Im Besitz der Familien Borgia und Medici: Ein prächtiges Missale zur Verwendung in Heiligen Messen in der Sixtinischen Kapelle

Borgia-Missale

Italien — 1492–1503

Borgia-Missale

Borgia-Missale

Italien — 1492–1503

  1. Gehörte einigen der prominentesten Mitglieder der Familien Borgia und Medici

  2. Als Buchschatz wohl in der Sixtinischen Kapelle aufbewahrt und dort auch verwendet

  3. Meisterliche Miniaturen, geschaffen von vier römischen Buchmalern kurz vor 1500

Borgia-Missale

Alternativ-Titel:
  • Borgia Missal
  • Messale Borgia
  • Messale de' Medici
  • De' Medici Missal
Borgia-Missale – Archivio Arcivescovile di Chieti (Chieti, Italien)
Borgia-Missale – Archivio Arcivescovile di Chieti (Chieti, Italien)
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Preiskategorie: €€€ (3.000€ - 7.000€)
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  1. Kurzbeschreibung
  2. Kodikologie

Kurzbeschreibung

Die beeindruckende Handschrift des sogenannten Borgia-Missales vereint in ihrer Provenienz einige große Namen der italienischen Geschichte um 1500: entstanden als Auftrag für Giovanni Borgia aus Anlass seiner Ernennung zum Kardinal in den Jahren 1492–1503, gelangte es vermutlich über den Borgia-Papst Alexander VI. in den Vatikan und von dort schließlich in den Besitz des Kardinals Guido de Medici. Die grandiose Ausstattung der liturgischen Handschrift aus der Umbrischen Schule präsentiert das Meisterwerk in einer wahrhaft päpstlichen Pracht!

Borgia-Missale

Die beeindruckende Handschrift des sogenannten Borgia-Missales vereint in ihrer Provenienz einige große Namen der italienischen Geschichte um 1500: entstanden als Auftrag für Giovanni Borgia aus Anlass seiner Ernennung zum Kardinal in den Jahren 1492–1503, gelangte es vermutlich über den Borgia-Papst Alexander VI. in den Vatikan und von dort schließlich in den Besitz des Kardinals Guido de Medici. Die grandiose Ausstattung der liturgischen Handschrift aus der Umbrischen Schule präsentiert das Meisterwerk in einer wahrhaft päpstlichen Pracht!

Aus dem Umkreis des Pinturicchio

Üppige Rahmen und wunderschöne Miniaturen bilden den künstlerischen Schmuck des wunderbaren Borgia-Missale. Die Malereien wurden von bedeutenden Meistern des späten 15. Jahrhunderts in Rom geschaffen. Stilistisch sind diese der Umbrischen Schule in Rom kurz vor 1500 zuzurechnen. Vier Miniaturisten vermutlich aus der Schule des Pinturicchio (1454–1513) trugen hier ihr Können zur Schau. Die überreiche Ausstattung der Handschrift ist wahrlich einem Kardinal, ja gar einem Papst würdig.

Ein Messbuch für den Kardinal

Das Missale entstand in den Jahren 1492–1503 im Auftrag des Giovanni Borgia (1446–1503). Dieser stammte ursprünglich aus Spanien, ging jedoch nach Italien und wurde dort zuerst zum Kardinal und schließlich zum Erzbischof von Monreale ernannt. Aus der mächtigen Familie der Borgia stammend, wurde Giovanni 1492 von Rodrigo Borgia, Papst Alexander VI., zum Kardinal ernannt und war als solcher einer der engsten Vertrauten des Papstes. Die Ernennung zum Kardinal war vermutlich auch der Anlass zur Anfertigung der prachtvollen Handschrift.

Im Besitz der Medici

Vermutlich gehörte die Handschrift zu der Gruppe von Codices, die in der Sixtinischen Kapelle aufbewahrt und bei dortigen Messen verwendet wurden. Nicht nur als Kunstwerk, auch als liturgisches Manuskript ist das Borgia-Missale bedeutsam: es enthält eines der ersten Exemplare der feierlichen Sonntagsmesse, des Missale festivum.
Heute befindet sich das Borgia-Missale jedoch nicht mehr in Rom, sondern in Chieti, einer Stadt in den Abruzzen. Über den Kardinal Guido de Medici, Erzbischof von Chieti, war die Handschrift in den Besitz der dortigen Kathedrale gelangt. Guido de Medici war der Cousin von Papst Clemens VII. und kam wohl durch diese Verbindung in den Besitz des Buchschatzes.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Borgia Missal
Messale Borgia
Messale de' Medici
De' Medici Missal
Umfang / Format
446 Seiten / 38,5 x 27,5 cm
Herkunft
Italien
Datum
1492–1503
Sprache
Auftraggeber
Giovanni Borgia
Künstler / Schule
Vorbesitzer

1 verfügbare Faksimile-Ausgabe(n) von „Borgia-Missale“

Messale Borgia
Borgia-Missale – Archivio Arcivescovile di Chieti (Chieti, Italien)
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Messale Borgia

Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten)
Verlag
Vallecchi – Florenz, 2002
Limitierung
700 Exemplare
Einband
Leder
Kommentar
1 Band von Adelmo Marino, Emilia Anna Talamo, Marco Buonocore und Maria Luigia Fobelli
Sprachen: Englisch, Italienisch
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Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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