Meisterwerke der Mogulzeit

Meisterwerke der Mogulzeit Faksimile

Indien — 16.–18. Jahrhundert

Aus dem Reich der sagenumwobenen Herrscher Indiens: Ein faszinierender Einblick in die reiche und vielfältige künstlerische Tradition der exotischen Moguln

  1. Das Mogulreich wurde 1526 gegründet und war eine islamische Supermacht, die über den größten Teil des indischen Subkontinents herrschte

  2. Die Moguln stammten von Dschingis Khan und Timur ab, wurden jedoch aufgrund politischer Eheschließungen zunehmend Inder und Perser

  3. Diese zehn Blätter, die zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert entstanden sind, geben Einblick in die reiche, vielfältige künstlerische Tradition

Meisterwerke der Mogulzeit

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  1. Beschreibung
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  3. Einzelseite
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Beschreibung
Meisterwerke der Mogulzeit

Das Mogulreich herrschte mehr als drei Jahrhunderte lang über den größten Teil Südasiens, und abgesehen davon, dass es der reichste Staat dieser Zeit war, entwickelte es seinen eigenen, einzigartigen künstlerischen Stil. Die mogulische Malerei vermischte indische Kunst mit islamischen, persischen und sogar chinesischen Einflüssen, um eine besonders raffinierte und ausgefeilte Ästhetik zu schaffen. Die mogulischen Miniaturen hatten einen deutlichen Einfluss auf die nachfolgenden Kunststile, insbesondere in Nordindien.

Meisterwerke der Mogulzeit

Das 1526 gegründete Mogulreich war eine islamische Großmacht, die 325 Jahre lang über den größten Teil des indischen Subkontinents und Teile Afghanistans herrschte. Die Machthaber konnten ihre Wurzeln sowohl auf Dschingis Khan (ca. 1162–1227) als auch auf Timur (1336–1405), auch bekannt als Tamerlane, zurückführen, wurden aber durch dynastische Heiraten zunehmend indisch und persisch. Zur Blütezeit des Reichs herrschte Kaiser Aurangzeb (1618–1707) über ein Viertel der Weltbevölkerung sowie die größte Volkswirtschaft der Welt mit einem Bruttoinlandsprodukt, das zehnmal so hoch war wie das Frankreichs unter Ludwig XIV. (1638–1715).
Dieser ungeheure Reichtum, gepaart mit der gewaltigen multiethnischen Bevölkerung, brachte ein reiches kulturelles und künstlerisches Erbe hervor. Sie entwickelte sich aus der persischen Miniaturmalerei, die ihrerseits stark von der chinesischen Kunst beeinflusst war, zusätzlich zu Impulsen aus der hinduistischen, jainistischen, türkischen und buddhistischen Kunsttradition. Sie unterscheidet sich von ihren persischen Vorgängern durch einen realistischeren Stil bei der Darstellung von Pflanzen, Tieren und Porträts. Andere Elemente der persischen Kunsttradition, insbesondere reich verzierte Bordüren, wurden aufgegriffen und verfeinert.
Die hier versammelten zehn Folios stellen einen prachtvollen Ausschnitt aus dieser reichen, vielfältigen künstlerischen Tradition dar, die zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert entstand:
1. Kaiser Babar auf der Jagdrast 1 Viertel des 17. Jhd. Mogulschule.
2. Dara Shokuh mit seinem Sohn, um 1650 von Govardham, Mogulschule.
3. Prinzessin Zib an Nisa beim Feuerwerk, 2 Drittel des 18. Jhd.
4. Portrait des Mirza Rustam, 2 Hälfte des 17. Jhd. signiert Mihr Chand.
5. Hofdame auf der Gartenterrasse, Anfang 18. Jahrhundert Mogulschule.
6. Mädchen bei der Abendtoilette, um 1700 Moghulschule.
7. Begegnungen am Brunnen, 2 Hälfte des 18. Jhd. Mogulschule.
8. Liebespaar zu Pferde, Mitte 18. Jhd. Mogulschule.
9. Der Zauberlöwe, 1 Hälfte des 17. Jhd. Mogulschule.
10. Der Blumenstrauss, 1 Hälfte des 17. Jhd. Signiert Mumin Muzahhib.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Masterpieces of the Mogul Era
Kassette Meisterwerke der Moghulzeit
Umfang / Format
10 Einzelseiten / 38,5 × 26,0 cm
Herkunft
Indien
Datum
16.–18. Jahrhundert
Sprache
Buchschmuck
10 Miniaturen
Inhalt
Zehn Einzelblätter bedeutender Handschriften

