Alkuin-Briefe und andere Traktate

Alkuin-Briefe und andere Traktate

Vor 800

Noch zu Alkuins Lebzeiten zusammengetragen: Die Schriften und Briefwechsel des größten Gelehrten am Hofe Kaiser Karls des Großen

  1. Eine Sammlung wichtiger Korrespondenzen und andere Schriften von Alcuin (ca. 735–804)

  2. Zu Lebzeiten zusammengestellt, vielleicht von keinem geringeren als seinem Schüler Arn, Erzbischof von Salzburg (ca. 750–821)

  3. Keine Runen-Handschrift hat so viel Beachtung gefunden wie dieser Wiener Codex

Alkuin-Briefe und andere Traktate

  1. Beschreibung
  2. Faksimile-Editionen (1)
Beschreibung
Alkuin-Briefe und andere Traktate

Arno (ca. 740–821) führte ein bewegtes Leben in bewegten Zeiten: Gebürtig aus dem Isengau in Bayern, war er Abt in Flandern, ehe er 785 Bischof von Salzburg wurde. Er wurde zum Freund und Vertrauten Karls des Großen (748–814) und seines großen Gelehrten Alkuin (ca. 735–804). Wie enge Bande er mit diesen Protagonisten knüpfen konnte, zeigt Arnos Anwesenheit bei Karls Kaiserkrönung 800 in Rom und schon zuvor seine Reise 797 dorthin in Karls Auftrag: Dort konnte er die Erhebung Salzburgs zum Erzbistum erwirken und erhielt Kärnten und Pannonien als Missionsgebiet. Alkuin riet ihm in der Folge, die neuen Gebiete nicht mit dem üblichen Zehenten zu belegen, woraufhin Arno den so genannten Slawenzehent einführte, der weniger Abgaben verlangte. Damit gibt die wohl von Arno zusammengestellte Sammlung von Briefen und Schriften Alkuins einen außergewöhnlichen Einblick mitten in das Herz des Frankenreiches.

Arno war 798 in Rom, reiste dann nach Frankreich, um mit Karl dem Großen zusammenzukommen. Die einzelnen Teile des Codex wurden während dieser Reise geschrieben. Die Handschrift ist von größtem Wert für den Historiker, für den Theologen und für den Philologen. Die Texte sind zwar ediert, aber nirgends in der hier original vorliegenden Zusammenstellung.

In dieser Handschrift liegt ein SammelCodex im wahrsten Sinne des Wortes vor uns: Geschrieben von einer sehr großen Anzahl von Schreibern, die sich oft mitten im Satz ablösten, zusammengestellt in einer längeren Zeitspanne nach dem Gesichtspunkt des persönlichen Interesses des Erzbischofs Arn. Als zeitlich letzten Brief haben wir keinen, der später als Ende Januar 799 geschrieben wäre.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Letters of Alcuin and other documents
Datum
Vor 800
Sprache
Vorbesitzer
Erzbischof Arn von Salzburg

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Alkuin-Briefe und andere Traktate – Cod. Vindob. 795 – Österreichische Nationalbibliothek (Wien, Österreich)
Akademische Druck- u. Verlagsanstalt (ADEVA) – Graz, 1969
Faksimile-Editionen

#1 Die Alkuin-Briefe und andere Traktate

Details zur Faksimile-Edition:

Einband: Halbleder
Kommentar: 1 Band (44 Seiten) von F. Unterkircher
Sprache: Deutsch
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
Preiskategorie: € (unter 1.000€)
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