Illuminiert von verschiedenen Meistern der Buchmalerei: Virgils drei Hauptwerke in einer prächtig bebilderten Handschrift aus dem 15. Jahrhundert

Vergil - Bucolica (Eklogen), die Georgica und die Aeneis

Rom oder Neapel (Italien) — 1470-1499

Vergil - Bucolica (Eklogen), die Georgica und die Aeneis

Vergil - Bucolica (Eklogen), die Georgica und die Aeneis

Rom oder Neapel (Italien) — 1470-1499

  1. Publius Virgilius Maro, kurz Virgil, (70 - 19 v. Chr.) war wohl der bedeutendste und bekannteste Literatat der Antike

  2. Seine Hauptwerke Bucolica, Georgica und die Aeneis sind hier in einer wunderschönen Handschrift aus dem 15. Jahrhundert vereint

  3. Die anonymen Meister der Arbeit brachen darin mit etablierten ikonografischen Traditionen, um die Texte zu illustrieren

Vergil - Bucolica (Eklogen), die Georgica und die Aeneis

Alternativ-Titel:
  • Publius Vergilius Maro
  • Virgil - Bucolica (Eklogen), die Georgica und die Aeneis
  • Virgil: Bucolics, Georgics and Aeneid
  • Bucólicas, Geórgicas y Eneida (Opera de Virgilio)
Vergil - Bucolica (Eklogen), die Georgica und die Aeneis – Ms.837 – Biblioteca Histórica de la Universitat (València, Spanien)
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  1. Kurzbeschreibung
  2. Kodikologie

Kurzbeschreibung

Der antike Autor Publius Virgilius Maro, uns besser bekannt als Vergil, war der wahrscheinlich wichtigste und berühmteste Urheber von Literatur in der antiken Welt. Seine Texte überdauerten die Jahrhunderte und zählen bis heute zur einflussreichsten Poesie, die je geschrieben wurde. Besonders seine drei Hauptwerke, die Bucolica, die Georgica und die Aeneis, hatten für die Weltliteratur eine unermessliche Bedeutung. Der antike Lesestoff wurde im Mittelalter in zahlreichen Codices neu bearbeitet und mit wunderschönen und hochwertigen, von Hand gefertigten Miniaturen illustriert. Die hier vorliegende Ausgabe des Werkes, welche zwischen 1470 und 1499 in Italien entstand, stellt eine der schönsten Bearbeitungen des epischen Lesestoffes aus der Antike dar.

Virgil - Bucolica (Eklogen), die Georgica und die Aeneis

Die drei Hauptwerke des großen antiken Dichters Vergil – nämlich die Bucolica, die Georgica und die Aeneis – zählen bis heute zu den bedeutendsten Schriften in der Geschichte der Weltliteratur. Die meisterhaften Erzählungen revolutionierten die lateinische Dichtung und sind kurz nach dem Tode Vergils immer wieder abgeschrieben, herausgegeben, kommentiert und neu verarbeitet worden. Die handgeschriebene Ausgabe der großen Dichtung, deren Original heute in der Universitätsbibliothek von Valencia aufbewahrt wird, gehört zu den schönsten und am aufwendigsten illuminierten Vergilhandschriften aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die zahlreichen hochwertigen Illustrationen des Werkes gehen über die bloße Veranschaulichung der im Text vorkommenden Ereignisse hinaus und dienen ihren Betrachtern als bildlicher Kommentar, als Erinnerung und als Verständnishilfe.

Ein Hauptwerk antiker Literatur

Bei den drei großen Werken Vergils handelt es sich um die unter dem Titel Bucolica – in deutscher Übersetzung lautet der Titel Hirtengedichte – zusammengefassten zehn Eklogen, um das aus vier Büchern bestehende Lehrgedicht Georgica über den Ackerbau und die Viehzucht und um das in zwölf Bücher gegliederte Aeneas-Epos. Die poetischen Schriften wurden bereits in der Antike zu einem Corpus vereinigt. In der Spätantike wurden sie, hauptsächlich für den Schulgebrauch, fortlaufend kommentiert und mit einer ausführlichen Vita, Einführungen und anderen ergänzenden Texten verschiedenster Herkunft versehen. Zugleich entstanden äußerst luxuriöse Ausgaben des Werkes, in denen der Text des Vergil durch illustrierende Bilder kommentiert war. Bis heute sind zwei dieser originalen illuminierten Prachtcodices erhalten geblieben, wenn auch nur in Fragmenten. Einer dieser historisch unfassbar wertvollen antiken Codices ist der sogenannte Vergilius Romanus. Auf der Grundlage dieses Werkes basiert die uns vorliegende Buchausgabe aus dem 15. Jahrhundert.

