Aus dem Reich der sagenumwobenen Herrscher Indiens: Ein faszinierender Einblick in die reiche und vielfältige künstlerische Tradition der exotischen Moguln

Meisterwerke der Mogulzeit

Indien — 16.–18. Jahrhundert

Meisterwerke der Mogulzeit

Meisterwerke der Mogulzeit

Indien — 16.–18. Jahrhundert

  1. Das Mogulreich wurde 1526 gegründet und war eine islamische Supermacht, die über den größten Teil des indischen Subkontinents herrschte

  2. Die Moguln stammten von Dschingis Khan und Timur ab, wurden jedoch aufgrund politischer Eheschließungen zunehmend Inder und Perser

  3. Diese zehn Blätter, die zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert entstanden sind, geben Einblick in die reiche, vielfältige künstlerische Tradition

Kassette Meisterwerke der Moghulzeit

Meisterwerke der Mogulzeit

Ein königliches Feuerwerk

Diese strahlende Miniatur zeigt eine Prinzessin auf einem goldenen Thron umgeben von drei Hofdamen. Die prachtvoll gekleideten Frauen erfreuen sich nicht nur am Goldregen ihrer Wunderkerzen, sondern auch am großen Feuerwerk am gegenüberliegenden Ufer im Hintergrund. Der Künstler verwendete reichlich Blattgold, um die aufwendige Feier des Shab-e-Barat zu veranschaulichen. Bei der Prinzessin handelt es sich um Zib an-Nisa (1639–1689), eine interessante und gebildete Persönlichkeit des Mogul-Hofes, die schon zu Lebzeiten als Dichterin berühmt war.

Meisterwerke der Mogulzeit

Alternativ-Titel:
  • Masterpieces of the Mogul Era
  • Kassette Meisterwerke der Moghulzeit
Kassette Meisterwerke der Moghulzeit – Verschiedene Eigentümer
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  1. Kurzbeschreibung
  2. Kodikologie
Kurzbeschreibung

Das Mogulreich herrschte mehr als drei Jahrhunderte lang über den größten Teil Südasiens, und abgesehen davon, dass es der reichste Staat dieser Zeit war, entwickelte es seinen eigenen, einzigartigen künstlerischen Stil. Die mogulische Malerei vermischte indische Kunst mit islamischen, persischen und sogar chinesischen Einflüssen, um eine besonders raffinierte und ausgefeilte Ästhetik zu schaffen. Die mogulischen Miniaturen hatten einen deutlichen Einfluss auf die nachfolgenden Kunststile, insbesondere in Nordindien.

Meisterwerke der Mogulzeit

Das 1526 gegründete Mogulreich war eine islamische Großmacht, die 325 Jahre lang über den größten Teil des indischen Subkontinents und Teile Afghanistans herrschte. Die Machthaber konnten ihre Wurzeln sowohl auf Dschingis Khan (ca. 1162–1227) als auch auf Timur (1336–1405), auch bekannt als Tamerlane, zurückführen, wurden aber durch dynastische Heiraten zunehmend indisch und persisch. Zur Blütezeit des Reichs herrschte Kaiser Aurangzeb (1618–1707) über ein Viertel der Weltbevölkerung sowie die größte Volkswirtschaft der Welt mit einem Bruttoinlandsprodukt, das zehnmal so hoch war wie das Frankreichs unter Ludwig XIV. (1638–1715). Dieser ungeheure Reichtum, gepaart mit der gewaltigen multiethnischen Bevölkerung, brachte ein reiches kulturelles und künstlerisches Erbe hervor. Sie entwickelte sich aus der persischen Miniaturmalerei, die ihrerseits stark von der chinesischen Kunst beeinflusst war, zusätzlich zu Impulsen aus der hinduistischen, jainistischen, türkischen und buddhistischen Kunsttradition. Sie unterscheidet sich von ihren persischen Vorgängern durch einen realistischeren Stil bei der Darstellung von Pflanzen, Tieren und Porträts. Andere Elemente der persischen Kunsttradition, insbesondere reich verzierte Bordüren, wurden aufgegriffen und verfeinert.
Die hier versammelten zehn Folios stellen einen prachtvollen Ausschnitt aus dieser reichen, vielfältigen künstlerischen Tradition dar, die zwischen dem 16. und 18 entstand:

Blatt 1: Kaiser Akbar bändigt einen Elefanten, 1609/10  

Blatt 2: Kaiserlicher Jagdfalke, 1. Viertel 17. Jahrhundert  

Blatt 3: Moguldamen auf der Seeterrasse, 3. Viertel 18. Jahrhundert  

Blatt 4: Liebespaar auf der Haremsterrasse, 2. Hälfte 17. Jahrhundert  

Blatt 5: Moguldame im Harem, 2. Hälfte 17. Jahrhundert  

Blatt 6: Liebespaar am Fenster, 1. Hälfte des 18. Jahrhundert  

Blatt 7: Prinzessin Beim Feuerwerk, 2. Hälfte 17. Jahrhundert  

Blatt 8: Die Musikantin, um 1580  

Blatt 9: Ruhender Fürst, um 1800  

Blatt 10: Kaiser Akbar bei der Gartenarbeit, Ende 16. Jahrhundert
Kodikologie
Alternativ-Titel
Masterpieces of the Mogul Era
Kassette Meisterwerke der Moghulzeit
Umfang / Format
10 Einzelseiten / 38,5 × 26,0 cm
Herkunft
Indien
Datum
16.–18. Jahrhundert
Sprache
Buchschmuck
10 Miniaturen
Inhalt
Zehn Einzelblätter bedeutender Handschriften
Kassette Meisterwerke der Moghulzeit

Meisterwerke der Mogulzeit

Liebespaar am Fenster

Zwei königliche Liebende blicken sich in inniger Umarmung tief in die Augen. Die Szene erinnert geradezu an moderne Liebesfilme. Allerdings stehen beide Figuren vor einem glänzenden Goldhintergrund, der das berauschende Gefühl symbolisiert, in dem junge Liebende oft alle Sinne verlieren können.
Hier ist kein konkretes Paar, sondern ein idealisiertes Porträt eines Prinzen mit seiner Geliebten dargestellt, was den Traditionen der indischen Kunst entspricht. Der über Handelsbeziehungen bestehende Kontakt zur europäischen Kunst ist sowohl in der Konstruktion der Szene selbst als auch in dem prächtigen violetten Rahmen mit seinem feingliedrigen floralen Muster aus Blattgold Auszumachen.

1 verfügbare Faksimile-Ausgabe(n) von „Meisterwerke der Mogulzeit“

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Kassette Meisterwerke der Moghulzeit – Verschiedene Eigentümer
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Faksimile: 10 Einzelseiten Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten)
Verlag
Coron Verlag – Gütersloh, 1993
Limitierung
1995 Exemplare
Einband
Aufwendig gestaltete Schmuckkassette (Maße: 31,5 x 43 cm), die mittig von einer Kalligraphie des Kronprinzen Dara Shokuh geziert wird. Die Kassette ist innen mit königsblauem Samt ausgelegt und außen von einem mit Goldfaden durchwirkten Stoff geschmückt.
Kommentar
1 Band
Sprache: Deutsch
Mehr Informationen
Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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