Von englischen Mönchen zum eigenen Gebrauch geschaffen: Wunderschöne Miniaturen mit fein-gotischen Figuren in beispielloser Lebendigkeit

Ramsey-Psalter

Abtei von Ramsey (Vereinigtes Königreich) — Letztes Viertel des 13. Jahrhunderts

Ramsey-Psalter

Ramsey-Psalter

Abtei von Ramsey (Vereinigtes Königreich) — Letztes Viertel des 13. Jahrhunderts

  1. Von den Mönchen der Ramsey Abbey für den Eigengebrauch hergestellt und großzügig mit Blattgold verziert

  2. 12 Miniaturen mit 40 Episoden aus dem Alten und Neuen Testament machen die Handschrift einzigartig

  3. Die fein-gotischen Figuren verleihen der biblischen Erzählung eine Lebendigkeit, die in der Buchmalerei ihresgleichen sucht

Ramsey-Psalter

Alternativ-Titel:
  • Ramsey Psalter
Ramsey-Psalter – Cod. 58/1
MS. M.302 – Stift St. Paul Bibliothek (Lavanttal (Carinthia), Österreich)
 / Morgan Library & Museum (New York, USA)
Bildvon
Preiskategorie: €€€ (3.000€ - 7.000€)
Ausgabe bei uns verfügbar
Preis: Hier anmelden!
  1. Kurzbeschreibung
  2. Kodikologie
Kurzbeschreibung

Ein Feuerwerk gotischer Kunstfertigkeit entstand im ausgehenden 13. Jahrhundert in der Benediktinerabtei Ramsey nahe Cambridge: ein für den Eigengebrauch bestimmter Psalter, von dem der Großteil der Miniaturseiten heute in New York und der übrige Teil im Stift St. Paul in Kärnten liegt. In der Faksimileausgabe werden beide Teile zusammengeführt.
Auf den 12 Miniaturseiten entfalten sich 40 biblische Szenen. Der obere Teil der Miniaturen besteht fast immer aus architektonischen Zierformen, wie es einer frühmittelalterlichen Tradition entspricht. Untypisch, da nicht biblischen Inhalts, ist auf Folio 4v die Darstellung der Gründungsgeschichte des Klosters, zu der auch die Enthauptung Thomas Beckets (1118–1170) zählt. Die Figuren der Szenen sind von großer Lebendigkeit, die ihnen durch die Expressivität ihre Gestik und Mimik zukommt. 12 Prachtinitialen, unzählige Groteske und stilisiert florale Randillustrationen runden das Meisterwerk ab.

Gotische Buchkunst in Vollendung

Die Benediktinerabtei Ramsey, im Jahr 969 von Ailwyn gegründet, war Jahrhunderte hindurch eines der bedeutendsten geistigen Zentren im angelsächsischen Raum. Hier entstand im ausgehenden 13.Jh. ein für den Eigengebrauch im Kloster bestimmter, prächtig ausgestatteter Codex, der unter dem Namen Ramsey-Psalter bekannt ist.
Im Lauf seiner bewegten Geschichte erlitt der Ramsey-Psalter das Schicksal vieler mittelalterlicher Handschriften: Fünf Folios fast der gesamte den Psalmen vorgeheftete Bilderzyklus wurden aus dem Buchblock herausgetrennt und gelangten schließlich in die Fierpont Morgan Library nach New York. Der Hauptteil verblieb in der Bibliothek des Benediktinerstiftes St. Paul im Lavanttal (Kärnten).

Buchschmuck in höchster Vollendung
12 figürlichen Prachtinitialen, in die einzelne Szenen perfekt eingebaut sind; stilisiertflorale Randillustrationen, in denen sich allerlei Lebewesen tummeln; unzählige, überwiegend von Grotesken "bewohnte" Zeilenfüllungen; all dies zeugt von einer nahezu unerschöpflichen Gestaltungskraft des leider unbekannt gebliebenen Buchmalers. Von besonderer Bedeutung ist jedoch der den Psalmen vorangestellte Bilderzyklus. Auf 12 Miniaturseiten entfaltet sich in insgesamt 40 Szenen ein Bilderbogen aus dem Alten und Neuen Testament.
Künstlerisch sind diese Miniaturen wie übrigens der gesamte Bildschmuck des Ramsey-Psalters von einer ganz außerordentlichen Qualität. Die schwungvolle Bewegtheit der Figuren, die Expressivität ihrer Gestik und Mimik und die starke Interaktion der einzelnen Akteure verleihen dem szenischen Geschehen eine Lebendigkeit, für die sich kaum Vergleichbares benennen läßt.

Eine goldene Handschrift
Hinzu kommt die mit der überreichen Verwendung von Gold ungewöhnlich prächtige Ausgestaltung: Die mit Blattgold belegten, häufig durch lineare Ziselierungen und Streumuster zusätzlich belebten Goldgründe bleiben nicht wie in anderen Handschriften auf die Miniaturen beschränkt, sondern finden sich auch in den Initialen, in der Randdekoration und selbst in den kürzesten Zeilenfüllungen.
Mit dieser exquisiten Ausstattung gehört der Ramsey-Psalter zum Schönsten, was uns von der gotischen Buchmalerei erhalten geblieben ist.

Kodikologie
Alternativ-Titel
Ramsey Psalter
Umfang / Format
346 Seiten / 26,5 × 17,0 cm
Datum
Letztes Viertel des 13. Jahrhunderts
Stil
Sprache
Buchschmuck
12 prächtige figürliche Initialen, 12 Miniaturseiten mit 40 Episoden aus dem Alten und Neuen Testament, unzählige Zeilenfüller, überwiegend mit Grotesken belebt
1 verfügbare Faksimile-Ausgabe(n) von „Ramsey-Psalter“

Der Ramsey-Psalter Faksimile

Ramsey-Psalter – Cod. 58/1
MS. M.302 – Stift St. Paul Bibliothek (Lavanttal (Carinthia), Österreich)
 / Morgan Library & Museum (New York, USA)
Bildvon

Der Ramsey-Psalter Faksimile

Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten)
Verlag
Akademische Druck- u. Verlagsanstalt (ADEVA) – Graz, 1996
Limitierung
280 Exemplare
Einband
Leder mit Blindprägung und zwei Schließen. Alle Blätter sind originalgetreu randbeschnitten. Faksimile in einem Schuber.
Kommentar
1 Band von Lucy Freeman Sundler
Sprache: Deutsch

Lucy Freeman Sundler, New York. Detailed scholarly commentary on contents, structure, history of origin und the significance of the codex with respect to history of art und liturgy.
Mehr Informationen
Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband. Die Blätter sind originalgetreu randbeschnitten.
Preiskategorie: €€€ (3.000€ - 7.000€)
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