Weimarer Liederbuch

Weimarer Liederbuch – Edition Leipzig – 14, 6 : 60 [e] – Herzogin Anna Amalia Bibliothek (Weimar, Deutschland)

Nürnberg (Deutschland) — Zwischen 1520 und 1540

Eine beeindruckende Kompilation folkloristischer deutscher Lieder des 15. und 16. Jahrhunderts: Vereint 71 Einzeldrucke mit charmanten Holzschnitten zu einem faszinierenden Zeugnis der bürgerlichen Renaissance-Dichtung

  1. Die einst selbstständigen Einzelteile, Faszikel, dieses Sammelbandes wurden allesamt zwischen 1520 und 1540 von drei Nürnberger Drucker*innen gedruckt

  2. Sie enthalten eine vielfältige Mischung folkloristischer, deutscher Lieder diverser Dichter und einer anonymen Dichterin, die sich selbst als "Junckfrewlein" bezeichnet

  3. Eine unbekannte Person ließ die 71 musikalischen Drucke irgendwann zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert zu einem Sammelband binden

Weimarer Liederbuch

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Preiskategorie: €
(unter 1.000€)
  1. Beschreibung
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Beschreibung
Weimarer Liederbuch

Das sogenannte Weimarer Liederbuch ist ein äußerst faszinierender Sammel- beziehungsweise Faszikelband aus der reichen Sammlung der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar. Es ist aus sage und schreibe 71 Faszikeln, also Einzelteilen, zusammengesetzt, die jeder für sich zwischen 1520 und 1540 in Nürnberg gedruckt wurden – und zwar von den führenden Drucker:innen der Reichsstadt. Hervorzuheben ist dabei Kunigunde Hergotin, die als eine der ersten selbstständigen Druckerinnen Nürnbergs in die Geschichte einging und für einen großen Part der 71 Drucke verantwortlich war. Irgendwann zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert wurden sie alle von einer unbekannten Person zu dem vorliegenden, kleinen Sammelband zusammengebunden, der 1803 nach Weimar kam. Die Faszikel vereint jedoch nicht nur ihre Bindung und die Nürnberger Druckkunst, sondern vor allem ihr Inhalt: folkloristische Lieder von diversen Dichtern und einer anonymen Dichterin, die im 15. und 16. Jahrhundert aktiv waren. Das Repertoire umspannt dabei verschiedene Genres, von Meisterliedern zu Bergreihen. Sie werden von Dutzenden volkstümlichen Holzschnitten begleitet, die die Stimmung der alten Lieder wunderbar aufgreifen und den Codex auch zu einem visuellen Kleinod machen.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Bergkreien. Etliche Schöne gesenge/ newlich zusamen gebracht/ gemehret vnd gebessert
Weimar Song Book
Umfang / Format
751 Seiten / 18,7 × 15,0 cm
Herkunft
Deutschland
Datum
Zwischen 1520 und 1540
Sprache
Buchschmuck
Zahlreiche Holzschnitte, die meisten davon Titelholzschnitte der jeweiligen Faszikel
Inhalt
Sammelband aus 71 musikalischen Einzeldrucken bzw. Faszikeln, die unter anderem 58 deutsche Bergreihen sowie Dutzende Klopfans und (Meister-) Lieder enthalten
Künstler / Schule

Verfügbare Faksimile-Editionen:
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Weimarer Liederbuch

Lanzenstechen

Das Lanzenstechen, auch als Tjost bekannt, ist heute ein Sinnbild des mittelalterlichen Rittertums – und das nicht grundlos. Der als Kampftraining entwickelte Zweikampf zu Pferd wurde im 12. Jahrhundert im Rahmen von öffentlichen Ritterturnieren hoch populär als Schau für Volk und Adel und manche Ritter verdienten mit dem Tjostieren gar einen Teil ihres Lebensunterhaltes, ging doch oftmals die gesamte Ausrüstung des Besiegten an den siegreichen und somit um einiges reicheren Ritter. Demnach ist es auch kein Wunder, dass die eindrucksvollen Ritterturniere äußerst beliebte Motive in der Literatur, Dichtung und Minne waren.

Weimarer Liederbuch – Edition Leipzig – 14, 6 : 60 [e] – Herzogin Anna Amalia Bibliothek (Weimar, Deutschland)
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Weimarer Liederbuch

Bergreihen: Etliche Schöne Gesänge

Diese wunderbare Titelseite leitet eine Sammlung von 58 sog. Bergreihen ein. Das sind Bergmannslieder, zu denen im Mittelalter auch oft getanzt wurde, und die die Alltagserfahrungen der in den Bergen lebenden und arbeitenden einfachen Menschen besingen.

Die zentrale Titelvignette wird von einer breiten Bordüre eingefasst, die sich aus typischen Renaissance-Motiven wie Säulen, zwei Putten und mit Schleifen versehene Pflanzen zusammensetzt. Unten sorgt eine Glocke für alpinen Charme. Der Faszikel wurde 1537 in der Druckerei von Kunigunde Hergotin (vor 1520–1547) geschaffen – eine der ersten selbstständigen Druckerinnen Nürnbergs. Liederbücher waren neben reformatorischen Schriften ihre Spezialität.

Weimarer Liederbuch – Edition Leipzig – 14, 6 : 60 [e] – Herzogin Anna Amalia Bibliothek (Weimar, Deutschland)
Faksimile-Editionen

#1 Das Weimarer Liederbuch. Schätzbare Sammlung alter Volkslieder.

Edition Leipzig – Leipzig, 1976

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Edition Leipzig – Leipzig, 1976
Einband: Brauner Ledereinband mit drei erhabenen Bünden. Kommt in einer schützenden Kassette mit Motiven aus der Handschrift auf der Vorderseite.
Kommentar: 1 Band (56 S.) von Konrad Kratzsch
Sprache: Deutsch

Als Nachwort eingebunden
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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