Legenden der Heiligen Margareta und Agnes

Legenden der Heiligen Margareta und Agnes Faksimile

Bologna (Italien) — Frühes 13. Jahrhundert

Ausgestattet mit prächtigen Miniaturen des berühmten Gerona-Meisters: Elegante gotische Figuren und Einflüsse der byzantinischen Buchmalerei in einem goldenen Meisterwerk

  1. Das Manuskript des Meisters von Gerona aus dem 13. Jahrhundert erzählt auf wunderbare Weise die Legenden der beiden heiligen Jungfrauen

  2. Der Gerona-Meister und sein Umkreis schufen einige der schönsten gotischen Manuskripte ihrer Zeit

  3. Byzantinische Einflüsse wie goldene Hintergründe mischen sich mit eleganten gotischen Figuren der Miniaturen

Legenden der Heiligen Margareta und Agnes

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  1. Beschreibung
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  3. Einzelseite
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Beschreibung
Legenden der Heiligen Margareta und Agnes

Dieses Manuskript aus dem späten 13. Jahrhundert enthält die Legenden der Heiligen Margarete und Agnes und wurde vom Meister von Gerona gefertigt. Die beiden Heiligen gehören zu den sogenannten Heiligen Jungfrauen und starben den Märtyrertod, weil sie den Begierden mächtiger Männer widerstanden und nicht von ihrem Glauben abrückten. Das Werk ist mit 33 ganzseitigen Miniaturen mit Goldhintergrund und unzähligen filigranen Initialen in Blau- und Rottönen geschmückt. Es ist eindeutig von der byzantinischen Buchmalerei inspiriert, die in der Kunst des 13. Jahrhunderts auch außerhalb von Byzanz eine wichtige Rolle spielte. Lebendige, farbenfrohe Szenen, bevölkert von eleganten Figuren mit ausdrucksstarken Gesichtern und Gesten, schildern das Leben der Heiligen sowie die Art und Weise, wie sie gefoltert und schließlich getötet wurden.

Die Legenden der Heiligen Margareta und Agnes

Die italienische Buchmalerei des Mittelalters brachte einige der schönste illuminierten Manuskripte Europas hervor. Zahlreiche berühmte Meister schufen hier Werke, die Künstlern weltweit als Vorbilder dienten. Der sogenannte Meister von Gerona und der Kreis junger Künstler, der sich um ihn geschlossen hatte, fertigten einige der begehrtesten gotischen Handschriften an. Zu diesen Meisterwerken gehört auch das atemberaubende Werk, das die Heiligenlegenden von Margareta und Agnes vereint. Der wunderschöne Codex ist mit 33 ganzseitigen Miniaturen und zahlreichen farbigen Schmuckinitialen ausgestattet.

Schutzheilige der Frauen

Über das Leben der beiden Heiligen Margareta und Agnes ist nur wenig bekannt. In den Legenden, die aus ihrem Leben erzählen, wird beschrieben, dass beide Ihr Leben Jesus Christus verschrieben hatten und Jungfrauen blieben. Sie zogen die Aufmerksamkeit und Begierde mächtiger Männer auf sich, blieben jedoch standhaft in ihrem Bekenntnis. Aus diesem Grund wurden sie gefangen genommen, gefoltert und litten schreckliche Qualen. Beide starben den Märtyrertod. Margareta galt nach ihrem Tod als Schutzheilige für Gebärende und schwierige Geburten, Agnes als Schutzpatronin aller Kinder. Der Prachtcodex von Gerona wurde Ende des 13. Jahrhunderts für herrschaftliche Kreise angefertigt und war Anna, einer Dame in gesegneten Umständen, als Wunsch für eine gute Schwangerschaft gewidmet.

