Sacramentarium Leonianum

Sacramentarium Leonianum

Mitte des 6. Jahrhunderts

Mit Texten verfasst von Papst Leo I.: Eine Handschrift aus dem 6. Jahrhunderts mit den ältesten Gebeten der katholischen Kirche

  1. Dieses Dokument aus der Mitte des 6. Jahrhunderts enthält die ältesten Gebete der katholischen Kirche

  2. Einige der Gebete sollen von Papst Leo I. (ca. 400–461) verfasst worden sein, nach dem es benannt ist

  3. Es wird auch "Sakramentar von Verona" genannt, nachdem es in der Kapitelbibliothek der Kathedrale von Verona aufbewahrt wurde

Sacramentarium Leonianum

  1. Beschreibung
  2. Faksimile-Editionen (1)
Beschreibung
Sacramentarium Leonianum

Das Sacramentarium Leonianum erhielt seine Bezeichnung, als es seine Entdecker im 18. Jahrhundert bereits Papst Leo dem Großen (ca. 400-461) zuschreiben wollten. Damit wäre es mit Sicherheit das älteste Sacramentarium gewesen. Zwar mussten spätere Forschergenerationen darauf aufmerksam machen, dass im Manuskript bereits auf den erfolglosen Versuch der Belagerung Roms durch die Ostgoten im Jahr 538 angespielt wird und damit jedenfalls nicht der gesamte Codex bis auf Papst Leo I. zurückgeführt werden kann. Nichtsdestoweniger erlaubt er uns heute einen weit in die Vergangenheit zurückreichenden Blick. Ein weiteres Charakteristikum dieses Werkes ist, dass es nicht im heutigen Sinn als Sacramentarium zu bezeichnen ist (dann müsste es alle in der Messfeier nötigen Gebete des Priesters enthalten), sondern eher als eine Zusammenstellung mehrerer liturgischer Gebete von privater Hand. Für Liturgiker, Theologen und Paläographen also von besonderem Wert!

Sacramentarium Leonianum

Das Sacramentarium Leonianum ist ein Dokument aus dem 6. Jahrhundert und deshalb von enormer Bedeutung, weil es die ältesten Gebete in der katholischen Kirche enthält. Es ist kein Sakramentar im strengen Sinne des Wortes, sondern enthält nur Gebete für bestimmte Messen. Es ist nach Papst Leo I. (ca. 400-461) benannt, der angeblich einige der Gebete im Text selbst geschrieben haben soll, wird aber auch das "Sakramentar von Verona" genannt, weil es in der Kapitelbibliothek der Kathedrale von Verona aufbewahrt wird. Leider sind die Seiten der ersten vier Monate des Jahres verloren gegangen, so dass es keine Informationen über die Osternacht, den Höhepunkt des liturgischen Jahres, gibt. Nichtsdestotrotz ist die unglaubliche Handschrift ein Dokument von enormem historischem und theologischem Wert.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Sacramentarium Veronense
Datum
Mitte des 6. Jahrhunderts
Sprache
Künstler / Schule

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Sacramentarium Leonianum – Codex Veronensis LXXXV, olim 80 – Biblioteca Capitolare di Verona (Verona, Italien)
Akademische Druck- u. Verlagsanstalt (ADEVA) – Graz, 1960
Limitierung: Nicht limitiert
Faksimile-Editionen

#1 Das Sacramentarium Leonianum

Details zur Faksimile-Edition:

Limitierung: Nicht limitiert
Einband: Leineneinband mit Lederrücken
Kommentar: 1 Band (286 Seiten) von Franz Sauer
Sprache: Deutsch
Faksimile: 1 Band Teilfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten). Vollständige Studienausgabe der liturgischen Handschrift aus der Kapitelsbibliothek in Verona. Reproduktion im Originalformat 175 x 240 mm. Größe der Faksimile-Ausgabe einschließlich Rand 230 x 330 mm. Der Umfang, das Format, die Farbigkeit oder der Einband entsprechen möglicherweise nicht (vollumfänglich) dem Original. Vollständige Wiedergabe der liturgischen Handschrift der Chapter Library in Verona. Reproduziert in Originalgröße von 175 x 240 mm (Größe des Faksimiles mit Rand: 230 x 330 mm).
Preiskategorie: € (unter 1.000€)
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