Vom Architekten des berühmten El Escorial: Eine Abhandlung für frühneuzeitliche Ingenieure

Traktat der Architektur und der Maschinen von Juan de Herrera

Spanien — Wohl 1575

Traktat der Architektur und der Maschinen von Juan de Herrera

Traktat der Architektur und der Maschinen von Juan de Herrera

Spanien — Wohl 1575

  1. Eine Ingenieursabhandlung von Juan de Herrera (1530-97), den berühmten spanischen Architekten des El Escorial

  2. Die Abhandlung ist eine Kombination aus theoretischen Texten und verschiedenen praktischen Diagrammen

  3. Darin wird etwa die Funktion von Riemenscheiben und anderen mechanischen Bauteilen explizit erläutert

Traktat der Architektur und der Maschinen von Juan de Herrera

Alternativ-Titel:
  • Treatise of Architecture and Machinery of Juan de Herrera
  • Tratado de Arquitectura y Máquinas de Juan de Herrera
  • Traité d’Architecture et de Machines de Juan de Herrera
  • Trattato di Architettura e Macchinari di Juan de Herrera
  • Tratado de Arquitectura e Máquinas de Juan de Herrera
Traktat der Architektur und der Maschinen von Juan de Herrera – Leg. 258 – Archivo General (Simancas, Spanien)
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  1. Kurzbeschreibung
  2. Kodikologie

Kurzbeschreibung

Der spanische Architekt Juan de Herrera, königlicher Architekt und Berater des Königs Philipp II., ist nicht nur für sein berühmtestes Bauwerk, die Kloster- und Schlossanlage des Escorial bei Madrid, bekannt. Auch als Wissenschaftler und Gelehrter auf den Gebieten der Mathematik, Philosophie und anderen war er tätig und verfasste mehrere Traktate. Ein besonderes Exemplar ist sein Traktat der Architektur und Maschinen, mit dessen Hilfe der berühmte Architekt seinem König die Funktionsweise von Maschinen verständlich machen wollte.

Traktat der Architektur und Maschinen von Juan de Herrera

Der spanische Architekt Juan de Herrera, königlicher Architekt und Berater des Königs Philipp II., ist nicht nur für sein berühmtestes Bauwerk, die Kloster- und Schlossanlage des Escorial bei Madrid, bekannt. Auch als Wissenschaftler und Gelehrter auf den Gebieten der Mathematik, Philosophie und anderen war er tätig und verfasste mehrere Traktate. Ein besonderes Exemplar ist sein Traktat der Architektur und Maschinen, mit dessen Hilfe der berühmte Architekt seinem König die Funktionsweise von Maschinen verständlich machen wollte.

Der Architekt des spanischen Königs

König Philipp II. (1527-1598) war es, der zum Gedenken des Heiligen Laurentius im spanischen El Escorial ab 1563 ein königliches Kloster erbauen lies. Heute zählt der Palast und das Kloster des Escorial zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Spaniens und beeindruckt mit seiner gigantischen Größe und strengen Zurückhaltung der Renaissance-Architektur. Juan de Herrera (um 1530-1597) übernahm das Bauprojekt 1563 von Juan Bautista de Toledo, führte die Arbeiten bis 1584 zu einem Ende und verlieh mit seinen Visionen dem Escorial sein prägnantes Aussehen.

Eine lehrreiche Schrift

Um dem König, der sein Projekt des Klosters des Heiligen Laurentius mit Herzblut unterstützte, die Bauarbeiten verständlicher zu machen, verfasste Juan de Herrera ein Traktat der Architektur und Maschinen. Wohl zwischen 1567 und 1577 entstanden, enthält es neben dem theoretischen Teil mit interessanten wissenschaftlichen Ausführungen auch sieben Seiten mit Zeichnungen. Auf diesen wird beispielsweise die Funktionsweise von Seilzügen veranschaulicht, wie sie beim Bau der königlichen Klosteranlage zum Einsatz kamen. Unter ihnen findet sich auch die einzige signierte Zeichnung, die von dem berühmten spanischen Hof-Architekten erhalten ist. Dem König gewidmet, erklärt das Traktat mit seinen Zeichnungen auf anschauliche Weise komplizierte mechanische Vorgänge mit Bezug zur Architektur. Mit diesem Schema steht Juan de Herreras Schrift in der Tradition von Vitruv, der sich in seiner Architektur-Lehre auch mit Mechanik beschäftigte. Die Hauptquelle für Herrera ist jedoch die Mechanica des Pseudo-Aristoteles. Basierend auf Geometrie und Naturphilosophie, versucht Herrera, die Grundprinzipien von bewundernswerten Maschinen und durchdachter Architektur verständlich zu machen. Das Traktat, das mit Begriffen wie Kreis, Balance, oben und unten usw. hantiert, ist eine grandiose Abhandlung sowohl zur Architektur als auch zu den - im modernen Sinne - Ingenieurswissenschaften des 16. Jahrhunderts.

Architekt und Wissenschaftler

Heute wird Juan de Herreras Traktat im Archivo General in Simanca aufbewahrt. Die Bedeutung des Autors nicht nur als königlicher Architekt, sondern auch als Berater des Königs in allen wissenschaftlichen und technischen Belangen wird noch heute hoch eingeschätzt. Doch auch seine Rolle als Gelehrter und Wissenschaftler - er besaß eine große Bibliothek mit unzähligen wissenschaftlichen Abhandlungen - kann nicht zu hoch geschätzt werden. Als eindrucksvolles Beispiel hierfür gilt das Traktat der Architektur und Maschinen.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Treatise of Architecture and Machinery of Juan de Herrera
Tratado de Arquitectura y Máquinas de Juan de Herrera
Traité d’Architecture et de Machines de Juan de Herrera
Trattato di Architettura e Macchinari di Juan de Herrera
Tratado de Arquitectura e Máquinas de Juan de Herrera
Herkunft
Spanien
Datum
Wohl 1575
Buchschmuck
7 Bilder
Auftraggeber
Philipp II.
Künstler / Schule

1 verfügbare Faksimile-Ausgabe(n) von „Traktat der Architektur und der Maschinen von Juan de Herrera“

Tratado de Arquitectura y Máquinas de Juan de Herrera
Traktat der Architektur und der Maschinen von Juan de Herrera – Leg. 258 – Archivo General (Simancas, Spanien)
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Tratado de Arquitectura y Máquinas de Juan de Herrera

Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten)
Verlag
Patrimonio Ediciones – Valencia, 1996
Limitierung
979 Exemplare
Kommentar
1 Band (122 Seiten) von Luis Cervera Vera
Sprache: Spanisch
Mehr Informationen
Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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