Codex Benedictus

Vat. lat. 1202 - Biblioteca Apostolica Vaticana (Vaticanstadt, Vaticanstadt)

Alternativ-Titel:

Lektionar zu den Festen des Heiligen Benedikt, Montecassino Lectionary, Lektionar des Desiderius von Montecassino

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Lektionar zu den Festen des Heiligen Benedikt
Montecassino Lectionary
Lektionar des Desiderius von Montecassino

Art
Umfang / Format

524 Seiten / 36.0 x 27.4 cm

Herkunft
Datum
Um 1070
Stil
Genre
Sprache
Auftraggeber

Abt Desiderius (1058-1087)

Buchschmuck

66 größere und kleinere Miniaturen

Kurzbeschreibung

Der Codex Benedictus entstand etwa 1075 in der Benediktinerabtei Montecassino in Italien. Er wurde vom berühmten Abt Desiderius in Auftrag gegeben, der das Werk zu Ehren des Klostervaters St. Benedikt anfertigen ließ. In 66 farbigen Miniaturen mit Goldeinsatz werden das Leben des Heiligen Benedikt und der klösterliche Alltag in der Abtei thematisiert.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Der Codex Benedictus

Ungefähr im Jahr 529 gründete der Heilige Benedikt die Abtei Montecassino in Italien. Das Kloster wurde unter Abt Desiderius, welcher von 1058 bis 1085 über die Abtei waltete, zu einem der wichtigsten kulturellen Zentren Europas. Das klösterliche Scriptorium Montecassinos brachte einige der bedeutendsten Handschriften der Romanik hervor. Ein Prachtstück aus dieser Schreibstube ist der Codex Benedictus, der in Erinnerung an den Gründervater des Klosters verfasst wurde. Sein Leben und Werk wurde hier in Gebeten, Gedichten und Illustrationen festgehalten. Zu kirchlichen Festen und Feiertagen wurde im Klostergottesdienst aus dem Codex gelesen. Die Handschrift enthält 66 große und kleinere Miniaturen in frischen Farben und mit Goldelementen.

Ein neues Verständnis der Geistlichkeit

Der Codex Benedictus entstand etwa 1075 und wurde von Abt Desiderius in Auftrag gegeben. Verschiedene Buchmaler illustrierten die Schrift, in der das Leben des Heiligen Benedikt im Mittelpunkt steht. Der Codex enthält auch Geschichten über den Heiligen Maurus und St. Scholastica, die Schwester St. Benedikts. Die Illustrationen beinhalten Hinweise zu Neuerungen im kirchlichen und klösterlichen Leben. Die Geistlichkeit gewann im Zeitalter des Abtes Desiderius immer mehr an politischer Macht und Einfluss. Das Verhältnis zwischen kirchlicher und weltlicher Macht veränderte sich, die Frage nach einer Hierarchie innerhalb der Kirche rückte in den Vordergrund. Diese Zeitgeschehen beeinflussten die Buchmaler des Codex Benedictus deutlich. Behandelt werden Themen wie Keuschheit, finanzielles Einkommen und die Verbindung zu mächtigen weltlichen Personen.

Meisterhafte Miniaturen

Die Handschrift eröffnet mit einer Bildszene, in der Abt Desiderius den Codex an den Heiligen Benedikt überreicht. Im Hintergrund ist die Abtei Montecassino in strahlendem Glanz abgebildet. Die Besitztümer des Klosters erstrecken sich in einer Landschaft zu Füßen der beiden Personen. Diese pompöse Eröffnungsszene ist gefolgt von zahlreichen weiteren lebendigen Miniaturen. Die leuchtend farbigen Darstellungen wurden von mehreren Buchmalern angefertigt, ein Illustrator verzierte die bunten Bilder mit hochkarätigem Gold. Es finden sich verschieden gestaltete Miniaturen im Werk, mal erstrecken sich Szenen auf eine ganze Seite, mal wurden mehrere kleine Miniaturen nebeneinander angeordnet. Wichtige Ereignisse aus dem Leben St. Benedikts und seiner Abtei wurden so auf verschiedenste Weise betont. Große goldene Miniaturen veredeln die schöne Handschrift.

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