Thierbuch von Conrad Gessner

Thierbuch von Conrad Gessner – Josef Stocker-Schmid – NS 4,2 – Zentralbibliothek Zürich (Zürich, Schweiz)

Zürich (Schweiz) — 1563

Mystische Fabelwesen zusammen mit genauer Naturbeobachtung: Conrad Gessners mehrbändiges Opus Magnum über die gesamte bekannte Tierwelt der Renaissance, hier die vierfüßigen Tiere illustriert mit über 145 faszinierenden Holzschnitten

  1. Conrad Gessner (1516–1565) war ein weithin bekannter, humanistischer Arzt, Naturforscher und Philologe aus Zürich

  2. Sein umfangreiches Thierbuoch, der erste Band seiner Historia animalium, erschien 1563 erstmals auf Deutsch

  3. 145 teils ganzseitige, kunstvolle Holzschnitte illustrieren die vierfüßigen, lebendgebärenden und eierlegenden Tierarten, darunter auch ein Werk Albrecht Dürers

Thierbuch von Conrad Gessner

Ausgabe bei uns verfügbar!
Preis Kategorie: €€
(1.000€ - 3.000€)
  1. Beschreibung
  2. Detailbild
  3. Einzelseite
  4. Faksimile-Editionen (2)
Beschreibung
Thierbuch von Conrad Gessner

Das Thierbuch ist der erste Band des einflussreichen Opus Magnum des Arztes, Naturforschers und Philologen Conrad Gessner (1516–1565): der Historia animalium. In dem vierbändigen lateinischen Kompendium, das zwischen 1551 bis 1558 erschien, versammelte der humanistische Gelehrte das gesamte zoologische Wissen seiner Zeit, wobei ihm seine weitreichenden Kontakte zu vielen europäischen Gelehrten halfen. Sowohl für den Text als auch für die bemerkenswerten Illustrationen griff er auf vorhandene Werke wie etwa Albrecht Dürers Rhinozeros zurück, weshalb so manches Fabelwesen in der Enzyklopädie auftaucht. Zugleich enthält sie jedoch auch wissenschaftliche Beobachtungen und beeindruckend realistische Holzschnitte, mit denen Gessner einen Grundstein für die moderne Zoologie legte. Die erste deutsche Ausgabe des Thierbuchs wurde von Conrad Forer übersetzt und erschien 1563 bei Christoph Froschauer in Zürich. Hierin werden alle damals bekannten lebendgebärenden und eierlegenden vierfüßigen Tiere in alphabetischer Reihenfolge ausführlich beschrieben und durch 145 kunstvolle und teils ganzseitige Holzschnitte illustriert.

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Kodikologie

Alternativ-Titel
Conrad Gessner: Thierbuch
Thierbuoch: das ist ein kurtze Bschreybung aller vierfüssigen Thieren, so auff der Erden und in Wassern wonend, sampt jrer waren Conterfactur
Thierbuch. Faksimile nach der Ausgabe bei Froschauer, Zürich 1563.
Historia animalium
Quadrupedes vivipares et ovipares
Umfang / Format
352 Seiten / 39,0 × 25,0 cm
Herkunft
Schweiz
Datum
1563
Sprache
Buchschmuck
145 Holzschnitte, viele davon ganzseitig, + 1 Titelseite
Inhalt
Beschreibungen von 155 vierfüßigen, lebendgebärenden und eierlegenden Tierarten
Künstler / Schule

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Thierbuch von Conrad Gessner – Josef Stocker-Schmid – NS 4,2 – Zentralbibliothek Zürich (Zürich, Schweiz)
Josef Stocker-Schmid – Dietikon, 1965
Limitierung: 35 Exemplare

Thierbuch von Conrad Gessner – Josef Stocker-Schmid – NS 4,2 – Zentralbibliothek Zürich (Zürich, Schweiz)
Josef Stocker-Schmid – Dietikon, 1965
Limitierung: 465 Exemplare (der Gesamtauflage von 500 Exemplaren)
Detailbild

