Weihnachtsmissale des Borgia-Papstes Alexander VI.

Weihnachtsmissale des Borgia-Papstes Alexander VI. – Belser Verlag – Borg. lat. 425 – Biblioteca Apostolica Vaticana (Vatikanstadt, Vatikanstadt)

Rom (Italien) — Frühes 15. Jahrhundert

Bis heute im Gebrauch bei der Christmette im Petersdom: Ein prächtiges Renaissance-Meisterwerk mit goldleuchtendem Buchschmuck, angefertigt für den berühmten Borgia-Papst Alexander VI.

  1. Ein Auftrag Alexanders VI. (1431–1503), dem Borgia-Papst, und noch heute zu Weihnachten im Petersdom verwendet

  2. 136 historisierte Initialen mit Blattgold dominieren die Bildsprache dieses Renaissance-Meisterwerks

  3. Im Laufe der Jahrhunderte mit großer Sorgfalt behandelt und noch heute in hervorragendem Zustand

Weihnachtsmissale des Borgia-Papstes Alexander VI.

€€ (1.000€ - 3.000€)
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  1. Beschreibung
  2. Detailbild
  3. Einzelseite
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Beschreibung
Weihnachtsmissale des Borgia-Papstes Alexander VI.

Das Weihnachtsmissale des Papstes Alexander VI. (1492–1503) ist eine wahre Prachthandschrift der italienischen Renaissance, die Gebete und Gesänge für die Weihnachtsmesse enthält. Beauftragt wurde das goldgeschmückte Manuskript gegen Ende des 15. Jahrhunderts vom ebenso mächtigen wie berüchtigten Borgia-Papst Alexander VI. bei einem äußerst talentierten Buchkünstler, der das Missale mit wunderschönen Miniaturen, fantasievollen Bordüren und zahlreichen goldenen Initialen ausstattete. Die prächtige, großformatige liturgische Handschrift diente nicht nur Papst Alexander VI. für seine Lesungen während der Weihnachtsmesse, sondern wird bis heute in der Vatikanischen Bibliothek verwahrt und jedes Jahr zur kirchlichen Feier im Petersdom benutzt. Trotz dieser beeindruckenden Nutzungsgeschichte ist der Codex in erstaunlich gutem Zustand erhalten, was für einen sehr sorgsamen Gebrauch des kostbaren Werks spricht.

Das Weihnachtsmissale Papst Alexanders VI.

Papst Alexander VI. war eine der schillerndsten Personen der italienischen Renaissance. Er entstammte der mächtigen Familie der Borgia, die berüchtigt ist für Korruptionsskandale und Intrigen. Alexander VI. war nicht nur Oberhaupt der katholischen Kirche, sondern auch einflussreicher Fürst und politischer Machthaber. Er führte ein äußerst ausschweifendes Leben, umgab sich mit Mätressen, zeugte zahlreiche uneheliche Kinder und besetzte hohe kirchliche und politische Ämter gegen entsprechende Bezahlung. Sein Lebensstil steht mit unserem heutigen Bild eines Geistlichen in starkem Kontrast, und auch seine Zeitgenossen stieß er mit seinen Eskapaden vor den Kopf. Allerdings berichten Quellen auch über seine aufrichtige Marienverehrung und hohe Arbeitsdisziplin. Der hochgebildete und belesene Papst gab zahlreiche atemberaubende Handschriften in Auftrag, aus denen er zu feierlichen Gelegenheiten im Petersdom las. Unter diesen Handschriften befindet sich auch sein berühmtes Weihnachtsmissale.

Was ist ein Missale?

Ein Missale ist ein Messbuch, in dem Gebete, Gesänge und Regeln für den Verlauf einer liturgischen Feier in der Kirche festgehalten sind. Man findet in einem Missale nicht nur Gebetstexte und Lieder mit Notation, die nach dem Ablauf des Gottesdienstes geordnet sind. Es enthält auch Richtlinien für das Verhalten des Priesters, beispielsweise wird ihm bestimmte Kleidung vorgeschlagen. Das außerordentlich wertvolle Weihnachtsmissale Alexanders VI. ist eines der berühmtesten Werke dieser Buchgattung.

Wertvoller Buchschmuck

Der Codex wurde im ausgehenden 15. Jahrhundert vom Borgia-Papst in Auftrag gegeben. Die Qualität der Miniaturen deutet auf einen sehr talentierten und erfahrenen Meister der Renaissance hin. Möglicherweise war der Franziskanermönch Antonio da Monza für die Gestaltung des Werkes zuständig. Dieser erschuf einige Miniaturen, die dem Stil der Illustrationen des Weihnachtsmissales stark ähnelten. Die Handschrift enthält zahlreiche farbige Bilder mit Goldschmuck, darunter zwei ganzseitige Illustrationen. Der Text des Werkes wurde mit 136 goldenen Initialen veredelt.

