Die Goldene Schrift

Die Goldene Schrift Faksimile

Tours (Frankreich); Lindisfarne (Vereinigtes Königreich) und weitere — 7.–15. Jahrhundert

Vom Initialbuchstaben zum eigenständigen Kunstwerk: Die Kunst der historisierten Initiale als Überblick über 9 Jahrhunderte in einer Sammlung von Einzelblättern

  1. Historisierte Initialen tauchten erstmals im frühen 8. Jahrhundert auf und sind eine Erfindung der insularen Buchmaler

  2. Die in diesen Initialen enthaltenen Miniaturszenen haben häufig, aber nicht immer einen Bezug zum Text

  3. Die zehn Blätter dieser Auswahl geben einen reizenden Überblick über die Kunst der historisierten Initiale in neun Jahrhunderten

Die Goldene Schrift

Regulärer Preis ohne Anmeldung (wie neu)590 
Noch günstiger bei Anmeldung!
  1. Beschreibung
  2. Faksimile-Editionen (1)
Beschreibung
Die Goldene Schrift

Eines der markantesten und auffälligsten Merkmale einer mittelalterlichen Handschrift ist die sogenannte historisierte Initiale - eine große Zierinitiale, in die ein Bild integriert ist. Sie tauchen während des gesamten Mittelalters immer wieder in Handschriften auf und finden sich auch nach der Erfindung des Buchdrucks noch in gestochener Form. Historisierte Initialen hatten sowohl einen praktischen Zweck als auch dekorativen Charakter - einige historisierte Initialen wurden mit einem Grad an Raffinesse und Kunstfertigkeit geschaffen, der mit dem von Miniaturen konkurriert.

Die Goldene Schrift

Im engeren Sinne stellt eine historisierte Initiale eine identifizierbare Figur oder eine bestimmte Szene dar, während bei einer bewohnten Initiale die dargestellten Personen oder Tiere kein bestimmtes Thema haben und manchmal rein dekorativ sind. Historisierte Initialen tauchen erstmals im frühen 8. Jahrhundert auf und sind eine Erfindung der insularen Buchmaler. Die in diesen Initialen enthaltenen Miniaturszenen haben oft, aber nicht immer, einen Bezug zum Text und wurden mit der gleichen Materialqualität und Kunstfertigkeit wie ganzseitige Miniaturen geschaffen, wobei manchmal sogar Silber und Gold verwendet wurden. Abgesehen von ihrer illustrativen Funktion dienen diese aufwendigen Initialen als Wegweiser im Text und zeigen den Beginn eines neuen Abschnitts an. Aufgrund der hohen Kosten für Pergament konnten sie nicht immer auf einer neuen Seite beginnen. Auf diese Weise erfüllten die historisierenden Initialen neben ihrem ästhetischen Wert auch einen funktionalen Zweck. In einigen Luxusmanuskripten wird einer historisierten Initiale eine ganze Seite gewidmet, so dass die Künstler das kreative Potenzial dieser dekorativen Elemente voll ausschöpfen konnten.

Die zehn Folios dieser Auswahl bieten einen guten Überblick über die Kunst der historisierten Initialen im Mittelalter und werden hier zusammen mit anderen Zierseiten vorgestellt.

  1. Ornamentale Seite, Johannesevangelium
    Buch von Lindisfarne, Lindisfarne vor 698
    London, British Library

  2. Initialseite, Matthäus-Evangelium
    Ebo-Evangeliar, Reims 816/835
    Epernay, Städtische Bibliothèque

  3. Kanontafel
    Lothar-Evangeliar, Tours ca. 849/851
    Paris, Bibliothèque Nationale

  4. "B"-Initiale aus Psalm 1
    Harley-Psalter, Winchester ca. 980
    London, British Library

  5. "Q"-Initiale
    Bohun-Psalter, England ca. 1370
    Oxford, Exeter College

  6. König und Königin beim Schachspiel
    Zeitleiste des Christentums, Utrecht ca. 1410
    New York, Piermont Morgan Bibliothek

  7. Haggada Ornamentale Seite
    Darmstädter Pessach Haggada, Oberrhein ca. 1430
    Darmstadt, Hessische Landes- und Hochschulbibliothek

  8. Anbetung der Heiligen Drei Könige
    Stephan Lochner Gebetbuch, Köln 1451
    Darmstadt, Hessische Landes- und Hochschulbibliothek

  9. "D"-Initiale mit Darstellung Jesu im Tempel
    Stunden der Maria von Burgund, Gent 1470/80
    Wien, Österreichische National-Bibliothek

  10. "D"-Initiale
    Sforza-Stunden, Mailand um 1490
    London, British Library

Kodikologie

Alternativ-Titel
The Golden Script
Herkunft
Frankreich
Datum
7.–15. Jahrhundert
Sprache
Buchschmuck
10 Miniaturen
Inhalt
Zehn Einzelblätter bedeutender Handschriften
Künstler / Schule
Vorbesitzer
Bischof Eadfrith von Lindisfarne
Bona Sforza, Herzogin von Mailand
Margarete von Österreich
Katharina von Aragonien
Maria von Burgund
Humphrey de Bohun
Elisabeth von York, Königingemahlin von England

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Kassette Die Goldene Schrift – Verschiedene Eigentümer Faksimile
Coron Verlag – Gütersloh, 1983
Limitierung: 1495 Exemplare
Faksimile-Editionen

#1 Kassette Die Goldene Schrift

Coron Verlag – Gütersloh, 1983
Kassette Die Goldene Schrift – Verschiedene Eigentümer Faksimile
Kassette Die Goldene Schrift – Verschiedene Eigentümer Faksimile Copyright Bildmaterial: Ziereis Faksimiles

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Coron Verlag – Gütersloh, 1983
Limitierung: 1495 Exemplare
Einband: Exklusiv entworfene Schmuck-Kassette aus braunen Leinen. Die Kassette ist mit dem Alphabet (vergoldet) des so genannten Reiner Musterbuches bedruckt und mit einem edlen Holzrahmen umrandet
Kommentar: 1 Band
Sprache: Deutsch
Faksimile: 10 Einzelseiten Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
Regulärer Preis ohne Anmeldung (wie neu)590 
Noch günstiger bei Anmeldung!
Das könnte Sie auch interessieren:
Kunst der Mogulzeit Faksimile
Kunst der Mogulzeit
Indien – 16.–18. Jahrhundert

Aus dem Reich der sagenumwobenen Herrscher Indiens: Ein faszinierender Einblick in die reiche und vielfältige künstlerische Tradition der exotischen Moguln

Erfahren Sie mehr
Der Goldene Kalender Faksimile
Der Goldene Kalender
Paris (Frankreich); Brügge (Belgien) und weitere – 15.–16. Jahrhundert

Aus den schönsten Kalendern des Mittelalters: Eine Sammlung von 13 Kalenderminiaturen, illuminiert mit Monatstätigkeiten und Sternzeichendarstellungen

Erfahren Sie mehr
Lesenswerte Blog-Artikel
Filterauswahl
Verlag