Siyah Qalem

Siyah Qalem

Turkestan — Anfang des 15. Jahrhunderts

Religiöse Darstellungen und Szenen des Nomadenlebens: Ein Meisterwerk der mongolischen Kultur von einem ihrer größten Meister

  1. Muhammad Siyah Qalam, genannt "Der Schwarze Stift", ist einer der größten Meister der mongolischen Malerei

  2. Dieses Meisterwerk mit Szenen des Nomadenlebens ist ein Juwel der mongolischen Kultur

  3. Dazu geben religiöse Darstellungen einen Einblick in die Spiritualität der Mongolen

Siyah Qalem

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  1. Beschreibung
  2. Detailbild
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Beschreibung
Siyah Qalem

Ein großes Geheimnis umgibt diese mongolischen Malereien des frühen 15. Jahrhunderts: sie stammen vom bedeutendsten mongolischen Künstler der Zeit, Meister Muhammad Siyah Qalam, die Schwarze Feder. Auf 80 Blättern eröffnet sich in den wunderbaren farbigen Malereien die exotische Welt Zentralasiens, in Bildern vom Leben der Nomaden und ihrer Kultur und Religion. Ein einmaliges Zeugnis dieser spannenden Epoche!

Siyah Qalam

Im Topkapi-Palast in Istanbul werden diese Schätze der mongolischen Kultur gehütet: in mehreren Alben befinden sich die beeindruckenden Malereien des Meisters Muhammad Siyah Qalam, übersetzt die Schwarze Feder. Die Identität dieses Malers, der als „einer der größten Meister der mongolischen Malerei“ gilt, ist jedoch bis heute unbekannt. Seine Malereien sind zwar oft signiert, diese Signaturen wirken jedoch äußerst geheimnisvoll und sind vermutlich nicht immer original, sondern nachträglich aufgebracht. So bleibt er ein unbekannter, geheimnisumwobener mongolischer Meister des 15. Jahrhunderts. Das vorliegende Kompendium vereint diese Kunstwerke des Meisters mit Werken von Malern aus seinem Umkreis, die sich eng an seinem Stil orientierten.

Mongolische Motive auf Seide und Pergament

Die kostbaren Malereien des Meisters Muhammad Siyah Qalam (oder Üstad Mehmed Siyah Qalem) präsentieren sich auf den 80 Blättern des Kompendiums als Kunstwerke in den verschiedensten Techniken und auf verschiedenen Materialien. Darunter sind so kostbare Stoffe wie Seide. Und anders als der Name des Meisters – die Schwarze Feder – vermuten lässt, sind die Malereien nicht nur schwarz-weiß, sondern meist leuchtend bunt und äußerst qualitätvoll gestaltet. Auf den ersten Blick werden chinesische Einflüsse im Stil deutlich, jedoch steckt noch viel mehr in den grandiosen Bildern!

Das Leben der mongolischen Nomaden

Besonders sind die Werke des Muhammad Siyah Qalam, da sie sowohl dem Inhalt als auch dem Stil nach so völlig anders sind als die sonst bekannten mongolischen Kunstwerke. Die Malereien können in zwei thematische Gruppen eingeteilt werden: religiöse Darstellungen und Szenen aus dem Leben der Nomaden. So finden sich interessante Darstellungen der Jagd oder von prächtigen Karawanen neben teuflisch anmutenden Gestalten, Dämonen und Tieren, Ritualen und Tänzen. Diese Kunstwerke bieten einmalige Einblicke in die spannende mongolische Kultur des frühen 15. Jahrhunderts.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Siyah Qalem - The Black Pen
Umfang / Format
80 Blatt / 48,5 × 33,5 cm
Herkunft
Türkei
Datum
Anfang des 15. Jahrhunderts
Inhalt
Das Leben der turkestanischen Nomaden: Kleidung, Werkzeuge, Waffen und Tiere
Künstler / Schule

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Siyah Qalam – ex Hasine 2153|Hazine 2160 – Freer Gallery of Art (Washington DC, USA) / Topkapı Sarayı (Istanbul, Turkey)
Akademische Druck- u. Verlagsanstalt (ADEVA) – Graz, 1976

Siyah Qalem
Salerno Editrice – Rom, 1984
Detailbild

Siyah Qalem - Der schwarze Stift

Zwei Dämonen, die einen Faden spinnen

Obwohl die Handschrift weitgehend der Darstellung des Nomadenlebens der Mongolen gewidmet ist, ist sie auch ein religiöses Werk, das vor allem für seine fantastischen Darstellungen von Dämonen bekannt ist. Man sieht sie beim Tanzen, beim Tragen von Sänften und bei anderen Aktivitäten des Hofes. Hier werden zwei Dämonen gezeigt, die in der Hocke Fäden spinnen. Sie sind mit lockigem Haar, faltigen Gesichtern, spitzen Ohren mit Ohrringen dargestellt und mit Armbändern und anderen Accessoires geschmückt.

Siyah Qalem
Einzelseite

Siyah Qalem

Yörük Nomad lässt sein Pferd grasen

Szenen des Nomadenlebens füllen die Handschrift, die die mongolische Kultur und ihr Reich feiert, das das größte Landreich der Geschichte war. Neben Darstellungen der Jagd und anderer Aktivitäten wird das einfache tägliche Leben in der Steppe mit vielen Bildern zum Aussehen der Mongolen und ihrer Kleidung gezeigt, die jedoch im persischen Stil gehalten ist.

An seinen Stab gelehnt wird ein Nomade in einem langen, blauen, rot gefütterten Gewand gezeigt. Er hat einen grauen Vollbart und eine schwarze, helmähnliche Mütze mit einem goldenen Zierteil auf der Oberseite. Obwohl der Künstler kein Gras gemalt hat, beugt sich das Pferd mit gefletschten Zähnen herunter, als ob es grasen wollte. Zwei Hufe sind nach oben gedreht, um zu zeigen, dass das Pferd mit goldenen Hufeisen beschlagen ist, und das Tier hat einen wilden Ausdruck im Gesicht.

Siyah Qalem
Faksimile-Editionen

#1 Siyah Qalem

Siyah Qalam – ex Hasine 2153|Hazine 2160 – Freer Gallery of Art (Washington DC, USA) / Topkapı Sarayı (Istanbul, Turkey)
Siyah Qalam – ex Hasine 2153|Hazine 2160 – Freer Gallery of Art (Washington DC, USA) / Topkapı Sarayı (Istanbul, Turkey) Copyright Bildmaterial: Ziereis Faksimiles

Details zur Faksimile-Edition:

Kommentar: 1 Band (48 Seiten) von Mazhar S. Ipsiroglu
Sprache: Deutsch
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
Preiskategorie: € (unter 1.000€)
Ausgabe bei uns verfügbar
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#2 Siyah Qalem

Salerno Editrice – Rom, 1984

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Salerno Editrice – Rom, 1984
Kommentar: 1 Band
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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