Blätter aus einem Psalter von William de Brailes

Blätter aus einem Psalter von William de Brailes Faksimile

Oxford (Vereinigtes Königreich) — Um 1240

Geschaffen von einem der größten Meister der englischen Buchmalerei: Die sieben Pergament-Fragmente eines verlorenen Meisterwerks von William de Brailes

  1. William de Brailes (aktiv 1230–1260) gilt als der unübertroffene Meister der englischen Buchmalerei des 13. Jahrhunderts

  2. Leider ist eines seiner herausragendsten Werke nur in wenigen Fragmenten erhalten: ein Psalter aus Oxford

  3. Die Miniatur des Jüngsten Gerichts enthält ein äußerst seltenes Selbstportrait von de Brailes mit einer Schriftrolle

Blätter aus einem Psalter von William de Brailes

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  1. Beschreibung
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Beschreibung
Blätter aus einem Psalter von William de Brailes

William de Brailes gilt als der unübertroffene Meister der englischen Buchmalerei des 13. Jahrhunderts. In seinen Werken treffen unglaubliche Inventionskraft und meisterhafte Kunstfertigkeit auf tiefe Gläubigkeit und wertvollste Materialien. Eines seiner herausragenden Werke ist leider nur noch in wenigen Fragmenten erhalten: ein Psalter aus Oxford, entstanden um 1240. Nur mehr sieben Blätter, heute in Cambridge und New York verwahrt, bieten Einblick in die Herrlichkeit der Kunst des William de Brailes. Und als außergewöhnliche Besonderheit hat sich der Meister auf einer der Darstellungen in einem winzigen Portrait selbst verewigt!

Blätter aus einem Psalter von William de Brailes

Das Manuskript 330 des Fitzwilliam Museum in Cambridge bildet zusammen mit einem Blatt in der Morgan Library in New York einen unschätzbaren Schatz der Geschichte der Buchmalerei: sieben Blätter aus einem verloren gegangenen Psalter des englischen Miniaturisten William de Brailes aus dem 13. Jahrhundert. Dieser Psalter ist vermutlich um 1240 in Oxford entstanden, wo der geniale Künstler tätig war. William de Brailes (tätig 1230–1260) gilt als ein außergewöhnlich talentierter Maler und Miniaturist. Und die sieben Blätter dieses Kompendiums gehören zum Besten, was von diesem grandiosen Künstler erhalten ist!

Ein umwerfendes Seherlebnis

Die sieben erhaltenen Blätter aus dem Psalter präsentieren folgende Darstellungen: das Letzte Gericht, den Sturz der Engel, ein Blatt mit Szenen aus der Kindheit Christi, Szenen zur Geschichte von Kain und Abel, die Wurzel Jesse, den thronenden Christus und König David und schließlich das Rad des Schicksals. Leuchtende Farben und glänzendes Blattgold prägen den ersten Eindruck, den die Blätter beim Betrachter hinterlassen. Außerordentlich kreative, ungewöhnliche und wunderschöne Kompositionen bilden die Basis dieses außergewöhnlichen Seherlebnisses: goldene und farbige Rahmen mit runden, halbkreis- oder mandorla-förmigen Bildfeldern oder eine oder zwei große Hauptminiaturen mit Medaillons an den Ecken der Rahmen geben einen Überblick über die Kunst dieses herausragenden Malers. Blätter voller Bilderreichtum und überbordendem Glanz!

William de Brailes verewigt sich selbst

Ein Detail macht diese Blätter zu etwas ganz Besonderem: auf einem der Blätter, der Darstellung des Jüngsten Gerichts, befindet sich eine Signatur von William de Brailes! Und bei dieser handelt es sich nicht nur um eine schlichte Unterschrift, sondern sogar um ein Porträt: inmitten der Gruppe der verlorenen Seelen ist eine Figur mit Tonsur zu erkennen, die vom Erzengel Michael gerettet wird. In ihren Händen hält sie eine Schriftrolle mit dem Namen William de Brailes. Solche „Selbstporträts“ sind zu dieser Zeit völlig unüblich, jedoch ist de Brailes einer der ersten Künstler, die ihr Werk signierten!

Kodikologie

Alternativ-Titel
Leaves from a Psalter by William de Brailes
Umfang / Format
7 Blätter / 22,1 × 14,4 cm
Datum
Um 1240
Stil
Sprache
Buchschmuck
7 Blätter mit ganzseitigen Miniaturen auf Goldgrund
Künstler / Schule

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Blätter aus einem Psalters von William de Brailes – MS 330 – Fitzwilliam Museum (Cambridge, Großbritannien) Faksimile
The Folio Society – London, 2012
Limitierung: 480 Exemplare
Detailbild

Blätter aus einem Psalter von William de Brailes

König David als Musiker

Im unteren Register einer ganzseitigen Miniatur unter einem Christusbild, das von den vier Evangelistensymbolen umgeben ist, wird König David beim Spielen dreier verschiedener Instrumente dargestellt. Im Hauptmedaillon spielt er eine Harfe, während er in der rechten unteren Ecke ein Hackbrett zupft und in der linken unteren Ecke ein Streichinstrument mit einem Bogen spielt, möglicherweise eine Fidel. Die mittelalterliche Musik erlebte im 13. Jahrhundert eine Revolution, die eine Vielzahl von Instrumenten und Stilen hervorbrachte.

Leaves from a Psalter by William de Brailes
Einzelseite

Blätter aus einem Psalter von William de Brailes

Das Rad der Fortuna

In der Mitte der Miniatur thront Fortuna, die mit ihren Händen die goldenen Speichen des Rades dreht, ohne Augenbinde, wie sie auch meist dargestellt wird. Auf der linken Seite sagt ein junger Mann beim Aufstieg: "Ich werde wieder zu den Sternen getragen", während ein thronender König an der Spitze sagt: "Ich erhebe mich in der Höhe." Eine fallende Figur auf der rechten Seite klagt: "Klein gemacht steige ich herab", und die sterbende Figur am unteren Rand sagt: "Zuunterst werde ich vom Rad zermahlen."

Der Rest des äußeren Rings besteht aus zwölf Rondellen, die die Lebensalter des Menschen von der Kindheit bis zum Tod darstellen, beginnend unten links. Acht weitere Halbrunde mit Szenen aus dem Leben des heiligen Theophilus des Büßers füllen den inneren Ring. Die drei Zyklen veranschaulichen das Leben des Menschen, wie es vom Schicksal, von der Zeit und von der eigenen Wahl beeinflusst ist.

Leaves from a Psalter by William de Brailes
Faksimile-Editionen

#1 Leaves from a Psalter by William de Brailes

The Folio Society – London, 2012

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: The Folio Society – London, 2012
Limitierung: 480 Exemplare
Einband: Die 7 Blätter des Psalters unter Passepartout sind auf Echtpergement gedruckt und befinden sich in einer Schmuckkasste
Kommentar: 1 Band von Nigel J. Morgan
Sprache: Englisch
Faksimile: 1 Band Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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