Apokalypse von Cambrai

MS 408 - Médiathèque d’Agglomération de Cambrai (Cambrai, Frankreich)

Alternativ-Titel:

Cambrai Apocalypse, L’Apocalypse de Cambrai, Apocalisse di Cambrai

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Cambrai Apocalypse
L’Apocalypse de Cambrai
Apocalisse di Cambrai

Art
Umfang / Format

96 Seiten / 31.0 x 23.0 cm

Herkunft
Datum
Ende 9. Jahrhundert
Stil
Genre
Inhalt

Apokalypse des Johannes

Sprache
Buchschmuck

46 ganzseitige Miniaturen

Kurzbeschreibung

Die Apokalypse von Cambrai beeindruckt den Betrachter mit ihren 46 erstaunlich gut erhaltenen ganzseitigen Miniaturen. Sie entstand wohl Ende des 9. Jahrhunderts im nordfranzösischen Cambrai und ist eine von insgesamt nur vier erhaltenen Apokalypse-Handschriften der karolingischen Zeit. Durch besondere Farbgebung und eigene Bildsprache hebt sie sich jedoch von den anderen deutlich ab. Mit Tempel- und Stadtarchitekturen gelingt es dem Maler, den Bildern Lebendigkeit zu verleihen und den Ort des Geschehens genauer zu bestimmen. Stilistisch interessant ist die Verknüpfung der Spätantike mit fränkischen Einflüssen. So dienen dem Bildpersonal Tempelarchitekturen mit Säulen sowie korinthischen Kapitellen und Palmetten als Schauplätze.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Die Apokalypse von Cambrai

Die Apokalypse von Cambrai zählt zu den ältesten Apokalypse-Handschriften der Welt und ist ein echtes Meisterwerk. Mit ihren 46 erstaunlich gut erhaltenen ganzseitigen Miniaturen versetzt sie den Betrachter mitten in die spannende Zeit der karolingischen Renaissance vor mehr als 1100 Jahren.

Rarität unter der Buchkunst

Weltweit sind lediglich vier karolingische Apokalypse-Handschriften erhalten. Das wohl Ende des 9. Jahrhunderts im nordfranzösischen Cambrai entstandene Exemplar hebt sich von den anderen durch Farbgebung und Bildsprache ab. Es ist mit erzählerischen Mitteln ausgestattet, welche man bei den anderen vergeblich sucht. Tempel- und Stadtarchitekturen tragen dazu bei, den Bildern eine gewisse Lebendigkeit zu verleihen und bestimmen die Orte des Geschehens genauer. Zudem weisen stilisierte Pflanzendarstellungen auf das Bemühen um Realitätsnähe hin. Bemerkenswert ist die Intensität der Farben, welche auch nach über 1100 Jahren immer noch kräftig wirken und nichts von ihrer Leuchtkraft eingebüßt haben.

Spätantike als Inspirationsquelle

Besonders spannend ist die stilistische Verknüpfung der Spätantike mit fränkischen Einflüssen, wie sie in den Darstellungen zu erkennen ist. Als Schauplätze dienen Tempelarchitekturen mit Säulen sowie korinthischen Kapitellen und Palmetten. Vor diesen agieren die Figuren meist in Tunika, Toga und Sandalen gekleidet. Durch verschiedene Handgesten kommuniziert das zweidimensionale Bildpersonal untereinander und kann vom Betrachter miteinander in Verbindung gebracht werden. Die Komposition bleibt dabei immer klar und harmonisch, was dem häufig streifenartigen Bildaufbau zu verdanken ist. Zudem umgeben jede Miniatur reich gemusterte Zierleisten, von denen keine der anderen gleicht.

Visionen der Endzeit

Apokalypse-Handschriften enthalten Texte, die sowohl Visionen als auch Weissagungen vom kommenden Weltuntergang thematisieren. Meist stehen sie dabei im Zusammenhang mit der Vorstellung eines Weltgerichts, wie es im Matthäus-Evangelium beschrieben wird. Die Offenbarung des Johannes stammt aus dem ersten Jahrhundert nach Christus und bildet das letzte Buch des Neuen Testaments. Die dort beschriebenen Visionen fesseln die Menschen seit je und spornen vor allem Künstler an, die symbolische Sprache in kreative Bilder zu übertragen. Das Erstaunliche an Apokalypse-Handschriften ist, dass jede von ihnen absolut einzigartig ist und den Text auf ihre eigene Art bildlich umsetzt. Vor allem aus diesem Grund sind sie ein beliebtes und faszinierendes Sammelgebiet.

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