Codex Aureus Escorialensis

Vitr. 17 - Real Biblioteca del Monasterio (San Lorenzo de El Escorial, Spanien)

Alternativ-Titel:

Salisches Kaiserevangeliar, Golden Codex, Codex Aureus Escurialensis, Códice Áureo, Golden Gospels of Henry III

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Salisches Kaiserevangeliar
Golden Codex
Codex Aureus Escurialensis
Códice Áureo
Golden Gospels of Henry III

Art
Umfang / Format

342 Seiten / 50.7 x 33.5 cm

Herkunft
Datum
1043-1046
Stil
Genre
Sprache
Auftraggeber

Heinrich III., Römisch-deutscher Kaiser (1016-1054)

Künstler / Schule

Vermutlich 6 Buchmaler

Buchschmuck

13 ganzseitige und 43 halbseitige Miniaturen, 12 Kanontafeln, 44 Zierseiten

Vorbesitzer

Kaiser Maximilian
Margarete von Mechelen
Philipp II., König von Spanien und Portugal (regierte 1556 - 1598)

Kurzbeschreibung

Der Codex Aureus Escorialensis, auch bekannt als Salisches Kaiserevangeliar, Speyerer Evangeliar, Goldenes Evangelienbuch Heinrichs III. oder schlicht „Liber Vitae“, zählt zu den bedeutendsten Prachthandschriften der ottonischen Buchmalerei. Auftraggeber dieses herausragenden Schmuckstückes war Heinrich III., römisch-deutscher Kaiser aus dem Geschlecht der Salier. Gefertigt wurde der Codex Aureus Escurialensis in der Abtei von Echternach mit ihrem berühmten Skriptorium. Die Handschrift mit den stattlichen Maßen von über 50 x 33 cm enthält auf 342 Seiten einen überbordenden Bilderschmuck aus 56 ganz- und halbseitige Miniaturen, prachtvollen Rankeninitialen und durchgehend in Goldtinte geschriebenem Text! Die Handschrift trägt eine politische Bedeutung als Manifestation der Salier-Herrschaft, doch im Vordergrund ist der Codex wohl schlicht und ergreifend ein unglaubliches Prachtstück der Buchmalerei des 11. Jahrhunderts!

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Codex Aureus Escorialensis

Der Codex Aureus Escurialensis, auch bekannt als Salisches Kaiserevangeliar, Salisches Kaiserevangeliar, Goldenes Evangelienbuch Heinrichs III. oder schlicht „Liber Vitae“, zählt zu den bedeutendsten Prachthandschriften der ottonischen Buchmalerei. Auftraggeber dieses herausragenden Schmuckstückes war Heinrich III., römisch-deutscher Kaiser aus dem Geschlecht der Salier. Gefertigt wurde der Codex Aureus Escurialensis in der Abtei von Echternach mit ihrem berühmten Skriptorium. Die Handschrift mit den stattlichen Maßen von über 50 x 33 cm enthält auf 342 Seiten einen überbordenden Bilderschmuck aus 56 ganz- und halbseitige Miniaturen, prachtvollen Rankeninitialen und durchgehend in Goldtinte geschriebenem Text! Die Handschrift trägt eine politische Bedeutung als Manifestation der Salier-Herrschaft, doch im Vordergrund ist der Codex wohl schlicht und ergreifend ein unglaubliches Prachtstück der Buchmalerei des 11. Jahrhunderts!

Das Goldene Evangelienbuch Heinrichs III.

Kaiser Heinrich III. (1016-1054) aus dem Salier-Geschlecht ließ sein berühmtes Goldenes Evangelienbuch, den Codex Aureus Escorialensis, aus Anlass der Weihe des Hochalters des Speyerer Doms anfertigen. Das kaiserliche Geschenk für den Speyerer Dom, der selbst die Herrschaft Heinrichs manifestieren sollte, gilt heute als eines der Hauptwerke der ottonischen Buchmalerei. Neben der Bezeichnung Codex Aureus Escurialensis – nach ihrem heutigen Aufbewahrungsort in der berühmten Bibliothek des königlichen Klosters San Lorenzo de el Escorial – trägt die Handschrift einige weitere Titel: Codex Aureus Spirensis (ein Verweis auf Speyer als ursprünglicher Dedikationsort), Salisches Kaiserevangeliar oder Speyerer Evangeliar und Goldenes Evangelienbuch Heinrichs III. sind in der Forschung geläufig. Heinrich III. selbst nannte den Codex „Liber Vitae“, Buch des Lebens.

Grandiose Miniaturen und goldener Text

Der Codex Aureus Escurialensis ist ein Werk aus der Abtei von Echternach. Im dortigen berühmten Skriptorium, das eine Vielzahl bedeutender Handschriften hervorbrachte, wurde der ottonische Codex in den Jahren 1043-1046 gefertigt. Vermutlich waren sieben Miniaturisten an der Fertigung des Codex beteiligt. Die Handschrift trumpft auf mit 13 ganzseitigen und 43 halbseitigen Miniaturen, außerdem enthält sie 12 Kanontafeln und 44 Zierseiten. Unzählige Rankeninitialen schmücken die Seiten mit dem völlig in Goldtinte geschriebenen Text! Neben dieser Pracht im Innern des Buches verweist auch das Äußere auf den kaiserlichen Status: Der Codex Aureus Escorialensis hat die stattlichen Maße von 50,7 x 33,5 cm und ist damit das „größte mittelalterliche Evangeliar, das jemals hergestellt worden ist“!

Eine königliche Beziehungsgeschichte

Die bildliche Ausstattung der ottonischen Prachthandschrift folgt einer strikten Zahlensymbolik, basierend auf der göttlichen Ordnung. Durchgehend hochqualitative Buchmalerei bildet neben dem goldenen Text den Buchschmuck des Codex. Das prächtige Dedikationsbild ist nur ein Beispiel für diese herausragende Qualität: zu Seiten der thronenden Maria im Zentrum knien der Kaiser Heinrich III. und seine Frau Agnes in stiller Anbetung vor der Architekturkulisse des Speyerer Doms – der zum Zeitpunkt der Fertigung des Codex noch gar nicht fertiggestellt war!
Über Kaiser Maximilian I. gelangte die Handschrift in den Besitz von Margarethe von Österreich, Maria von Ungarn und schließlich durch Philipp II. nach Spanien. Heute gehört der Codex Aureus Escorialensis zu den größten Schätzen der Bibliothek des Escorial.

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