Der Breslauer Psalter

MS 36-1950 - Fitzwilliam Museum (Cambridge, Großbritannien)

Alternativ-Titel:

Breslau Psalter

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Breslau Psalter

Art
Umfang / Format

294 Seiten / 32.6 × 22.7 cm

Herkunft
Datum
1255 - 1267
Stil
Genre
Inhalt

Psalmen; Gesänge; Litaneien; Kurzgebete

Sprache
Auftraggeber

Anna von Böhmen (1204–1268), Witwe Herzog Heinrichs II. von Schlesien

Künstler / Schule

Meister des Giovanni da Gaibana; Italienisch-byzantinische Schule

Buchschmuck

28 ganzseitige Miniaturen, 36 Kalenderbilder, 10 großformatige historisierte Zierinitialen, 168 kleinere Miniaturen auf den Seitenrändern

Schrift

Gotische Textualis

Kurzbeschreibung

Der Breslauer Psalter fasziniert seinen Betrachter mit großem Ausstattungsreichtum und mit dem Aufeinandertreffen verschiedener Einflüsse der europäischen Buchmalerei. Die prächtige Handschrift entstand zwischen 1255 und 1267 in Westpolen und versammelt auf 294 Seiten unglaubliche 27 ganzseitige Miniaturen, 168 Randminiaturen, 36 Kalendermedaillons, 10 Initialzierseiten sowie zahlreiche Ornamente und figürliche Szenen auf den Blatträndern. Während Schreiber aus Deutschland für den Text der 150 Psalmen und alttestamentarischen Lobgesänge zuständig waren, übernahm der aus Padua stammende Buchmaler Giovanni di Gaibana die Leitung der Maler. Unter ihm arbeitete ein ganzes Team aus schlesischen Künstlern, die nach seinen Vorgaben die große Fülle an Darstellungen zauberten. Nur so konnten fantasievolle Architekturen mit östlichen Kuppeldächern und einem abendländischem Formenrepertoire entstehen.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Der Breslauer Psalter

In dem einzigartigen Breslauer Psalter kommen verschiedene Einflüsse der europäischen Buchmalerei auf beeindruckende Art und Weise zusammen. Die zwischen 1255 und 1267 in Breslau entstandene Handschrift mit 150 Psalmen und Lobgesängen aus dem Alten Testament wurde von mindestens sieben schlesischen Künstlern ausgestattet, die unter der Leitung des Italieners Giovanni di Gaibana arbeiteten. Zusammen zauberten sie 27 ganzseitige Miniaturen, 168 Randminiaturen, 36 Kalendermedaillons, 10 Initialzierseiten sowie zahlreiche Ornamente und figürliche Szenen auf den Blatträndern.

Beispiel für europäische Buchkunst

Der Breslauer Psalter ist ein hervorragendes Beispiel für den kulturellen Austausch zwischen Ost und West, Nord und Süd. Während Schreiber aus Deutschland für die Psalmen und Lobgesänge zuständig waren, führte der aus Padua stammende Buchmaler Giovanni di Gaibana als Hauptmeister die Miniaturen aus. Unter seiner Leitung arbeitete außerdem ein ganzes Team von schlesischen Malern, die ihn bei der großen Zahl an Darstellungen unterstützten. Nur durch diese Zusammenarbeit konnte eine Bildwelt entstehen, die schimmernde Goldhintergründe und östliche Kuppeldächer mit dem abendländischen Formenrepertoire verbindet.

Großer Ausstattungsreichtum

Jeder der Psalmen und Lobgesänge ist mit einem eigenen Bild versehen, was dazu führt, dass gelegentlich bis zu drei Darstellungen auf einer Seite Platz finden müssen. Diese hohe Dichte an Miniaturen ist umso erstaunlicher, wenn man sie genauer betrachtet und die umfangreiche Bildsprache und die große Vielfalt der Motive entdeckt. So befinden sich die Figuren nicht vor einem schlichten Goldgrund sondern vor fantasievollen Architekturen mit Spitzbögen, gotischen Drei- und Vierpässen und zarten Säulen. Besonders individuell ist zudem die Gestaltung der Gesichter und der verschiedenen Körperhaltungen. Aus dem Zusammenspiel von Gestik und Mimik lassen sich Emotionen wie Trauer und Mitgefühl deutlich erkennen.

Böhmische Herzogin als Auftraggeberin

Durch die Betonung der böhmischen Heiligen im Kalender des Psalters und die weiblichen Gebetsformeln, kann angenommen werden, dass Anna von Böhmen (1204-1268) die Auftraggeberin der herrlichen Handschrift ist. Sie ist die Witwe von Heinrich II., Herzog von Schlesien (1196/1207-1241) und gründete 1242 zusammen mit ihrem Sohn Boleslaw II. das Kloster Grüssau.

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