Ein Meilenstein christlicher Liturgie

Die Prachthandschrift überdauerte die Jahrhunderte. Papst Alexander VI. selbst las zu seinen Lebzeiten Gebete und Gesänge aus dem prächtigen Codex. Bis heute wird eben jene Handschrift für den feierlichen Weihnachtsgottesdienst im Petersdom verwendet. Die zahlreichen Päpste und hohen Geistlichen, die das Werk in ihren Händen halten durften, behandelten es mit größter Sorgfalt. Der wertvolle Buchschatz wird heute in der Bibliothek des Vatikans aufbewahrt und einmal im Jahr zum größten christlichen Fest im Zentrum der katholischen Kirche präsentiert.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Weihnachtsmissale Papst Alexanders VI.
Missale Pontificis - Christmas Missal of Alexander VI Borgia
Missa in Nativitate Domini Nostri Iesu Christi, hora tertiarum Pontifice Maximo celebrante
Libellus Missae papalis
The Pope’s Christmas Missal
Missale Pontificis
Umfang / Format
138 Seiten / 48,0 × 35,0 cm
Herkunft
Italien
Datum
Frühes 15. Jahrhundert
Sprache
Schrift
Italienische gotische Schrift
Buchschmuck
136 meist historisierte, goldene Initialen, fantasievolle Bordüren und zahlreichen Miniaturen, darunter 2 ganzseitig
Inhalt
Gebete und Gesänge für die Weihnachtsmesse
Auftraggeber
Papst Alexander VI. (1431-1503)
Künstler / Schule

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Weihnachtsmissale des Borgia-Papstes Alexander VI. – Belser Verlag – Borg. lat. 425 – Biblioteca Apostolica Vaticana (Vatikanstadt, Vatikanstadt)
Belser Verlag – Zürich, 1986
Limitierung: 600 Exemplare
Detailbild

Weihnachtsmissale des Borgia-Papstes Alexander VI.

Messe des heiligen Gregor

Diese außergewöhnlich reichhaltige Medaillon-Miniatur zeigt den eucharistischen Wandlungsmoment einer Messe, die vor einer Kreuzigungsszene und neben exquisiten Marginalien gefeiert wird. Der Legende nach bezweifelte eine Frau, als Papst Gregor I. eine Messe hielt, dass die Eucharistie tatsächlich Christus war. Nachdem sie um ein Zeichen gebetet hatten, erschien auf dem Altar eine Vision von Christus mit den Wunden der Passion, und die Legende wurde zu einem beliebten Thema für illuminierte Handschriften und Altarbilder.

Weihnachtsmissale Alexanders VI
Einzelseite

Weihnachtsmissale des Borgia-Papstes Alexander VI.

Die Geburt Christi / Wappen und Portrait von Alexander VI.

Dieses unglaubliche Auftragswerk des berüchtigten Borgia-Papstes Alexanders VI. (1431–1503) wird noch heute in der Peterskirche für die Weihnachtsmesse verwendet. Das einzige, was vielleicht noch beeindruckender ist als die Miniaturen, sind die 136 goldenen Initialen, die den Text schmücken, einschließlich der hier vorliegenden Incipit-Seite.

Der Inhalt dieses großartigen Codex beginnt mit den Worten „Ein Kind ist geboren“ - Puer natus est. Eine typische, aber zugleich fein gestaltete Krippenszene ist in den prächtigen historisierten Initialen enthalten, die sich mit floralen Motiven in Rot, Blau und Grün von einem glänzenden Goldgrund abheben. In der Bas-de-Page-Miniatur sind das Wappenschild und das Portrait des anstößigen Papstes vor einem blauen Hintergrund zu sehen, der seinerseits an den Nachthimmel erinnert.

Weihnachtsmissale Alexanders VI
Faksimile-Editionen

#1 Weihnachtsmissale Alexanders VI

Belser Verlag – Zürich, 1986

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Belser Verlag – Zürich, 1986
Limitierung: 600 Exemplare
Einband: Gold- und blindgeprägter Kalbsledereinband mit zwei vergoldeten Muschelschließen
Kommentar: 1 Band (64 Seiten) von Adalbert Roth
Sprache: Deutsch
Faksimile: 1 Band Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
€€ (1.000€ - 3.000€)
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