Codex Epistolaris Carolinus

Codex Epistolaris Carolinus

Köln (Deutschland) — 9. Jahrhundert

Beauftragt von Kaiser Karl dem Großen: Die wichtigsten Dokumente zur Beziehung zwischen dem Frankenreich und dem Papsttum

  1. Sammlung von Briefen und unschätzbare Quelle imperialer Politik und Kirchengeschichte, beauftragt von Karl dem Großen (742–814)

  2. Der von vier Schreibern vervollständigte Text ist in unglaublich konsistenter karolingischen Minuskel geschrieben

  3. Spätere und einzige erhaltene Abschrift nach einer bereits buchmäßigen Vorlage

Codex Epistolaris Carolinus

  1. Beschreibung
  2. Faksimile-Editionen (1)
Beschreibung
Codex Epistolaris Carolinus

Karl der Große (742–814) selbst war es, der den Auftrag zu dieser besonderen Briefsammlung gab: Er wollte, wie er in der Praefatio formuliert, 99 Briefe vor dem Verfall und der Auflösung bewahren, die sieben Päpste an seinen Großvater, den Hausmeier Karl Martell, an seinen Vater Pippin den Jüngeren sowie an ihn selbst gerichtet hatten. Daher befahl er, sie erneut abzuschreiben und schuf so eine Sammlung von großem kirchen- wie weltpolitischem Wert. Die heutige Ausgabe geht auf eine Abschrift der Sammlung bereits in Buchform aus dem 9. Jahrhundert aus dem Besitz des Kölner Erzbischofs Willibert (870–889) zurück. Der von vier Schreibern vervollständigte Text ist in unglaublich konsistenter karolingischer Minuskel geschrieben und macht so die wichtigsten Dokumente zur Beziehung zwischen dem Frankenreich und dem Papsttum zugänglich.

Habent sua fata libelli - dieser Spruch des Terentianus Maurus kann bei wenigen Handschriften mit so viel Recht zitiert werden wie zum Codex epistolaris Carolinus. Die Sammlung dieser Briefe wurde laut Aussage der Einleitung (fol. 1r) im Jahre 791 auf Veranlassung Karls des Großen zusammengestellt. Das auf uns gekommene Exemplar ist nicht mehr der Originalcodex, sondern die spätere und einzige erhaltene Abschrift nach einer bereits buchmäßigen Vorlage, jedoch ohne chronologische Reihenfolge der Stücke.

Sie enthält die wichtigsten staats- und kirchenpolitischen Dokumente zur Geschichte der Beziehungen des fränkischen Reiches zum Papsttum der 2. Hälfte des 8. Jh.s, von denen das wechselvolle Schicksal des Verhältnisses von Papst und Kaiser mit seinen Höhen und Tiefen seine Richtung empfangen sollte. Dies beweist alleine schon den großen historischen Wert dieser Handschrift, die aus Köln, aus dem Besitz des Erzbischofs Willibert (870–889) stammt und von vier Schreibern in einer mehr oder weniger regelmäßigen karolingischen Minuskel ausgeführt wurde.


Verfügbare Faksimile-Editionen:
Codex Epistolaris Carolinus – Cod. Vindob. 449, Jur. Can 83 – Österreichische Nationalbibliothek (Wien, Österreich)
Akademische Druck- u. Verlagsanstalt (ADEVA) – Graz, 1962
Faksimile-Editionen

#1 Codex Epistolaris Carolinus

Details zur Faksimile-Edition:

Einband: Halbleder
Kommentar: 1 Band (22 Seiten) von Josef Stummvoll und Franz Unterkircher
Sprache: Deutsch
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband. Schwarz-weißes Faksimile auf größeren Seiten mit weißem Hintergrund. Vollständige Studienausgabe „continens Romanorum pontificum Gregorii III, Zachariae, Stephani III, Pauli I, Stephani IV, Hadriani I et pseudo-Papae Constantini epistolas nonaginta et novem ad principes et reges Francorum Carolum Martellum, Pippinum, et Carolum Magnum“.
Preiskategorie: € (unter 1.000€)
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