Psalter des Robert de Lisle

Psalter des Robert de Lisle

Westminster (Vereinigtes Königreich) — Um 1310–1320

38 prächtige Seiten erhalten: Ein prächtig geschmücktes Meisterwerk der englischen Gotik mit Malereien wie Altarbilder

  1. 38 illuminierte Seiten umfassendes Fragment eines wunderbaren Psalters, beauftragt von Robert de Lisle (1288–1344)

  2. Mit Architekturelementen der englischen und französischen gotischen, ähnlich der Altar- und Tafelmalerei

  3. Mit dekorativen, gemusterten Hintergründen, die sogar an den Einfluss islamischer Kunst erinnern

Psalter des Robert de Lisle

Preiskategorie: €€ (1.000€ - 3.000€)
Ausgabe bei uns verfügbar
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  1. Beschreibung
  2. Detailbild
  3. Einzelseite
  4. Faksimile-Editionen (3)
Beschreibung
Psalter des Robert de Lisle

Das Kompendium von 38 durchgehend illuminierten Seiten, die heute in der British Library in London erhalten sind, geben eine Ahnung von der überbordenden Pracht des einstigen Psalters. Im typisch englischen Stil des Hochmittelalters von großen Meistern der Zeit gestaltet, enthält der De Lisle Psalter (ohne den verlorenen Psaltertext) eine beachtliche Folge von theologischen Diagrammen und Allegorien. Die 24 Miniaturseiten und Bildsequenzen strahlen in leuchtenden Farben und wertvollem Gold.

De Lisle Psalter

Das Kompendium von 38 durchgehend illuminierten Seiten, die heute in der British Library in London erhalten sind, geben eine Ahnung von der überbordenden Pracht des einstigen Psalters. Im typisch englischen Stil des Hochmittelalters von großen Meistern der Zeit gestaltet, enthält der De Lisle Psalter (ohne den verlorenen Psaltertext) eine beachtliche Folge von theologischen Diagrammen und Allegorien. Die 24 Miniaturseiten und Bildsequenzen strahlen in leuchtenden Farben und wertvollem Gold.

Kunstvoll gestaltete Bilderhandschrift

Der De Lisle Psalter ist ein Meisterwerk der englischen Gotik. Mit der höchst kunstvollen Ausgestaltung der Miniaturseiten mutet die Handschrift fast königlich an. Elemente, die aus der französischen und englischen Architektur der Gotik bekannt sind, werden in der Buchmalerei umgesetzt. Dieser Stil erinnert an die hochmittelalterliche Altar- und Tafelmalerei Englands.
Die 38 erhaltenen Seiten des ursprünglichen Psalters sind durchgehend illuminiert. Am Beginn steht ein 12-teiliges Kalendarium, mit feinsten Ranken und kostbaren Initialen geschmückt. Darauf folgen die 24 großformatigen Miniaturseiten: das sogenannte speculum theologiae, eine Sammlung verschiedenster theologischer Diagramme, beispielsweise ein Lebensbaum, das Lebensrad mit den zehn Lebensaltern des Menschen oder eine Tafel mit den zehn Geboten. Dazwischen sind einige Miniaturseiten mit Szenen aus dem Leben Christi und zu biblischem Geschehen eingefügt.

Große englische Kunst

In diesen Miniaturseiten kommt das ganze Können der Miniaturisten zur Geltung. An dem Psalter waren zwei Künstler beteiligt: um 1310 wurde der Großteil der Handschrift vom sogenannten Madonna-Meister illustriert. Dieser gestaltete den Psalter im typisch englischen Stil der Gotik. Kurz nachdem Robert de Lisle die Handschrift seiner Tochter übergab, vollendete der sogenannte Maiestas-Meister den Psalter mit fünf weiteren Miniaturseiten im französichen Stil eines Jean Pucelle.
Die Miniaturen bestechen auf den ersten Blick durch die besondere Rahmung mit komplizierten Formen, die zahlreich variiert werden. Eine Vielzahl an unterschiedlichen Ornamentfeldern bildet auch den Hintergrund der Bildszenen. Rasterartig gegliedert werden die feinsten und entzückendsten Ornamentmuster dargestellt. Diese lassen an islamische Einflüsse denken, die über Spanien in ganz Europa verbreitet waren. England war durch die Königin Eleonore von Kastilien (1274–1290), Gemahlin König Edward I., mit Spanien verbunden. Neben den Ornamenten begeistert vor allem die Zartheit der Figuren, die wunderbar modelliert sind. Leuchtende Farben und reiche Goldziselierung bestimmen die gesamte künstlerische Ausstattung der Handschrift.

Hochkarätiger Buchschatz

Der Psalter war ursprünglich im Besitz des englischen Barons und Parlamentsmitglieds Robert de Lisle (1288–1344). Als er beschloss, in ein Kloster einzutreten, gab er die wertvolle Handschrift an seine Tochter weiter. Über diese gelangte der Psalter in die Hände der Familie Howard, der Dukes of Norfolk und Earls of Arundel. Henry Howard, ein Kunstliebhaber und -Sammler, war es schließlich, der den Familienschatz im 17. Jahrhundert an die Londoner Royal Society übergab. 1831 kaufte die British Library ein Kompendium von über 500 Handschriften aus dem Arundel-Besitz an, darunter der berühmte erhaltene Teil des De Lisle Psalters, zusammengebunden mit dem sogenannten Howard-Psalter. Dort wird der De Lisle Psalter zusammen mit dem Buch von Lindisfarne, dem Bedford-Stundenbuch und weiteren hochkarätigen Handschriften als Highlight und Besuchermagnet in der Dauerausstellung präsentiert.