Filigrane Dekoration

Der schöne italienische Codex ist mit 33 ganzseitigen Illustrationen geschmückt. Die lebendigen, farbigen Szenen befinden sich auf einem Untergrund aus feinstem Blattgold von 23 Karat. Leichte, elegante Figuren bewegen sich vor reliefartigen Hintergrundszenerien. Die hochqualitative Malerei zeigt deutlich byzantinische Stilelemente, die in der Kunst des 13. Jahrhunderts häufig rezipiert wurden. Neben den anmutigen Bildszenen sind die Textseiten des Werkes mit unzähligen, filigranen Initialen in roter und blauer Farbe verziert. Das Werk stellt ein wahres Fest der Sinne für jedes Betrachterauge dar. Der Originalcodex befindet sich heute in der Biblioteca Riccardiana in Florenz.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Legends of Holy Margaret and Agnes
Le Leggende di S. Margherita e S. Agnese
Legends of Saint Margaret and Saint Agnes
Umfang / Format
122 Seiten / 14,5 × 10,3 cm
Herkunft
Italien
Datum
Frühes 13. Jahrhundert
Stil
Sprache
Schrift
Gotische quadrata
Buchschmuck
33 ganzseitige Miniaturen und unzählige filigrane Großbuchstaben in blauer und roter Farbe
Inhalt
Hagiographie der heiligen Agnes und Margareta
Künstler / Schule

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Legenden der Heiligen Margareta und Agnes – ms. Ricc. 453 – Biblioteca Riccardiana (Florenz, Italien) Faksimile
ArtCodex – Modena, 2008
Limitierung: 999 Exemplare
Detailbild

Legenden der Heiligen Margareta und Agnes

Die heilige Margareta steht einem Dämon gegenüber

Nachdem sie sich geweigert hatte, Olybrius, den Gouverneur der römischen Diözese des Ostens, zu heiraten, wurde die heilige Margareta eingekerkert. Dort wurde sie unter anderem mit einem Dämon namens Veltis konfrontiert, der von König Salomo in ein Gefäß aus Messing eingeschlossen worden war, dann aber mit anderen Dämonen entkam, als die erobernden Babylonier das Gefäß auf der Suche nach Schätzen öffneten. Daraufhin verbannte Margareta jedoch den Dämon, der hier als haarige, menschenähnliche Kreatur mit Hörnern dargestellt wird: Es öffnete sich ein Loch in der Erde, in das er hinabstieg.

Le Leggende di S. Margherita e S. Agnese
Einzelseite

Legenden der Heiligen Margareta und Agnes

Die Folter der heiligen Margareta

Nachdem sie den Dämon Veltis und den Teufel selbst in Form eines Drachens besiegt hatte, wurde die heilige Margareta erneut aus ihrer Zelle geholt. Sie wurde schließlich weiter gefoltert, nachdem sie sich auch vor einem sitzenden Richter, der reich in blaue, mit goldenem Stoff besetzte Gewänder gekleidet war und eine goldene Krone trug, geweigert hatte, den falschen Göttern der Römer ein Opfer zu bringen.

Die heilige Margareta wurde nackt ausgezogen und an den Handgelenken aufgehängt, während zwei Folterknechte glühende Brandzeichen auf ihre Haut auftragen. Statt eines gequälten Gesichtsausdrucks nimmt sie ihr Martyrium jedoch mit Gelassenheit hin, was einen ihrer Folterknechte dazu veranlasst, den Richter anzuschauen, als wüsste er nicht, was er als Nächstes tun soll. Der schimmernde Goldhintergrund der Szene weist auf ihre Nähe zum Himmelreich hin.

Le Leggende di S. Margherita e S. Agnese
Faksimile-Editionen

#1 Le Leggende di S. Margherita e S. Agnese

ArtCodex – Modena, 2008

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: ArtCodex – Modena, 2008
Limitierung: 999 Exemplare
Einband: Blauer Samt mit Gold- und Silberbeschlägen und einem Lapislazuli auf dem Vorderdeckel
Kommentar: 1 Band von Giovanna Lazzi, Angelo Tartuferi, Massimo Medica und Rosanna Miriello
Sprache: Italienisch
Faksimile: 1 Band Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
€€ (1.000€ - 3.000€)
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