Codex Vaticanus B

Codex Vaticanus B

Ägypten oder Paläsitina — 4. Jahrhundert

Ein einmaliges Zeugnis aus dem 4. Jahrhundert: Die älteste vollständige griechische Handschrift des Alten Testaments und die vielleicht beste Fassung der Septuaginta

  1. Codex Vaticanus gilt zusammen mit dem Codex Sinaiticus als die bedeutendste griechische Handschrift der Bibel

  2. Der alttestamentliche Teil ist fast vollständig erhalten, im Neuen Testament fehlt der Teil ab Hebräerbrief 9,14

  3. Die 733 Folios sind von wohl zwei Schreibern in Majuskelschrift (Unzialen) verfasst

Codex Vaticanus B

Preiskategorie: €€€ (3.000€ - 7.000€)
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Beschreibung
Codex Vaticanus B

Der Codex 3773 der Vatikanischen Bibliothek in Rom, auch bekannt als Codex Vaticanus B, ist eine faszinierende altmexikanische Bilderhandschrift. Sie ist auf einem mehr als 7 Meter langen, doppelseitig beschriebenen Stück Pergament dargestellt, das zu 48 Seiten gefaltet wurde, und verfügt über tabellarische Darstellungen mit verschiedenen, leuchtend farbigen Miniaturen. Diese liefern Informationen über die lange verschollene aztekische Kultur Mexikos, ihren Kalender, ihre Religion, die Medizin und viele andere Aspekte.

Codex Vaticanus B

Einer der wichtigsten Zeugen für den griechischen Text des Neuen Testaments: der sogenannte Codex Vaticanus B. Die meistverwendeten Ausgaben des griechischen Neuen Testaments basieren größtenteils auf diesem Text des 4. Jahrhunderts, der vor der Entdeckung der Schriftrollen vom Toten Meer 1946/47 als "die älteste erhaltene Abschrift der Bibel" galt. Außerdem ist er eines der schönsten Beispiele einer Unziale-Handschrift aus der Spätantike und umfasst sowohl das Alte als auch das Neue Testament. Die Unziale ist eine Majuskelschrift (komplett in Großbuchstaben geschrieben), die von lateinischen und griechischen Schreibern zwischen dem 4. und 8. Jahrhundert verwendet wurde. Da ihr jegliche Zwischenräume und Interpunktionen fehlten, wurde die Unziale im Laufe des Mittelalters allmählich durch leichter lesbare Schriften ersetzt.

Ein Juwel der Vatikanischen Bibliothek

Auch wenn sie unter verschiedenen Signaturbezeichnungen wie „Vat. gr. 1209“, „Nr. B“, oder „03 Gregory-Aland δ 1 von Soden“ bekannt ist, befindet sich diese Handschrift seit dem 15. Jahrhundert gut geschützt in der Vatikanischen Bibliothek, wo sie teilweise restauriert wurde, obwohl ihr immer noch einige Originalblätter fehlen. Verschiedene Glossen, Korrekturen und Ergänzungen des Textes wurden in den aufeinanderfolgenden Jahrhunderten vorgenommen und lassen auf eine regelmäßige Verwendung des Codex Vaticanus B während seiner gesamten Existenz schließen. Der Text beider Testamente wurde im 15. Jahrhundert von einer meisterhaften Hand teilweise restauriert, und einige der Texte für das Neue Testament wurden unter der Signatur Codex 1957 separat aufbewahrt.

Das Werk vieler Hände

Die Forschung deutet darauf hin, dass der Codex Vaticanus B das Werk von mindestens drei Schreibern ist, die möglicherweise von zwei Redaktoren beaufsichtigt wurden. Die Gelehrten haben verschiedene Entstehungsorte für das Manuskript vorgeschlagen, die von Rom über Alexandria bis hin zu Caesarea Maritima, einer Stadt an der Mittelmeerküste des heutigen Israel, reichen. Obwohl dies unter Gelehrten immer noch heftig umstritten ist, glauben einige, dass diese Änderungen im Laufe des 10. oder 11. Jahrhunderts von einem äußerst talentierten Schreiber vorgenommen wurden, der die Fülle seiner Fähigkeiten nutzte, um den ursprünglichen Text aus der Spätantike zu replizieren. Es wird angenommen, dass die kursive Schrift, die an den Rändern erscheint, im 12. Jahrhundert hinzugefügt wurde. Nichtsdestotrotz weist die Handschrift Anzeichen für einen umfangreichen und regelmäßigen Gebrauch über die Jahrhunderte hinweg auf, aber wann und wo, ist immer noch umstritten.

Schöner Unziale-Text

In drei Spalten angeordnet, ist die Schrift ordentlich und ohne Verzierungen, und es fehlt jede Form von Interpunktion, mit Ausnahme von Akzenten, die von späteren Gelehrten gesetzt wurden. Der Codex wurde wahrscheinlich im 6. Jahrhundert in Cäsarea aufbewahrt und weist stilistische Ähnlichkeiten mit dem Codex Sinaiticus auf, besonders im Hinblick auf die Apostelgeschichte. Seine Existenz wird erstmals im 16. Jahrhundert in der Korrespondenz zwischen Erasmus von Rotterdam und den Präfekten der Vatikanischen Bibliothek, Paulus Bombasius und Juan Ginés de Sepúlveda, bezeugt.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Codex Vaticanus B
Bibliorum sacrorum Graecorum Codex Vaticanus B
Codex Vaticanus Graecus 1209
Umfang / Format
1554 Seiten / 27,0 × 27,0 cm
Herkunft
Ägypten
Datum
4. Jahrhundert
Epoche
Schrift
Unzialis
Inhalt
Altes und Neues Testament
Künstler / Schule

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Codex Vaticanus B – Vat. gr. 1209 – Biblioteca Apostolica Vaticana (Vaticanstadt, Vaticanstadt)
Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato – Rom, 1999
Limitierung: 450 Exemplare
Detailbild

Codex Vaticanus B

Am Anfang...

Ein einfaches Incipit mit den Anfangszeilen des Buches Genesis in roter Tinte ist die einzige Verzierung, die man in diesem Manuskript findet. Die Tatsache, dass es so textorientiert ist, deutet darauf hin, dass es für praktische Zwecke geschaffen wurde, wahrscheinlich eher für Theologen in Bibliotheken gedacht als für den zeremoniellen Gebrauch in Kathedralen und Prozessionen. Es ist nicht in Majuskeln geschrieben, so dass wir davon ausgehen können, dass dieser Teil des Textes zu denen gehört, die während des Mittelalters restauriert oder ersetzt wurden.

Bibliorum sacrorum Graecorum Codex Vaticanus B
Faksimile-Editionen

#1 Bibliorum sacrorum Graecorum Codex Vaticanus B

Details zur Faksimile-Edition:

Limitierung: 450 Exemplare
Kommentar: 1 Band von Paul Canart, Pierre-Marie Bogaert, Stephen Pisano
Sprachen: Englisch, Französisch
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
Preiskategorie: €€€ (3.000€ - 7.000€)
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