Kodikologie

Alternativ-Titel
De Lisle Psalter
Il Salterio di Robert de Lisle
The Psalter of Robert de Lisle
Umfang / Format
38 Seiten / 35,0 × 23,0 cm
Datum
Um 1310–1320
Stil
Sprache
Buchschmuck
33 zum Teil ganzseitige Miniaturen illustrieren biblische Ereignisse, 12 ganzseitige theologische Diagramme, eine schematische Darstellung ohne Figurenschmuck und ein Kalender
Auftraggeber
Robert De Lisle (1288 – 1344)
Künstler / Schule
Vorbesitzer
William Howard, Lord of Naworth (1563–1640)

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Psalter des Robert de Lisle – Arundel 83 II – British Library (London, Großbritannien)
Müller & Schindler – Simbach am Inn, 2008
Limitierung: 800 Exemplare (Co-Edition)

Psalter des Robert de Lisle – Arundel 83 II – British Library (London, Großbritannien)
Eikon Editores – Madrid, 2008
Limitierung: 800 Exemplare (Co-Edition)

Psalter des Robert de Lisle – Arundel 83 II – British Library (London, Großbritannien)
Scripta Maneant – Reggio Emilia
Limitierung: 800 Exemplare (Co-Edition)
Detailbild

Psalter des Robert de Lisle

Verrat an Judas

Diese beiden Szenen werden jeweils in einem stehenden Vierpass mit Spitzen vor einem elegantem Hintergrund aus Blattgold und komplizierten Mustern präsentiert und zeigen den berüchtigten Verrat des Judas Iskariot. Das letzte Abendmahl wird auf der linken Seite präsentiert. Ganz unten kniet Judas vor Christus vor dem Tisch und erhält einen Bissen Brot von ihm, während er schon seine Tasche mit den dreißig Silberstücken umklammert. Rechts sehen wir den berühmten Judas-Kuss, das vorab verabredete Zeichen, mit dem er Jesus gegenüber seinen Verfolgern im Garten von Gethsemane identifizierte.

De-Lisle Psalter
Einzelseite

Psalter des Robert de Lisle

Kreuzigung und Baum des Lebens

Diese meisterhafte Miniatur ist reich an biblischen Symbolen und Bezügen. In der Genesis ist der Baum des Lebens im Garten Eden die Quelle des ewigen Lebens, der dann im Buch der Offenbarung wieder auftaucht. Die Menschheit verliert den Zugang dazu, als sie aus dem Garten vertrieben wird, aber das Opfer Christi in der Kreuzigung stellt für die Gläubigen den Zugang wieder her.

Christus hängt an einem schmalen grünen Kreuz, aus dem zwölf vergoldete Zweige wachsen, die Texte enthalten, die sich auf die Menschwerdung, das Leiden und die Verherrlichung Christi beziehen. 18 Propheten mit Schriftrollen, die vor abwechselnden Hintergründen aus Rot, Blau und Gold sitzen, säumen die Seitenränder, am oberen Rand verfüttert sich ein Pelikan seine Jungen. Die Prophezeiung des Johannes aus der Apokalypse steht unten in roter Tinte geschrieben.

De-Lisle Psalter
Faksimile-Editionen

#1 De-Lisle Psalter

Müller & Schindler – Simbach am Inn, 2008

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Müller & Schindler – Simbach am Inn, 2008
Limitierung: 800 Exemplare (Co-Edition)
Einband: Als Vorlage für den blindgeprägten Ganzledereinband mit Metallbuckeln diente der Einband von Add.MS 18972 (Peter Comestor, Historia Scholastica, 1451) der British Library. Alle Blätter sind dem Original entsprechend randbeschnitten und mit Goldschnitt versehen.
Kommentar: 1 Band von Lucy Freeman Sundler
Sprache: Deutsch
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
Preiskategorie: €€ (1.000€ - 3.000€)
Ausgabe bei uns verfügbar
Preis: Hier anmelden!

#2 Salterio de Lisle

Eikon Editores – Madrid, 2008
Psalter des Robert de Lisle – Arundel 83 II – British Library (London, Großbritannien)
Psalter des Robert de Lisle – Arundel 83 II – British Library (London, Großbritannien) Copyright Bildmaterial: Ziereis Faksimiles

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Eikon Editores – Madrid, 2008
Limitierung: 800 Exemplare (Co-Edition)
Einband: Als Vorlage für den blindgeprägten Ganzledereinband mit Metallbuckeln diente der Einband von Add.MS 18972 (Peter Comestor, Historia Scholastica, 1451) der British Library. Alle Blätter sind dem Original entsprechend randbeschnitten und mit Goldschnitt versehen.
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.

#3 Il Salterio di Robert de Lisle

Scripta Maneant – Reggio Emilia
Psalter des Robert de Lisle – Arundel 83 II – British Library (London, Großbritannien)
Psalter des Robert de Lisle – Arundel 83 II – British Library (London, Großbritannien) Copyright Bildmaterial: Ziereis Faksimiles

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Scripta Maneant – Reggio Emilia
Limitierung: 800 Exemplare (Co-Edition)
Einband: Als Vorlage für den blindgeprägten Ganzledereinband mit Metallbuckeln diente der Einband von Add.MS 18972 (Peter Comestor, Historia Scholastica, 1451) der British Library. Die Miniaturen wurden mit Hilfe von echtem Blattgold wiedergegeben. Alle Blätter sind dem Original entsprechend randbeschnitten und mit Goldschnitt versehen.
Kommentar: 1 Band von Lucy Freeman Sundler
Sprachen: Italienisch, Englisch
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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