Poeticon Astronomicon

Faksimile: Poeticon Astronomicon

Die Sternbilder, wie wir sie heute kennen: Die einzige erhaltene Quelle für viele griechische Mythen, die in den von Ptolemaios und anderen in den Sternenhimmel versetzt wurden

  1. Die gelehrte Diskussion darüber, ob Gaius Julius Hyginus (64 v. Chr.–17 n. Chr.) der Autor dieses antiken Textes über Astronomie ist, dauert noch an

  2. 15 Jahrhunderte nachdem der Text verfasst worden war, hat Erhard Ratdolt (1442–1528) diese Ausgabe am 22. Januar 1482 in seiner venezianischen Werkstatt erstellt

  3. 44 wunderbare Holzschnitte zeigen die Sterne, die in das Bild der einzelnen Sternkonstellation eingezeichnet worden sind

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Poeticon Astronomicon

Die antike Astronomie wurde noch im 15. Jahrhundert wie ein Goldstandard hochgehalten und leitete die Astronomen der Renaissance bei ihren Bemühungen. Dieser schöne Codex präsentiert das Wissen der Alten in einem gedruckten Werk eines deutschen Druckers in Venedig, das mit detaillierten Holzschnitten geschmückt ist.

Poeticon Astronomicon

Dieser Text aus der antiken Astronomie illustriert verschiedene Sternbilder und stellt die einzige erhaltene Quelle zu vielen entsprechenden griechischen Mythen dar, auch wenn sie nur in einer gekürzten Fassung überliefert sind. Der Text besteht aus verschiedenen Sternbildern, darunter 47 der 48 von Ptolemäus (100-170 n. Chr.) zusammengestellten klassischen Sternbilder. Er wird auch De Astronomica genannt und dem römischen Historiker Gaius Julius Hyginus (64 v. Chr. - 17 n. Chr.) zugeschrieben, der manchmal Cayo Julio Higinio genannt wird, nämlich als Verweis auf seine möglichen spanischen Ursprünge. Als Freigelassener des Kaisers Augustus (63 v. Chr. - 14 n. Chr.) war er ein produktiver Autor, der über Themen schrieb, die von der Topographie über literarische Kommentare bis hin zur Bienenzucht reichten - all diese Texte sind heute allerdings verschollen und nur noch als Quellenangabe bekannt. Dabei stellen jedoch zahlreiche Hinweise in Frage, ob er tatsächlich der Autor auch des vorliegenden Werkes war: Der grobe Stil und elementare Fehler insbesondere in Latein und Griechisch lassen es unmöglich erscheinen, dass ein so geschickter Schriftsteller wie Hyginus dafür verantwortlich zeichnen könnte. Nichtsdestotrotz stellt der Text eine einzigartige historische Quelle dar.

Astronomische Holzschnitte

De Astronomica ist in der vorliegenden Inkunabel, einem frühen gedruckten Buch aus der Zeit vor 1501, mit 44 wunderbaren Holzschnitten verziert. Es erschien am 22. Januar 1482 in der venezianischen Werkstatt des berühmten deutschen Druckers Erhard Ratdolt (1442-1528). Diese Holzschnitte zeigen die Sterne, die auf dem Bild jedes Sternbildes eingetragen sind, auch wenn diese wenig Ähnlichkeit mit ihrer tatsächlichen Position am Himmel oder ihrer Beschreibung im Text haben. Mögen diese Holzschnitte praktisch zwar nicht besonders nützlich sein, so besitzen sie doch ein hohes Maß an Kunstfertigkeit und dienten als Vorlage für spätere, genauere Himmelsatlanten.


Verfügbare Faksimile-Editionen:
Faksimile: Poeticon Astronomicon – 3400 – Biblioteca Municipal Serrano Morales (Valencia, Spanien)
Vicent Garcia Editores – Valencia, 1993
Limitierung: 3160 Exemplare
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#1 Poeticon Astronomicon

Vicent Garcia Editores – Valencia, 1993
Faksimile: Poeticon Astronomicon – 3400 – Biblioteca Municipal Serrano Morales (Valencia, Spanien)
Faksimile: Poeticon Astronomicon – 3400 – Biblioteca Municipal Serrano Morales (Valencia, Spanien) Copyright Bildmaterial: Ziereis Faksimiles

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Vicent Garcia Editores – Valencia, 1993
Limitierung: 3160 Exemplare
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