Bestiarium aus Westminster

Ms. 22 - Westminster Abbey Library (London, Großbritannien)

Alternativ-Titel:

Westminster Abbey Bestiary, Bestiario de Westminster

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Westminster Abbey Bestiary
Bestiario de Westminster

Art
Umfang / Format

130 Seiten / 22.0 x 16.0 cm

Herkunft
Datum
Um 1275-1290
Stil
Genre
Sprache
Künstler / Schule

Autor: Isidor von Sevilla

Buchschmuck

164 Miniaturen

Kurzbeschreibung

Die Bibliothek der bedeutenden Londoner Westminster Abbey birgt einen grandiosen Schatz der mittelalterlichen Buchmalerei: das berühmte Bestiarium aus Westminster. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstanden, zählt das Bestiarium aus Westminster zu den schönsten seiner Art. Wunderbar gestaltete, überaus unterhaltsame Miniaturen illustrieren die zahlreichen Beschreibungen von realen und phantasievollen Tieren und Wesen. Die moralisch-didaktischen Absichten dieser Handschrift rücken angesichts ihrer grandiosen Ausstattung in den Hintergrund, lassen sich jedoch wunderbar in dem lateinisch-französischen Text nachspüren.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Das Bestiarium aus Westminster

Die Bibliothek der bedeutenden Londoner Westminster Abbey birgt einen grandiosen Schatz der mittelalterlichen Buchmalerei: das berühmte Bestiarium aus Westminster. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstanden, zählt das Bestiarium aus Westminster zu den schönsten seiner Art. Wunderbar gestaltete, überaus unterhaltsame Miniaturen illustrieren die zahlreichen Beschreibungen von realen und phantasievollen Tieren und Wesen. Die moralisch-didaktischen Absichten dieser Handschrift rücken angesichts ihrer grandiosen Ausstattung in den Hintergrund, lassen sich jedoch wunderbar in dem lateinisch-französischen Text nachspüren.

Eine phantasievolle Enzyklopädie des Tierreichs

Bestiarien sind Sammlungen von kurzen Beschreibungen aller Arten von Tieren und phantastischen Wesen, die mit einer christlich-moralisierenden Deutung ergänzt wurden. Die Ursprünge der weit verbreiteten Bestiarien geht zurück auf den sogenannten Physiologus, eine naturkundliche Schrift aus dem 2. Jahrhundert. Diese wurde über die folgenden Jahrhunderte hinweg vielfach erweitert und ergänzt, etwa durch Isidor von Sevillas Schrift „Etymologiae“ aus dem 7. Jahrhundert, und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Seit dem 12. Jahrhundert war dieses zugleich lehrreiche und unterhaltsame Genre weit verbreitet und besonders in England und Nordfrankreich sehr beliebt. Die Illustrationen zum Text der Natur- und Phantasiebeschreibungen boten den Buchmalern die hervorragende Gelegenheit, ihr ganzes Können zu präsentieren. So konnten sie sich zum einen in der möglichst realistischen Darstellung der Tierwelt ergehen, zum anderen aber auch ihrer Phantasie bei der Darstellung von dreiköpfigen Monstern und ähnlich kuriosen Wesen freien Lauf lassen.

Schlichte Bilder mit beeindruckendem Inhalt

Das Bestiarium, das heute in der Bibliothek der englischen Krönungskirche aufbewahrt wird, ist wohl um 1275-90 in York entstanden. Auf seinen 130 Seiten versammelt es 164 faszinierende Miniaturen. Diese sind zum Teil ganzseitig ausgeführt, zum Teil kleiner und zu mehreren auf einer Seite zu finden. Wunderschöne, liebevolle Tierdarstellungen bevölkern die Seiten der Handschrift. Zum Teil sind diese sehr realitätsnah, zum Teil überaus phantastisch gestaltet. Ob ein riesiger Elefant, ein mystisches Einhorn, eine Horde von Affen oder eine Schar Vögel, die aus ihrem Käfig entlassen werden: der Künstler der Miniaturen schuf Bilder von grandioser Wucht. Diese wirken auf den ersten Blick sehr schlicht und entfalten ihre Wirkung erst bei näherer Betrachtung. Jeweils in schmalen Rahmen vor einfarbigem Hintergrund dargestellt, begeistern die Miniaturen nicht nur durch die kuriosen und realitätsnahen Darstellungen, sondern auch mit leuchtender Farbigkeit. Der schwarze Text ist mit bunten Initialen gespickt und an vielen Stellen finden sich kleine schmückende ornamentale Elemente.

Ein unterhaltsames Bilderbuch für Erwachsene

Die bildhafte und symbolische Präsentation der Tierwelt nach der Vorstellung des Mittelalters hat keinen Anspruch auf naturwissenschaftliche Korrektheit. Die Faszination der Bestiarien besteht nicht nur in ihrer naturkundlichen und theologischen Auslegung, sondern speist sich aus den kunst- und liebevollen Miniaturen, die den Text ergänzen. Diese Bilder von einem riesigen Wal, einem dicken Stachelschwein, einem dreiköpfiger Hund oder skurrilen menschenähnlichen Wesen faszinierten die Betrachter des Mittelalters ebenso wie die heutigen. Das Exemplar aus Westminster bietet diese Faszination in einer herausragenden künstlerischen Qualität. Nicht ohne Grund gilt das Bestiarium aus Westminster als eines der am schönsten illustrierten Exemplare dieser faszinierenden Gattung der mittelalterlichen Buchmalerei.

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