit einer fein angedeuteten Gloriole an seinem hölzernen Schreibpult, auf dem sein Evangelium liegt, welches er konzentriert mit Stilus und Radiermesser bearbeitet. Sein Symboltier, der Löwe, hat seine vorderen Pranken auf den Tisch gestellt und schaut ehrfürchtig zu seinem Herrn auf. Das atmosphärische Evangelistenportrait erhält mittels filigraner goldener Pinselstriche einen subtilen Schimmer und ist ein ausgezeichnetes Beispiel der französischen Spätgotik.

Offizium der Madonna - Stundenbuch des Jean Bourdichon (Normalausgabe)
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Vatikanisches Stundenbuch Jean Bourdichons

König David beim Gebet

Die meisten Darstellungen von König David zeigen, wie er Goliath tötet, Psalmen komponiert, Harfe spielt oder Bathseba nachspioniert. Diese ungewöhnliche Darstellung zeigt einen David mittleren Alters im Gebet, vermutlich vor dem Kampf, weil er schon bewaffnet und gepanzert ist und hinter seiner linken Schulter ein Heer lagert. Es ist gute mittelalterliche Tradition, den biblischen David als Beispiel für Ritterlichkeit und für einen guten Herrscher darzustellen.

Die Miniatur ist ein Meisterwerk der französischen Gotik mit einem reichen Blumenrahmen, der von Vögeln und Insekten belebt wird und die halbe Seite einnimmt. Sie zeigt bereits Einflüsse aus der italienischen Renaissance, insbesondere vom Naturalismus: David schaut mit gefalteten Händen nach oben, während goldene Strahlen vom Himmel auf ihn herabsinken.

Offizium der Madonna - Stundenbuch des Jean Bourdichon (Normalausgabe)
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#1 Offizium der Madonna - Stundenbuch des Jean Bourdichon (Normalausgabe)

Belser Verlag – Zürich, 1984
Vatikanisches Stundenbuch Jean Bourdichons – Vat. lat. 3781 – Biblioteca Apostolica Vaticana (Vaticanstadt, Vaticanstadt)
Vatikanisches Stundenbuch Jean Bourdichons – Vat. lat. 3781 – Biblioteca Apostolica Vaticana (Vaticanstadt, Vaticanstadt) Copyright Bildmaterial: Ziereis Faksimiles

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Belser Verlag – Zürich, 1984
Einband: Leder
Kommentar: 1 Band (136 Seiten) von Eberhard König
Sprache: Deutsch
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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#2 Offizium der Madonna - Stundenbuch des Jean Bourdichon (Limited Edition)

Belser Verlag – Zürich, 2008
Offizium der Madonna - Stundenbuch des Jean Bourdichon (Limited Edition)
Offizium der Madonna - Stundenbuch des Jean Bourdichon (Limited Edition) Copyright Bildmaterial: Ziereis Faksimiles

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Belser Verlag – Zürich, 2008
Limitierung: 499 Exemplare
Einband: Leder
Kommentar: 1 Band (136 Seiten) von Eberhard König
Sprache: Deutsch
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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