Zeitgenössische Buchillustration

Der Text des Codex aus Valencia ist zwar streng an der antiken Vorlage des Meisterwerkes orientiert, allerdings weicht die Illumination der mittelalterlichen Edition deutlich vom Vorgänger ab. Im Mittelalter hatten sich für die Illustrierung narrativer Texte, biblischer wie profaner, bestimmte ikonographische Traditionen herausgebildet. Bestimmte Themenkreise der Aeneis wie der Troiastoff, die Didogeschichte und die Kämpfe des Aeneas in Latium, die früh in volkssprachlichen Bearbeitungen umgesetzt wurden, waren seit Jahrhunderten in mittelalterlicher Weise illustriert worden. Die antike Poesie wurde durch Buchmalerei im Gewand der eigenen Zeit bildhaft dargestellt. So zeigen die traumhaft schönen Bilder des Codex von Valencia die in der Literatur beschriebenen Ereignisse in typisch mittelalterlicher Umgebung. Es sind Szenen aus dem Leben und der Arbeit mittelalterlicher Landwirte, Personen in zeitgenössischer Kleidung und pittoreske mittelalterliche Städte zu sehen.

Zur Geschichte der Handschrift

Das heute in Valencia aufbewahrte Manuskript wurde mit großer Wahrscheinlichkeit gegen Ende des 15. Jahrhunderts für die humanistische Bibliothek des aragonesischen Königshofes in Neapel hergestellt. Nach der Eroberung Neapels durch Karl VIII. von Frankreich im Jahr 1495 gelangte sie wohl schon 1504 mit Ferdinand von Aragon – dem Sohn Federicos, des letzten aragonesischen Königs von Neapel – nach Spanien. Bisher konnten weder der Schreiber noch der Illustrator des Manuskriptes von Valencia bestimmt werden. Es existieren lediglich Hinweise und Vermutungen über die Entstehung des prachtvollen Werkes. Der aus Neapel stammende Codex entstand in einer Zeit des Renaissancehumanismus, in welcher Meister aus großen italienischen Kunstzentren sich in regem Austausch befanden. Nicht nur die Gelehrten und Literaten, sondern auch Kopisten, Kalligraphen und Miniaturisten wechselten zwischen Neapel, Florenz und Rom, so dass mit äußerst vielseitigem Einfluss zu rechnen ist. Außerdem wurden, wie neuere Untersuchungen gezeigt haben, auch die Handschriften bei der Herstellung hin und her geschickt. So kann man davon ausgehen, dass das Meisterwerk sich bei seiner Herstellung an verschiedensten Orten befand und mit Sicherheit von einigen der begabtesten Buchkünstler der Renaissance bearbeitet wurde.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Publius Vergilius Maro
Virgil - Bucolica (Eklogen), die Georgica und die Aeneis
Virgil: Bucolics, Georgics and Aeneid
Bucólicas, Geórgicas y Eneida (Opera de Virgilio)
Umfang / Format
554 Seiten / 31,4 x 22,2 cm
Datum
1470-1499
Sprache
Buchschmuck
Reich illuminiert
Künstler / Schule
Vorbesitzer
Bucólicas, Geórgicas y Eneida (Opera de Virgilio)

Vergil - Bucolica (Eklogen), die Georgica und die Aeneis

Das Trojanische Pferd

Vergils Aeneis ist eine wichtige literarische Quelle über die berühmteste und berüchtigste militärische List in der Geschichte: das Trojanische Pferd, das hier in der vollen Pracht der italienischen Renaissance vorgestellt wird. Umgeben von einem Rahmen aus Blattgoldranken, in denen bunte Singvögel leben, wird der Fall Trojas in den Gewändern des späten 15. Jahrhunderts abgebildet.

Das Pferd wirkt äußerlich ganz natürlich, aber die offenen Türen verraten die Maserung des Holzes, aus dem es gebaut wurde. Achäische Krieger strömen in die Stadt, die nicht mehr durch ihre hohen Mauern geschützt ist und von der Teile bereits in Flammen standen. Drei verzweifelte trojanische Damen in grüner, blauer und roter Kleidung beobachten von einem Turm aus, wie die Zerstörung ihrer Stadt voranschreitet.

1 verfügbare Faksimile-Ausgabe(n) von „Vergil - Bucolica (Eklogen), die Georgica und die Aeneis“

Bucólicas, Geórgicas y Eneida (Opera de Virgilio)
Vergil - Bucolica (Eklogen), die Georgica und die Aeneis – Ms.837 – Biblioteca Histórica de la Universitat (València, Spanien)
Bildvon

Bucólicas, Geórgicas y Eneida (Opera de Virgilio)

Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten)
Verlag
Vicent Garcia Editores – Valencia, 2001
Limitierung
1380 Exemplare
Einband
Geprägtes Leder über Holzdeckeln. Schuber mit Faksimile und Kommentar
Kommentar
1 Band (104 Seiten) von Antonie Wlosok, Carmen Morenilla Talens, María Cruz Cabeza Sánchez-Albornoz und Francisco M. Gimeno Blay

Sprachen: Spanisch oder Deutsch
Mehr Informationen
Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
Details
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