Evangeliar Ottos III.

Clm 4453 - Bayerische Staatsbibliothek (München, Deutschland)

Alternativ-Titel:

Evangeliar Otto III., Gospels of Otto III

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Evangeliar Otto III.
Gospels of Otto III

Art
Umfang / Format

552 Seiten / 33.4 x 24.2 cm

Herkunft
Datum
Kurz nach 997
Stil
Genre
Inhalt

Die vier Evangelien

Sprache
Auftraggeber

Kaiser Otto III.

Künstler / Schule

Liuthard-Werkstatt

Buchschmuck

1 doppelseitige Miniatur, 34 ganzseiten Miniaturen, 12 Kanontafeln und 4 ganzseitige Prunkinitialen

Vorbesitzer

Nach dem Tod Kaiser Ottos III., ging der Codex in den Besitz seines Nachfolgers, Kaiser Heinrich II. über, der das Evangeliar dem Bamberger Dom stiftete. Im Zuge der Säkularisation von 1803 gelangte er in die Bayerische Staatsbibliothek nach München.

Kurzbeschreibung

Ein Hauptwerk der ottonischen Buchmalerei: das Evangeliar Ottos III. entstand um das Jahr 1000 im einflussreichen Skriptorium des Klosters Reichenau am Bodensee, dem damaligen Zentrum der abendländischen Buchmalerei. Die liturgische Prachthandschrift war ein Auftrag des Kaisers Otto III. und gelangte unter seinem Nachfolger Heinrich II. in den Besitz des Bamberger Doms. Insgesamt über 30 ganzseitige Miniaturen, wundervolle Kanontafeln und herrliche Initialseiten präsentieren die hohe Qualität der Kunst der Reichenauer Liuthar-Schule und geben mit ihren prächtigen Malereien auf Goldgrund einen Einblick in die großartige ottonische Buchmalerei des späten 10. Jahrhunderts.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Evangeliar Ottos III.

Das Evangeliar Ottos III. entstand um das Jahr 1000 als Hauptwerk der ottonischen Buchmalerei im einflussreichen Skriptorium des Klosters Reichenau am Bodensee, dem damaligen Zentrum der abendländischen Buchmalerei. Die liturgische Prachthandschrift war ein Auftrag des Kaisers Otto III. und gelangte unter seinem Nachfolger Heinrich II. in den Besitz des Bamberger Doms. Insgesamt über 30 ganzseitige Miniaturen, wundervolle Kanontafeln und herrliche Initialseiten präsentieren die hohe Qualität der Kunst der Reichenauer Liuthar-Schule und geben mit ihren prächtigen Malereien auf Goldgrund einen Einblick in die großartige ottonische Buchmalerei des späten 10. Jahrhunderts. Diese überbordende Pracht wird gekrönt von einem wertvollen Prunkeinband mit über 188 Edelsteinen und einem byzantinischen Elfenbeinrelief. Ein wahrhaft kaiserlicher Schatz!

Kostbarer Goldgrund für wahre Meisterleistungen

Eine doppelseitige und 34 ganzseitige Miniaturen bilden den beeindruckenden Bilderschmuck des Evangeliars Ottos III. Hinzu kommen auf den insgesamt 552 Seiten zwölf herrliche Kanontafeln und vier Prunkinitialen auf jeweils einer ganzen Seite. Allesamt zeugen sie von der tiefen Frömmigkeit und der großen Bedeutung des christlichen Glaubens für den Kaiser. Ein Bilderzyklus zum Leben Christi illustriert die vier Evangelientexte. Dieser Passionszyklus präsentiert der neuesten Mode nach seine herrlichen und qualitätvollen Miniaturen auf prächtigem Goldgrund. Die vier berühmten Evangelistenbilder des Evangeliums bezeugen darüber hinaus zusätzlich den wegweisenden Stil der Liuthar-Werkstatt. Ihre Vorbilder fanden die begabten Buchmaler von Reichenau in der karolingischen wie auch in der byzantinischen und frühchristlichen Buchmalerei und führten diese durch eigene Inventionen weiter fort. Aus dieser Verbindung entstanden wahrhaft kaiserliche Handschriften, von denen das Evangeliar Ottos III. sicherlich eine der herausragendsten ist!

Ein Hauptwerk der ottonischen Buchmalerei aus dem Skriptorium des Klosters Reichenau

Das Perikopenbuch Heinrich II., die Bamberger Apokalypse, das Liuthar-Evangeliar im Aachener Domschatz - all diese Namen lassen das Herz eines jeden Liebhabers frühmittelalterlicher Handschriften höher schlagen. Die großen Prachthandschriften aus dem Skriptorium des Klosters Reichenau sind die maßgeblichen Kunstwerke des 10. und 11. Jahrhunderts. Das berühmte Skriptorium des Klosters Reichenau am Bodensee gilt als das Zentrum der abendländischen Buchmalkunst des 10. und 11. Jahrhunderts. Besonders um das Jahr 1000 brachten die dortigen Buchmaler wahre Meisterwerke hervor. Verantwortlich für diese Schätze der Buchmalerei war die sogenannte Liuthar-Werkstatt, nach der die Handschriften auch als Liuthar-Gruppe bezeichnet werden. Einer dieser Höhepunkte der ottonischen Buchmalerei ist das herausragende Evangeliar Ottos III., entstanden kurz nach 997, also zur Hochzeit der Reichenauer Buchmalerei.

Liturgische Prachthandschrift im Auftrag des Kaisers

Otto III. (980-1002) stammte aus dem Geschlecht der Ottonen und war bereits als Dreijähriger römisch-deutscher König. Im Jahr 996 wurde er schließlich zum Kaiser und damit zum mächtigen Herrscher des Heiligen Römischen Reiches erwählt. Seine Herrschaft ist besonders durch eine stark auf Italien bezogene Politik gekennzeichnet. Das nach ihm benannte Evangeliar zeugt von der herausragenden Stellung dieses mächtigen Mannes. Und von seinem großen Kunstsinn! Nach seinem Tod ging das Buch in den Besitz Kaiser Heinrichs II. (973 oder 978 - 1024) über. Dieser vermachte das Evangeliar dem Bamberger Dom, von wo aus es im Zuge der Säkularisation im Jahr 1803 in den Besitz der Bayerischen Staatsbibliothek gelangte. Unter der Signatur Clm 4453 stellt das Evangeliar Ottos III. dort einen Höhepunkt der wertvollen und bedeutenden Handschriftensammlung dar.

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