Biblia Hebrea - G-II-8

Biblia Hebrea - G-II-8 Faksimile

Spanien und Flandern (Belgien) — 16. Jahrhundert

Ein großartiges Meisterwerk der hebräischen Kalligrafie-Tradition: Die 24 Bücher des jüdischen Kanons in einer kunstvoll und reich verzierten Schmuckhandschrift

  1. Die 24 Bücher des jüdischen Kanons sind hier mit wunderschönen floralen und geometrischen Ornamenten verziert

  2. Ursprünglich im Besitz des spanischen Rabbiners Alfonso de Zamora (1474–1544), eines katholischen Konvertiten und führenden Hebraisten seiner Zeit

  3. Der von der Norm abweichende Text und die Randnotationen machen die Handschrift zu einem sehr interessanten Studienobjekt

Biblia Hebrea - G-II-8

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  1. Beschreibung
  2. Detailbild
  3. Einzelseite
  4. Faksimile-Editionen (1)
Beschreibung
Biblia Hebrea - G-II-8

Die berühmte hebräische Bibel aus der Sammlung des Escorial ist eine bedeutende Handschrift für die Geschichte der Bibeleditionen. Die wertvolle Bibel enthält die 24 Bücher des jüdischen Kanons und ist mit herrlichem floralem und geometrischem Ornament verziert. Sie diente unter anderem dem berühmten spanischen Rabbiner Alfonso de Zamora als Hilfsmittel während seiner Mitarbeit an der Complutensischen Polyglotte. Diese gilt als die erste gedruckte mehrsprachige Bibel. Vermutlich wurde die Handschrift später auch von Benedictus Arias Montanus genutzt, als dieser im Auftrag Philipps II. in Antwerpen die Herausgabe einer mehrsprachigen Bibel leiten sollte. Die hebräische Bibel des Escorial ist ein überaus interessantes historisches Studienobjekt und ein Zeugnis der Entstehung der mehrsprachigen spanischen Bibelausgaben des 16. Jahrhunderts!

Biblia Hebrea G-II–8

Die berühmte hebräische Bibel aus der Sammlung des Escorial ist eine bedeutende Handschrift für die Geschichte der Bibeleditionen. Die wertvolle Bibel enthält die 24 Bücher des jüdischen Kanons und ist mit herrlichem floralem und geometrischem Ornament verziert. Sie diente unter anderem dem berühmten spanischen Rabbiner Alfonso de Zamora als Hilfsmittel während seiner Mitarbeit an der Complutensischen Polyglotte. Diese gilt als die erste gedruckte mehrsprachige Bibel. Vermutlich wurde die Handschrift später auch von Benedictus Arias Montanus genutzt, als dieser im Auftrag Philipps II. in Antwerpen die Herausgabe einer mehrsprachigen Bibel leiten sollte. Die hebräische Bibel des Escorial ist ein überaus interessantes historisches Studienobjekt und ein Zeugnis der Entstehung der mehrsprachigen spanischen Bibelausgaben des 16. Jahrhunderts!

Der große Hebraist

Alfonso de Zamora (um 1474–1544) war ein spanischer Rabbiner, der 1506 zum Katholizismus konvertierte. Er gilt als bedeutender Hebraist seiner Zeit. Als solcher war er unter anderem beteiligt an der Complutensischen Polyglotte. Diese erste gedruckte mehrsprachige Bibelausgabe der Welt entstand im Auftrag von Kardnal Francisco Jiménez de Cisneros, Erzbischof von Toledo, Beichtvater von Königin Isabella von Kastilien und Gründer der berühmten Universität von Alcala de Henares im Jahr 1500. Die Polyglotte erschien in sechs Bänden von 1514 bis 1517. Alfonso de Zamora erarbeitet den sechsten Band, ein Wörterbuch für Hebräisch, Chaldäisch und Latein und zum Bibelstudium unerlässlich.

Die hebräische Bibel des Escorial

Zu dieser Aufgabe zog Alfonso de Zamora vor allem eine Handschrift heran: die berühmte hebräische Bibel G-II–8 aus der Bibliothek des Escorial. Diese Bibel des 15. Jahrhunderts umfasst 772 Seiten im Format von 28,8 x 22,3 cm. Sie enthält, wie der Titel schon verrät, den hebräischen Bibeltext. Auf Pergament aus Kalbsleder, gemäß dem Talmud, ist dieser in herrlicher spanischer Quadratschrift in zwei Kolumnen verfasst. Reiche Verzierungen mit Ornamenten in Rot, Blau und Gold in Form von geometrischen und floralen Motiven finden sich sowohl im Bibeltext als auch in der masora magna.
Die Handschrift enthält die 24 Bücher des jüdischen Kanons und die Masora parva und magna (kleine und große Masora) des Pentateuch. Das Pentateuch ist deshalb auch der vollständigste und interessanteste Teil der Handschrift. Ein edler brauner Ledereinband mit Bronzebeschlägen und wunderschönen Prägungen im Mudejar-Stil vervollständigt das Kunstwerk.