Thierbuch von Conrad Gessner

Chamäleon

Ganz anders als in der freien Wildbahn sticht dieses Chamäleon sofort ins Auge. Der großformatige Holzschnitt zeigt eine erstaunlich adäquate Version eines Chamäleons, wobei die genaue Art weder auf Text- noch auf Bildebene genau zu erschließen ist. Das Tier, dessen Äußeres als Mischung aus Krokodil und Ratte beschrieben wird, hält sich mit seinen vier Füßen an einem senkrecht angeordneten Zweig fest und wirkt dabei nicht zuletzt aufgrund seines merkwürdigen Gebisses und den starr nach oben gerichteten, aufgerissenen Augen äußerst steif.

Thierbuch von Conrad Gessner – Josef Stocker-Schmid – NS 4,2 – Zentralbibliothek Zürich (Zürich, Schweiz)
Einzelseite

Thierbuch von Conrad Gessner

Dürers Rhinozeros

Für seinen Abschnitt über das Nashorn bediente sich Gessner einer der berühmtesten Tierdarstellungen der Neuzeit: Albrecht Dürers Rhinozeros. Der Renaissance-Künstler schuf den atemberaubend detailreichen und feinen Holzschnitt 1515 auf Grundlage einer Beschreibung – er selbst hatte es nie zu Gesicht bekommen. Das Tier war damals als Geschenk eines indischen Fürsten an den Könighof nach Portugal gekommen. Als erstes Exemplar seiner Art auf dem europäischen Kontinent seit der Antike entfachte es große Verwunderung und Begeisterung.

In fantasievoller Weise führt Dürer dem Betrachter das massige Tier in strenger Seitenansicht vor Augen: Der Körper ist durch ornamentale panzerartige Platten geschützt, während die Beine mit schuppiger Haut bedeckt sind. Das eindrückliche Horn auf der Nase weist hingegen eine fragliche Struktur auf und das zweite, kleinere Horn ist auf den Rücken gerutscht und erinnert stark an Darstellungen von Einhörnern. Wie in Gessners zugehörigem Text vermischt sich hier auch auf Bildebene die Realität mit Hörensagen, wie es in der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Naturkunde üblich war.

Thierbuch von Conrad Gessner – Josef Stocker-Schmid – NS 4,2 – Zentralbibliothek Zürich (Zürich, Schweiz)
Faksimile-Editionen

#1 Thierbuch. Faksimile nach der Ausgabe bei Froschauer, Zürich 1563.

Josef Stocker-Schmid – Dietikon, 1965

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Josef Stocker-Schmid – Dietikon, 1965
Limitierung: 35 Exemplare
Einband: Brauner Ledereinband über Holzdeckeln mit Blindprägung. Die auf einer Handpresse gedruckte Luxusausgabe ist 1–35 nummeriert.
Kommentar: 1 Band von Vinzent Ziswiler
Sprache: Deutsch

Der Kommentarband enthält ein synoptisches Verzeichnis von Gessners lateinischen und deutschen Tiernamen sowie deren moderne wissenschaftliche Synonyme.
Faksimile: 1 Band Die Vorzugsausgabe wurde auf einer Handpresse gedruckt und mit den Nummern 1-35 nummeriert. Das verwendete Büttenpapier wurde von Hand geschöpft und mit einem Wasserzeichen versehen.
Ausgabe bei uns verfügbar!
Preis Kategorie: €€
(1.000€ - 3.000€)

#2 Thierbuch. Faksimile nach der Ausgabe bei Froschauer, Zürich 1563. (Normalausgabe)

Josef Stocker-Schmid – Dietikon, 1965

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Josef Stocker-Schmid – Dietikon, 1965
Limitierung: 465 Exemplare (der Gesamtauflage von 500 Exemplaren)
Einband: Brauner Ledereinband über Holzdeckeln mit Blindprägung
Die Normalausgabe wurde auf Ingress-Büttenpapier gedruckt
Ausgabe bei uns verfügbar!
Preiskategorie: €€
(1.000€ - 3.000€)
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