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Kassette Meisterwerke der Moghulzeit – Verschiedene Eigentümer Faksimile
Coron Verlag – Gütersloh, 1993
Limitierung: 1995 Exemplare
Detailbild

Meisterwerke der Mogulzeit

Kaiser Babar rastet während einer Jagd

Der Gründer des Mogulreiches sitzt auf einem kostbaren Teppich und füttert einen Falken an einem Gebirgsbach, der von den Felsen hinter ihm herabfließt. Er trägt einen aufwendigen Kaftan, eine lange Tunika, die in einigen Kulturen als Symbol des Königtums gilt. Einer der ihn umgebenden Diener hält einen Fliegenwedel aus Pferdehaar, der ebenfalls ein Symbol der Autorität ist, das dem chinesischen Buddhismus entlehnt ist. In der oberen linken Ecke spielen drei Musikanten ein Stück, während sich von unten einer der kaiserlichen Jäger mit einer toten Ente in der Hand nähert. Auf dem Boden vor ihm liegen bereits eine weitere Ente und ein erbeutetes Kaninchen.

Kassette Meisterwerke der Moghulzeit
Einzelseite

Meisterwerke der Mogulzeit

Sultan Dara Shikoh und sein Sohn auf dem Elefanten Manmurt

Diese majestätische Miniatur aus dem 18. Jahrhundert zeigt Dara Shikoh, den ältesten Sohn und Thronfolger des Moghul-Kaisers Shah Jahan und aufgeklärten Kunstmäzen, der mit seinem Sohn auf dem Rücken des prachtvoll geschmückten Elefanten Manmurt reitet. Die Darstellung ist äußerst naturgetreu und detailliert - von den Gesichtszügen, der Kleidung und dem Schmuck der beiden Reiter über die Muster des Teppichs bis hin zu dem fast erhabenen Gesichtsausdruck von Manmurt.

Leider ist die zugehörige Geschichte von Dara Shikoh keine glückliche. Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1657 brach eine dynastische Krise aus, und Dara Shikoh wurde von seinem jüngeren Bruder Prinz Muhiuddin in der Schlacht von Samugarh am 29. Mai 1658 besiegt. Anschließend wurde er verraten und an seine Feinde ausgeliefert, die ihn in Ketten legten und auf einem schmutzigen Elefanten durch die Straßen von Deli führten, um seinen früheren Rang zu verhöhnen. Letztendlich wurde er am 30. August 1659 vor den Augen seines verängstigten Sohnes ermordet.

Kassette Meisterwerke der Moghulzeit
Faksimile-Editionen

#1 Kassette Meisterwerke der Moghulzeit

Coron Verlag – Gütersloh, 1993
Kassette Meisterwerke der Moghulzeit – Verschiedene Eigentümer Faksimile
Kassette Meisterwerke der Moghulzeit – Verschiedene Eigentümer Faksimile Copyright Bildmaterial: Ziereis Faksimiles

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Coron Verlag – Gütersloh, 1993
Limitierung: 1995 Exemplare
Einband: Aufwendig gestaltete Schmuckkassette (Maße: 31,5 x 43 cm), die mittig von einer Kalligraphie des Kronprinzen Dara Shokuh geziert wird. Die Kassette ist innen mit königsblauem Samt ausgelegt und außen von einem mit Goldfaden durchwirkten Stoff geschmückt.
Kommentar: 1 Band
Sprache: Deutsch
Faksimile: 10 Einzelseiten Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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