Grundstein der polyglotten Bibel

Sieben Bibel-Exemplare wurden zur Erarbeitung der Polyglotte herangezogen. Die hebräische Bibel aus dem Escorial ist unter ihnen die wichtigste. Vermutlich wurde die Handschrift später ein weiteres Mal zur Vorbereitung einer Bibelausgabe genutzt. Der spanische Theologe Benedictus Arias Montanus nahm die hebräische Bibel des Escorial mit nach Flandern, als er im Auftrag von König Philipp II. in Antwerpen die Herausgabe einer mehrsprachigen Bibel leiten sollte. Die hebräische Bibel G-II–8 ist die einzige komplette jüdische Bibel des Escorial. Mit den interessanten Unregelmäßigkeiten im Text, die von der sonst üblichen Norm abweichen, und den Anmerkungen und Randnotizen von Alfonso de Zamora ist die Handschrift ein sehr interessantes Studienobjekt und ein bedeutendes Zeugnis der Entstehung der großen Bibelausgaben des 16. Jahrhunderts!

Kodikologie

Alternativ-Titel
Biblia Hebrea
Hebrew Bible
Umfang / Format
772 Seiten / 27,5 × 20,0 cm
Herkunft
Spanien
Datum
16. Jahrhundert
Vorbesitzer
Alfonso de Zamora (1474–1544)

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Biblia Hebrea - G-II-8 – G.II.8 – Real Biblioteca del Monasterio (San Lorenzo de El Escorial, Spanien) Faksimile
Testimonio Compañía Editorial – Madrid, 1997
Limitierung: 980 Exemplare
Detailbild

Biblia Hebrea - G-II-8

Incipit: Buch Genesis

Das in dickem, schimmerndem Gold geschriebene Wort בְּרֵאשִׁית für "Im Anfang" leitet den Text des Buches Genesis ein, der in zwei sauber geordneten Spalten geschrieben und von demselben durchgehenden goldenen und roten Rahmen umgeben ist, der auch das Incipit umgibt. Der Raum um die kräftigen goldenen Buchstaben herum wird spielerisch von einem wirbelnden Rankenmuster in roter und grüner Tinte ausgefüllt. Am oberen Rand sind feine Beispiele für Mikrografie in Form verschiedener Sterne mit rot umrandeten goldenen Punkten zu sehen: jüdische Kalligramme aus hebräischen Wörtern, die so angeordnet sind, dass sie graphisch ein Bild oder eine Struktur wie hier den Stern ergeben.

Biblia Hebrea
Einzelseite

Biblia Hebrea - G-II-8

Teppichseite

Diese prächtige Teppichseite ist ein Beweis für die gegenseitige Beeinflussung der Kunst verschiedener Kulturen während des Mittelalters. Westliche Teppichseiten haben ihren Ursprung in der islamischen Kunst, die die Darstellung von menschlichen Figuren verbot. Daher konzentrierten sich die muslimischen Künstler auf die Gestaltung kunstvoller geometrischer und floraler Muster, wie sie häufig auf aufwendigen Gebetsteppichen zu finden waren und die hier die Ränder dieser Teppichseite ausfüllen.

Auch die Fleur-de-Lys ist auf der Seite zu sehen, und auch wenn sie kein ausdrücklich christliches Symbol ist, ist sie gewiss nicht jüdisch und hat eine politische, dynastische und religiöse Symbolik, die eng mit Frankreich und dem alten fränkischen Königreich verbunden ist. Während einige der Fleurs-de-Lys entweder aus massivem Silber oder Gold bestehen, sind die meisten eine Mischung aus beidem und werden in einem Feld aus ineinandergreifenden Gold- und Silberringen mit rotem und grünem Hintergrund dargestellt.

Biblia Hebrea
Faksimile-Editionen

#1 Biblia Hebrea

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Testimonio Compañía Editorial – Madrid, 1997
Limitierung: 980 Exemplare
Einband: Mudejar-Stil. Handgenäht und gebunden in braunem Ziegenleder, silbergeprägt. Buchschließen nach dem Original gestaltet in Bronze. Goldschnitt.
Kommentar: 1 Band (128 Seiten) von Emilia Fermández Tejero, María Josefa de Azcárraga und María Teresa Ortega Monasterio.
Sprache: Spanisch
Faksimile: 1 Band Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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