Matricula de tributos - Mendoza-Codex

Matricula de tributos - Mendoza-Codex

Mexiko — Um 1520

Noch vor der Eroberung aufgezeichnet: Die wichtigste Quelle zum Innenleben des Aztekenreichs

  1. Die Azteken waren wilde Krieger, die von den Eroberten Tribut forderten, was sie hier aufzeichneten

  2. Die wichtigste Quelle über die Verhältnisse in den unteren Bezirken des von Tenochtitlan regierten Imperiums

  3. Obwohl vor der Eroberung zusammengestellt, dürfte die Handschrift in dieser Art um 1540 entstanden sein

Matricula de tributos - Mendoza-Codex

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Beschreibung
Matricula de tributos - Mendoza-Codex

Die Azteken waren wilde Krieger, die von ihren Eroberern Tribut verlangten. Aufzeichnungen darüber hielten sie in der Matricula de tributos, auch bekannt als Codex Mendoza, fest. Sie enthält detaillierte Informationen über bestimmte Regionen des Reiches, die von Tenochtitlan aus regiert wurden. Der Zeitpunkt, zu dem das Manuskript in Bezug auf die spanische Eroberung erstellt wurde, ist umstritten, aber die Tatsache, dass die Blätter wie ein Codex angeordnet sind, legt nahe, dass es nach der Eroberung erstellt wurde.

Die Matrícula stellt ein Verzeichnis der Tribute dar, die von den unterworfenen Provinzen an die Azteken zu entrichten waren, und gehört zu den wichtigsten Quellen über Altmexiko. Ihr Inhalt deckt sich zum Teil mit dem des Códice Mendocino (Codex Mendoza); beide zusammengenommen stellen die bedeutendste Quelle über die territorialen und wirtschaftlichen Verhältnisse der einzelnen Teilgebiete des Imperiums der Dreierallianz unter der Führung von Tenochtitlan dar. Auf jeder Seite sind die Ortshieroglyphen der jeweiligen Region und die zu leistenden Tributgüter abgebildet, die Beischriften und Transkriptionen der Namen sind in europäischer Schrift ausgeführt.

Die Anordnung der Blätter in Buchform läßt auf eine nacheroberungszeitliche Entstehung der Matrícula schließen, wenn es auch Autoren gibt, die sie früher datieren. In diesem letzeren Fall würde R. Barlow 1511/12 als frühesten Zeitpunkt ansetzen. Der späteste wäre, nach D. Robertson, die Zeit um 1540, in der als Kopie der Teil 2 des Codex Mendoza gezeichnet wurde. Die verstreuten Anmerkungen in Nahuatl und Spanisch können selbstverständlich erst nach der Eroberung geschrieben worden sein, und sie sind auch erst der fertigen Handschrift hinzugefügt worden, da für sie kein Platz freigelassen wurde.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Matricula de tributos - Codex Mendoza
Matrícula de Tributos - Códice de Moctezuma
Umfang / Format
42 Seiten / 42,0 × 29,0 cm
Herkunft
Mexiko
Datum
Um 1520

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Matricula de tributos - Mendoza-Codex – Codex 35-52 – Museo Nacional de Antropología (Mexico City, Mexico)
Akademische Druck- u. Verlagsanstalt (ADEVA) – Graz, 1980
Faksimile-Editionen

#1 Matricula de tributos - Códice de Moctezuma

Matricula de tributos - Mendoza-Codex – Codex 35-52 – Museo Nacional de Antropología (Mexico City, Mexico)
Matricula de tributos - Mendoza-Codex – Codex 35-52 – Museo Nacional de Antropología (Mexico City, Mexico) Copyright Bildmaterial: Ziereis Faksimiles

Details zur Faksimile-Edition:

Einband: Leineneinband mit Prägung
Kommentar: 1 Band (46 Seiten) von Jacqueline de Durand-Forest und Frances. F. Berdan
Sprachen: Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband. Auf 7/10 der Originalgröße, d.h. auf 420 x 290 mm verkleinerte farbige Studienausgabe der Handschrift.
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