Atlas Coelestis

Atlas Coelestis Faksimile

Nürnberg (Deutschland) — 1742–1748

Das Wissen von Ptolemäus, Kopernikus oder Kepler: Die gesammelten und reich bebilderten Werke der größten Astronomen der Antike und der frühen Neuzeit vereint in einem großformatigen Prachtband

  1. Eines der einflussreichsten Werke der Astronomie im Mittelalter

  2. Erstmals veröffentlicht im Jahr 1742 von der Nürnberger Druckerei Homann, die sich auf Astronomie spezialisierte

  3. Johann Gabriel Doppelmayr (1670–1750) präsentiert kunstvoll die Werke von Astronomen wie Ptolemäus, Kopernikus und Kepler

Atlas Coelestis

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  1. Beschreibung
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  3. Einzelseite
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Beschreibung
Atlas Coelestis

Das Werk „Atlas Coelestis In quo Mundus Spectabilis“ ist eine Sammlung von 32 astronomischen Karten, die vom deutschen Wissenschaftler Johann Gabriel Doppelmayr hergestellt wurde. Der Atlas wurde erstmals im Jahr 1742 vom Nürnberger Astronomieverlag Homann herausgegeben. Es ist eine der prächtigsten und einflussreichsten Forschungsarbeiten über die Astronomie des Mittelalters und enthält atemberaubende, von Hand kolorierte Himmels- und Sternenkarten.

Atlas Coelestis

In der Bibliothek der Nikolaus-Kopernikus-Universität in der polnischen Stadt Torun befindet sich ein ganz besonderes Dokument des deutschen Astronomen Johann Gabriel Doppelmayr. Es trägt den vollen Titel „Atlas Coelestis In quo Mundus Spectabilis“ und wurde im Jahre 1742 erstmals vom Nürnberger Verlagshaus Homann herausgegeben. Das kunstvoll illustrierte Werk beinhaltet eine Sammlung von 32 doppelseitigen Himmelstafeln. In dieser Arbeit zeichnete der einflussreiche Wissenschaftler Doppelmayr die Ergebnisse seiner lebenslangen Erforschung des Himmels und der Sterne auf.

Wer war Johann Gabriel Doppelmayr?

Der Astronom Johann Gabriel Doppelmayr lebte und arbeitete im 17. und frühen 18. Jahrhundert in Nürnberg. Er wurde als Sohn eines Kaufmanns geboren. Nach dem Besuch des Nürnberger Egidiengymnasiums immatrikulierte er sich 1696 an der Universität Altdorf in der juristischen Fakultät. Bald aber wechselte er an die Universität Halle und widmete sich dem Studium der Mathematik und Physik. Später wurde Doppelmayr Professor für Mathematik in Nürnberg. Er war ein begeisterter Forscher der Himmelskörper und ist heute als einer der einflussreichsten deutschen Astronomen des Mittelalters bekannt. Ab 1728 baute er zusammen mit Johann Georg Puschner Erd- und Himmelsgloben. Sein beeindruckender Himmelsatlas, in dem auf prächtigen Karten das astronomische Wissen seiner Zeit zusammengefasst ist, ist das bedeutendste Werk des Wissenschaftlers.

Die Geschichte des Codex

Der Atlas Coelestis beinhaltet 32 Karten des Himmels, die vom Autor Doppelmayr selbst entworfen wurden. Seine Forschung basierte auf den Lehren berühmter Astronomen wie Claudius Ptolemäus, Nikolaus Kopernikus und Johannes Kepler. Die Himmelskarten wurden als Kupferstiche auf die Seiten des Werkes gepresst und später von Hand in wunderschönen Farben koloriert. Besonders interessant sind einige abgebildete Darstellungen der berühmten Wissenschaftler, die Doppelmayr prägten. Auf der Titelseite des Werkes befinden sich Bilder von Kopernikus, Kepler und weiteren Pionieren der Astronomie, in charakteristischen Posen und mit einzigartigen astronomischen Instrumenten.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Atlas Coelestis In quo Mundus Spectabilis
Umfang / Format
128 Seiten / 51,5 × 31,5 cm
Herkunft
Deutschland
Datum
1742–1748
Sprache
Buchschmuck
32 Himmelskarten
Künstler / Schule

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Atlas Coelestis – A-640-V – Biblioteka Uniwersytecka Mikołaj Kopernik w Toruniu (Toruń, Polen) Faksimile
Orbis Pictus – Pelplin, 2011
Limitierung: 294 Exemplare
Detailbild

Atlas Coelestis

Stier und Orion

Der Stier stürmt entlang des Wendekreises des Krebses über den Himmel, die Hörner im Angriff gesenkt, seine beeindruckende Muskulatur wird durch zarte Schattierungen betont. Sein Angriff wird von Orion pariert, der in eine altgriechische Rüstung gekleidet ist, sich mit einem Schild behauptet und seine charakteristische Keule in die Höhe hält. Ihre Sterne sind mit Blattgold hervorgehoben. Das sind nur zwei der Sternbilder, die diesen Teil des Nachthimmels bevölkern und von Perseus, Widder, Lepus und Eridanus umgeben sind.

Atlas Coelestis
Einzelseite

Atlas Coelestis

SYSTEMA SOLARE ET PLANETARIUM

Dieser unglaublich detaillierte und fein kolorierte Holzschnitt veranschaulicht den kopernikanischen Heliozentrismus, eine Idee, die erstmals 1543 veröffentlicht wurde, also ganze 200 Jahre vor der Entstehung dieses Codex. Es war ein großer wissenschaftlicher Durchbruch - einer der wichtigsten in der Geschichte der Menschheit - aber dennoch ist auch dieser Holzschnitt mit den Tierkreiszeichen verziert, die die Pseudowissenschaft der Astrologie repräsentieren, die im 18. Jahrhundert immer noch sehr beliebt war.

Weitere Informationen umgeben die Hauptdarstellung, wie z. B. ein Versuch, die relativen Größen der Planeten und der Sonne in der oberen linken Ecke zu vergleichen, mit der Darstellung einer Sonnenfinsternis darunter. Werkzeuge, die von Astronomen verwendet werden, sind in der unteren rechten Ecke neben zwei Figuren (Maria und einem Engel) dargestellt, darunter ein Fernrohr und ein Kompass.

Atlas Coelestis
Faksimile-Editionen

#1 Atlas Coelestis

Orbis Pictus – Pelplin, 2011

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Orbis Pictus – Pelplin, 2011
Limitierung: 294 Exemplare
Einband: Ziegenleder
Kommentar: 1 Band
Sprachen: Englisch, Polnisch
Faksimile: 1 Band Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
€€ (1.000€ - 3.000€)
Ausgabe bei uns verfügbar
Preis: Hier anmelden!
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